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Gutes Kino zum Abo-Preis: Cineville kommt nach Deutschland


macplanet

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So ein Quatsch… 🙈 ein Kinobesuch ist ein Theaterbesuch und so sollte es auch aus Betreibersicht verstanden werden. Leider ist das nur selten der Fall. Das Angebot ist doch nicht nur der Filmtitel selbst! 

 

„Wir haben ja schließlich auch die Säle renoviert und neue Stühle!“ So denken wirklich die meisten Kinobetreiber! Wer anders denkt und das als unzureichend erkennt, wird für ungeeignet erklärt.

 

3D, Wackelstühle, Wandprojektion - ja, kann man mal mit anbieten, gibt es aber auch im Freizeitpark und dort sehr sehr viel besser.

 

23,40 Euro im Monat und dann so viele Filme, wie gewünscht? Damit werbe ich doch vor allem regelmäßige Stammkunden zum Abo und verliere und verliere…

Beispiel: Ich gehe jede Woche ins Kino für 8 Euro und lasse dort an Ticketumsatz im Schnitt 32 Euro/Monat. Jetzt könnte ich aber das günstigere Abo nutzen. Was mache ich wohl? 😉 Wer glaubt, dass ich dann jede Woche noch überteuertes Popcorn, das Tage in Säcken gelagert wurde kaufe, der hat sich aber sehr verschätzt!

 

Leute, schafft endlich mal ordentliche und kreative Kundenbindungskonzepte, dann braucht ihr kein (Verlust-)Abo!!!🙈

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  • 4 months later...

Gibt es da eigentlich schon Neuigkeiten - wie weit die Abo-Systeme schon aktiv sind? Gab es schon erste Probleläufe. Machen da wirklich alle Verleiher mit? Auch die Major? usw. Wäre nett wenn die Initatoren da mal Auskunft geben könnten.

Der neugierige Jörg

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vor 20 Minuten schrieb walze:

Gibt es da eigentlich schon Neuigkeiten - wie weit die Abo-Systeme schon aktiv sind? Gab es schon erste Probleläufe. Machen da wirklich alle Verleiher mit? Auch die Major? usw. Wäre nett wenn die Initatoren da mal Auskunft geben könnten.

Der neugierige Jörg

Im Augenblick verkaufen die großen Ketten erstmal wie verrückt Ticket-Gutscheine,, z. B. über Groupon, Lidl Plus oder Social Deal. Solange dieses Geld nicht abgeschöpft ist, wird sicherlich keiner was preisgeben.

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vor einer Stunde schrieb walze:

Gibt es da eigentlich schon Neuigkeiten - wie weit die Abo-Systeme schon aktiv sind? Gab es schon erste Probleläufe. Machen da wirklich alle Verleiher mit? Auch die Major? usw. Wäre nett wenn die Initatoren da mal Auskunft geben könnten.

Der neugierige Jörg

 

Für Cineville:

Wir planen einen Testbetrieb im Spätsommer oder Herbst in vier Städten (Hamburg, Köln, Nürnberg und Freiburg).

Rechtzeitig zum Weihnachtsgeschäft soll das System bundesweit am Start sein.

 

Das ist ein optimistischer (aber realistischer) Zeitplan.

 

Cineville richtet sich ja gezielt an den Arthouse-Bereich. Wir rechnen für diesen Markt aktuell nicht mit Problemen seitens der Verleiher, auch nicht für die Arthouse-Titel dieser Verleiher.

Für Modelle, die den Mainstream im Fokus haben, mag sich das anders darstellen.

