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Nun möchte ich allen Interessierten das schon angekündigte Zusatzgerät für den B&H Character Title Writer vorstellen, welches ich nun endlich fertig gestellt habe. Ich habe ja schon in Teil 1 und Teil 2 meiner Begeisterung für den Title Writer Ausdruck verliehen und bin jetzt rundherum zufrieden, mit dem selbstgebauten Zusatzgerät die Möglichkeiten