Das Feedback der Verleiher liegt ansonsten irgendwo zwischen großer Begeisterung (bei den meisten Arthouse-Verleihern) und freundlicher Beobachtung 😉

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  • 1 month later...
Am 12.1.2023 um 14:18 schrieb Rince:

Wie sind denn die Erfahrungen wenn es nur ein Kino im Einzugsbereich gibt? Ich verstehe den Ansatz in Unistädten mit 2-3 teilnehmenden Kinos, da kann das gerade für die Kinos lohnen. Was ist aber wenn der Kunde eh "keine Wahl" hat, in welches Kino er geht. Ich würde vermuten, dass man dann primär die Leute zum Abo bringt, die ohnehin mehr als den Abobetrag in dieses Kino getragen haben, dann vielleicht für das Kino nicht mehr lohnend.  

 

Das denke ich eben auch.

 

als jemand vom Land, (nähestes Kino 18km, 2tnähestes ca 34km) würde ich natürlich so ein Abomodell nutzen, wenn es für mich günstige wäre als 3x im Monat ins Kino zu gehen.

 

Ob sich das für das Kino dann lohnt (stichwort, mehr verzehr, weil man ja fürs Ticket "nichts zahlt", oder weil abokunden dann nichtabokunden mitbringen) kommt eben aufs Publikum an.

 

In Italien gibt es zb im Musikbereich viele "Gratis Festivals" die sich durch Essen und Getränke finanzieren, weil der Italiener scheinbar (so italienische Bekannte) nicht so gerne Eintritt zahlt, aber gerne für Essen und Trinken Geld hinlegt.

In Deutschland würde das Konzept zb sicher nicht so funktionieren, weil Deutsche da eher dann vorher Essen und trinken würden oder danach und dann auf dasFestival gehen ;).

 

 

 

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Neben den schon besprochenen problemen mit den filmen selbst (ueberlaengen, woke agenda, aufdringlicher lehrauftrag, schwer verstaendliche sprachmischung) kommen einige faktoren hinzu, warum das kino an attraktivitaet so verloren hat. ein wichtiger davon ist das soziale verhalten! wie jemand richtigerweise festgestellt hat, gehen die leute, trotz inflation, in die gastro! warum? weil in zeiten der vereinsamung und der virtuellen kommunikation die menschen nicht schweigend nebeneinander sitzen wollen, wenn sie schon gelegenheit zu einem persoenlichen treffen mit freunden haben.

ein bisschen abhilfe waere ja schon geschaffen, eine pause im film einzulegen, wo erstens bier nachgekauft und ueber das bisherige filmgeschehen gequatscht werden kann. in diesem sinne waere es sogar fuer einzelbesucher attraktiver, weil man so leute kennen lernen kann.

zweitens sollte man eine kino/gastro-kombi andenken. hatte ich schon oefter angeregt. natuerlich muss man dazu vom klassischen kinokonzept weg (ins theater geht schliesslich auch keine sau mehr).

kurzum: analysieren, warum leute es attraktiver finden, zuhause sich filme anzusehen und was kann man liefern, was zuhause schwer bis gar nicht moeglich ist. eine grosse bildwand ist zu wenig.

 

 

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vor 13 Stunden schrieb mono:

ein bisschen abhilfe waere ja schon geschaffen, eine pause im film einzulegen, wo erstens bier nachgekauft und ueber das bisherige filmgeschehen gequatscht werden kann. in diesem sinne waere es sogar fuer einzelbesucher attraktiver, weil man so leute kennen lernen kann.

zweitens sollte man eine kino/gastro-kombi andenken. hatte ich schon oefter angeregt. natuerlich muss man dazu vom klassischen kinokonzept weg (ins theater geht schliesslich auch keine sau mehr).

 

Pause plus Überlänge (Oppenheimer) führt dann aber dazu, dass der Film entweder schon um 19 Uhr starten muss, oder aber er so spät endet, dass viele Leute unter der Woche dann gar nicht mehr reingehen, vor allem die Leute die auch eher danach noch in eine Bar möchten und auch eher die sind die am Concession Stand Geld liegen lassen.

 

Denn Spaß beiseite, ja die 50+ Generation macht bei gewissen Filmveranstaltungen und auch teils beim OV Programm hier , ca 50% des Publikums aus, aber maximal 10% derer die am Concession Stand etwas kaufen, (trotz das es auch wein und co gibt)

 

 

 

Und eine gastro Kombi scheitert in Deutschland eben mal kolossal an den Kosten bzw bei den meisten kleineren Kinos auch an Platz und am Geld sowieso.

 

 

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  • 3 months later...
vor 18 Stunden schrieb 1040bln:

Von Cineflex ist anscheinend noch nichts zu sehen. Und von Cineville auch nicht viel mehr als seinerzeit.

 

Alle arbeiten hinter den Kulissen ...

Bei Blickpunkt:Film war gestern ein langes Interview mit den Leuten hinter dem österreichischen Cineville-Ableger Nonstop Kino - mit Updates zu Cineville und Cinfinity (wie Cineflex inzwischen heißt):

https://www.blickpunktfilm.de/en/kino/interview-kinoabo-bilanz-wir-dringen-durch-324a08a87744cc90f0f391442a2752db

(nur mit Abo lesbar)

  • Thumsbup 1
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  • 1 month later...

Hab Heute eine Mail von Cinfinity (Kino Abo für ganz Deutschland) bekommen) - Abopreis 12.50 (!). Es wird also nach dem Kinofest weiter Kinobesuch verramscht und man hofft, dass die Leute mehr Geld für Getränke und Anderes im Kino lassen - bei mir im Haus ist aber der Film die Attraktion und nicht die Consessions - weiss nicht ob das alles so gerade richtig läuft - und wie stehen zu den Abo-Systemen von Cinfinity und Cineflex Verleiher wie Disney mit Ihren gehobenen Ansprüchen an die Kinos? Ich hab aber auf die Mail freundlich geantwortet und will mir mal meine Bedenken von denen nehmen lassen (oder eben nicht).

 

Jörg

Edited by walze (see edit history)
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Die Email habe ich auch bekommen. Aus meiner Sicht schafft sich das Kino damit weiter ab. Wie soll man denn damit seine Fixkosten decken - dass kann kaufmännisch gar nicht funktionieren....an einen "erhöhten" Consession Umsatz der Teilnehmer des Abos glaube ich auch nicht - das sind die Rucksäcke weiterhin voll....naja...

Die Lage  am Ende der Kette, bei uns Kinobetreibern, bleibt ernst...

Aber jeder der für sich damit und weiterhin fehlenden Filmen potentiale sieht, soll es machen...

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Ich habe mal von Ludwig Erhard  gelernt, dass in einer Produktionskette, jeder zusätzliche Teilproduzent die Gewinne schmälert, wenn nicht der Marktpreis erhöht und/oder der Einkaufspreis gesenkt werden kann.

 

Daher plädiere ich für die Abrissrollenkarte. 😆

 

 

  • Thumsbup 1
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Zuschläge für 3D, Überlänge - sollen dann das teilnehmende Kino extra erheben - da finde ich, dass das Abo schnell wieder an seine Grenzen stößt und den Nutzer beim ersten Besuch eines langen Films in 3D etwas verärgert sein könnte - So sollte man so ein System vielleicht besser als Rabatt-System - du kommst für 25% weniger rein - wenn du ein halbes Jahr lang den Beitrag X bezahlst (hast dann aber nicht mit versteckten Kosten/Zuschlägen zu rechnen). Und die Frage an Cinfinity bleibt - wie hoch ist der ausgezahlte Beitrag pro Besucher? Das die das jetzt auch schon öffentlich bewerben - ohne eine echte Liste mit teilnehmenden Kinos zu haben - ist auch recht mutig. Aber die werden ja wohl im Vorfeld schon ein paar Kinos zum Mitmachen überredet haben - sonst wäre diese Ankündigung ja kaum zu vertreten. Bleibe "sehr" skeptisch.

 

Grüße
Jörg

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vor 6 Minuten schrieb showmanship:

 

Direkt in der ersten Woche knapp 180 Besucher via Mubi Go. Und das nur bei einem Film für den es verfügbar war. ("How to have Sex")

Bist Du in einer Großstadt?

 

Jörg

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Am 17.1.2023 um 00:34 schrieb macplanet:

 

Die Modelle, um die es hier geht, machen genau das nicht - sie haben beide als  Ziel, durch bessere Zielgruppenansprache das Publikum zu häufigeren Besuchen und zur Wahl anderer Filme zu motivieren. Wie realistisch das ist, wird sich zeigen - aber das ist gerade kein Preisdumping. 

Kino ist heute schon Preisdumping, fernab jeder realen Preis zu Kostenstruktur. Realistisch kalkuliert, und dazu gehört halt, alle "unsäglichen Subventionen" rauszunehmen, muß erine Karte in einem mit Mindeststandards ausgestatteten Haus 20 bis 25 Euro Kosten. 

 

Nimm einmal eine Friseurmeisterin, die in einem EKZ ihr Geschäft hat. 3000 Euro Miete und 3000 Euro Nebenkosten und Energie. Dazu die Angestellte(n). Da kann ich kaum für 8 Euro einen Haarschnitt anbieten, obwohl ihre Investitionen in Hardware und Ladenaustattung ja gering sind. WErkzeugkosten? Schere, Bürste, Trockenhaube und Lockenwickler.

Im Vergleich der Kinosalong: Stühle zu 700 Euro das Stück, Projektor 80.000 Euro, Ton 50.000 Euro, Miete, Nebenkosten, Personal. Wie geht das für 10 Euro Kartenpreis? Gut der Gewinnfaktor ist hoch, im Vergleich zu Handelsware im Supermarkt oder Investgüterbereich, sogar ohne echtes Risiko. Nur, bei der kleinen Summe pro Karte muß man ja trotzdem extrem viele verkaufen. Und wenn dann "Wish" in der 2. Woche läuft, mit 20 Karten am Nachmittag um 3, und 0-1 um 5 und 8 Uhr? Dann ist Sicher etwas verkehrt. Falscher Film zur falschen Zeit. Schlechtes Beispiel, ist ja kein Arthaus. Aber mein lwetzt an mehreren Orten erlebtes Realbeispiel.

 

All you can eat Modelle sind nicht das richtige, wenn nicht zuvor die Kernkompetenz gepflecgt wird. Da soll es Kinos geben, die sich in 2023 S2K Phoslaser neu hingestellt haben, Häuser mit "fast den größten Bildwänden einer Großstadt", die in 2023 Neu einen 0.98" 4 K Projektor der 12000 er Klasse mit High Brightness Linse installieren ließen.

Da soll es noch Kinos 4.0 Tonsystem und Lautsprechern der 60 er Jahre geben.

Da sind teilweise Stühle seit 1978 eingebaut. 7.1, Surround management woofer, Immersiv Audio? In der Fläche und in der Arthaus Stuben, Fehlanzeige.

 

Kino funktioniert in Asien, warum wohl? Wiel dort die Kernkompetenz stimmt. Da wird gerne 2000 Baht für die Karte bezahlt, zu Zweit ist das ein Wochenlohn, den einmal (werbefreies) Kino kostet. Und weil dort Filme laufen, die das Publikum sehen will, und nicht ZDF, HR, ORF, NWDR, telefrance, ... Fernsehspiele, gehen die Menschen dahin, trotz Streaming und Fernsehen.

 

Warum dann für solch sinnlose Idden wieder Steuergelder verschwendet werden sollen, bleibt mir ein Rätsel. Etwas, das wirtschaftlich nicht tragfähig ist, kann auch gehern. Bitte nicht das Beiaspiel Oper odr Theater nennen, da geht es auch um Stellen für Sänger, Schauspieler und Musiker, wichtige Stellen im Kulturland. Das ist etwas ganz Anderes. Live Unterhaltung, nicht produziertes und gesendetes Konservengut.

 

Sorry, ich hab kein Verständnis für diese Form von Preisdumping, erst Recht, wenn sie von Meinen Steuern bezahlt wird.

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vor 9 Stunden schrieb stefan2:

Warum dann für solch sinnlose Idden wieder Steuergelder verschwendet werden sollen, bleibt mir ein Rätsel. Etwas, das wirtschaftlich nicht tragfähig ist, kann auch gehern. Bitte nicht das Beiaspiel Oper odr Theater nennen, da geht es auch um Stellen für Sänger, Schauspieler und Musiker, wichtige Stellen im Kulturland. Das ist etwas ganz Anderes. Live Unterhaltung, nicht produziertes und gesendetes Konservengut.

 

Hallo Stefan2,
ich kann vieles von dir nachvollziehen, aber warum du zwischen Kino und Theater und Oper unterscheiden möchtest ist mir ein Rätsel. Sind die Arbeitsplätze von Sängern und Musikern mehr wert, als die Stellen von Schauspielern, Regisseuren, Kameramännern und Kinoangestellten?
Im Vergleich der Subventionen von Theatern und Opern sind die Subventionen für Kinos ein Schnäppchen. Und gerade die Besucher von Theater und Oper sind eher die Besserverdiener, die sich ihre Karten auch selber leisten können ... anders als der "Otto-Normal-Verdiener", der "nur" ins Kino gehen möchte.

  • Thumsbup 2
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In der Oper gibts eine Pause, wo man sich bei einem Glas (Lieblingsalkoholika hier einfuegen) ueber die Darbietung wichtig machen kann, waehrend man im Kino ohne Pause 3 und mehr Stunden im Dunklen hockt, nach Ende des Films entweder durch einen dunklen Gang in eine finstere Seitengasse ausgespiehen wird, oder man draengt zurueck in die Lobby und stellt sich um ein Pissoir an.

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Hier der aktuelle Newsletter von Cineville mit Infos zum Stand der Dinge:

 

Zitat

Liebe Interessierte an Cineville,

liebe Kolleginnen und Kollegen,

 

kurz vor Weihnachten ist es an der Zeit, über den Stand der Dinge bezüglich Cineville Deutschland zu informieren – wir hatten ja im Überschwang des Optimismus einen Start noch in diesem Jahr angekündigt, ein Versprechen, das wir offensichtlich nicht einlösen können.

 

Dennoch ist viel passiert. Hier also einige neue Informationen, und auch einiges Grundsätzliches zu unserer Vision von Cineville.

 

Die Kurzfassung

Auch wenn vieles länger dauert als wir gehofft hatten, sind wir auf einem guten Weg für einen Start von Cineville im Frühjahr 2024.

 

Dabei ist uns wichtig, dass Cineville mehr ist als ein Abo-System: Wir wollen ein umfassendes Konzept für Arthouse-Kinos anbieten, das neben einem Abo eine Marketing-Maschine für gutes Kino sein wird.

 

Damit unterscheidet sich Cineville grundlegend von allen anderen Systemen auf dem Markt. Wir setzen auf die Technik und die Erfahrung des größten und erfolgreichsten Anbieters mit Cineville Niederlande.

 

Wo wir stehen

Hinter den Kulissen haben wir intensiv gearbeitet. Inzwischen ist der Cineville Deutschland e.V. gegründet und ist als gemeinnützig anerkannt. Jürgen Lütz (Odeon Köln), Felix Grassmann (Abaton Hamburg) und Matthias Damm (Casablanca Nürnberg) sind der ehrenamtlich arbeitende Vorstand von Cineville Deutschland, der zusammen mit einer Zahl weiterer Gründungsmitglieder aktiv ist.

 

Mit Mirjam Haas hat Cineville eine erste festangestellte Mitarbeiterin (die viele von Euch schon aus ihrer Zeit als Disponentin für verschiedene Verleihe kennen).

 

Cineville hat eine Kooperation mit Indiekino Berlin vereinbart: Hendrike Bake und Tom Dorow bauen mit ihrem Team die Webseite von Cineville auf und produzieren die Texte, die Lust auf gutes Kino machen.

 

Wir sind im intensiven Austausch mit Cineville in den Niederlanden: Die dort entwickelte und lang erprobte Software “CultureKit” wird das technische Rückgrat von Cineville Deutschland sein und wird für unsere Zwecke angepasst. Dazu sind wir auch im Gespräch mit allen relevanten Kassensystem-Betreibern.

 

Die Aufgabe, alle Systeme (von der Kinokasse bis zur zentralen Datenbank und von der Mitgliedskarte bis zur Abrechnung mit Kino und Verleih) sauber zu vernetzen, ist komplex, aber alles läuft gerade in die richtige Richtung und wir werden zum Start des Systems eine runde Lösung am Start haben.

 

Unsere Vision

Cineville wird weit mehr sein als nur ein Abrechnungssystem. Es wird auch in manchen Aspekten grundlegend anders funktionieren als andere Abo-Systeme. Der entscheidende Unterschied: Cineville ist ein gemeinnütziger Verein. Er muss und will keinen Gewinn machen, sondern arbeitet im Sinne der Mitglieds-Kinos, seiner Abonnent*innen und der Verleihe. Denn das Schöne an unserem Geschäft ist ja, dass letztlich alle dieselben Interessen haben: Kinogäste wollen günstige Eintrittspreise, Kinobetreiber*innen viele Gäste und Verleihe viele abgerechnete Eintritte.

 

Anders als bei anderen Systemen wird das Modell für die beteiligten Kinos sehr transparent sein – alles Geld, das über den Verkauf der Abos eingenommen wird, fließt nach Abzug der Betriebskosten zunächst in einen zentralen Topf und dann über die abgerechneten Eintritte komplett an die Kinos (und damit die Verleihe) zurück. Der Abrechnungspreis wird regelmäßig angepasst und in der Größenordnung dessen liegen, was für ermäßigte Eintrittspreise üblich ist.

 

Cineville arbeitet ausschließlich mit Arthouse-Kinos, es ist ein Modell von Arthouse-Kinos für Arthouse-Kinos, mit dem erklärten Ziel, eine Marketing-Maschine für gutes Kino zu sein. Cineville wird die Öffentlichkeitsarbeit der Kinos nicht überflüssig machen – es wird ein neuer, ergänzender Weg sein, Informationen gerade über die kleinen und besonderen Filme zu vermitteln. Die Angst, damit würden die “großen” Filme leiden, ist unbegründet: Wer ein Abo hat, geht erfahrungsgemäß einfach öfter ins Kino und besucht dann zusätzlich zu den Filmen, die ohnehin jeder sehen will, die kleinen, feinen, oder auch die “riskanten” Filme und Veranstaltungen, die uns als Kinobetreiber*innen besonders am Herzen liegen.

 

Cineville-Abonnent*innen werden nicht nur Kund*innen sein: Cineville ist eine Gemeinschaft, eine Art Club von Menschen, die ihre Zeit gern im Kino verbringen. Die Abonnent*innen werden zu Botschafter*innen unserer Art von Kino.

 

Für die Mitglieder wird das Abo im Monat 22 € (für junge Menschen unter 26) oder 24 € kosten (mit Rabatten für den Abschluss langfristiger Abos). Nicht mehr (sonst ist das Angebot nicht mehr attraktiv), aber auch nicht weniger, denn das würde eine Wette darauf bedeuten, dass viele Mitglieder das Angebot gar nicht nutzen. Das scheint uns auch vor dem Hintergrund des Scheiterns von Moviepass in den USA mit einem Dumping-Angebot kein gutes Konzept zu sein. Die Bedingungen sind fair: Nach einer Mindestlaufzeit von 4 Monaten ist das Abo monatlich kündbar.

 

Unser Umfeld

Cineville ist nicht das einzige Abo-System auf dem Markt – und wir erfinden das Rad nicht neu. Aber wir adaptieren das Konzept des Systems, das nach wie vor das mit Abstand erfolgreichste und am längsten erprobte Modell dieser Art ist: Cineville kommt aus den Niederlanden und wird dort seit 15 Jahren von Arthouse-Kinos zunächst in Amsterdam, später dann im ganzen Land betrieben. Ein rasant erfolgreiches Modell, das inzwischen über 70.000 aktive Abos hat und über das die Hälfte der Kino-Eintritte im niederländischen Arthouse-Segment abgerechnet werden.

 

In den Niederlanden ist Cineville ein Synonym für Arthouse-Kino - es ist mehr die Regel als die Ausnahme, dass Gäste mit ihrer Cineville-Karte ins Kino gehen. Dieses System wurde unlängst in Belgien und in Österreich adaptiert, dort unter dem Namen “Nonstop - Dein Kino-Abo”. Auch wenn diese Ableger noch weit von den niederländischen Zahlen entfernt sind – sie sind glänzend gestartet und beweisen, dass Cineville überall funktioniert! Wir adaptieren damit nicht nur technisch das erfolgreichste System, wir nutzen auch die langjährige Erfahrung unserer Kooperationspartner in den Niederlanden.

 

Unser Konzept

Cineville Deutschland hat erhebliche Fördergelder aus den Töpfen der FFA und des Programms “Collaborate to Innovate” der Europäischen Union zugesprochen bekommen. Dieses Geld garantiert die für den Start eines so aufwendigen Projekts notwendigen Mittel. Es bedeutet aber auch die Verpflichtung, mit diesem Geld verantwortlich umzugehen.

 

Cineville wird daher als innovatives Konzept eingeführt, nicht als Experiment. Cineville wird schnell wachsen, aber in den Grenzen, die für einen nachhaltigen Betrieb sinnvoll sind. Cineville wird am Anfang in Städten und Regionen an den Start gehen, in denen viele oder alle lokalen Arthouse-Betreiber**innen das Konzept anbieten: Je mehr Auswahl die Mitglieder haben, desto attraktiver wird das Abo und desto geringer wird die Gefahr, dass ausschließlich “Poweruser” das Abo abschließen und dafür sorgen, dass das System finanziell in Schieflage gerät. Gründungsstädte werden Hamburg, Köln, Nürnberg und Freiburg sein, weitere Regionen (ja, auch Berlin!) sollen schnell folgen.

 

Wenn Ihr Cineville in Eurem Kino anbieten wollt, sprecht uns an - wir schicken Euch beizeiten alle Infos. Am besten wäre es, wenn Ihr Euch mit anderen Betreibern in Eurer Stadt zusammentut und gemeinsam zum lokalen Cineville-Cluster werdet. Ihr werdet keine Kundschaft an die Mitbewerber verlieren, vielmehr wird das Abo Euer Kino attraktiver machen und viele neue Gäste anziehen!

 

Cineville ist übrigens auch offen für Festivals: Wir erarbeiten gern zusammen mit kleinen und großen Festivals Konzepte, wie wir das Interesse unserer Kino-affinen Abonnent*innen und unser Abrechnungssystem mit den Erwartungen eines Festivals zusammenbringen können!

 

Noch Fragen? Interesse?

Wenn Fragen offen sind - sprecht uns an! Auch unsere Webseite hält viele weitere Informationen bereit. Dort könnt ihr Euch auch in unseren Newsletter für Filmtheater eintragen.

 

Wir wünschen Euch und Euren Familien eine entspannte Weihnachtszeit und volle Säle,

 

Jürgen, Felix, Matthias und Mirjam

im Namen aller am Projekt Beteiligen

 

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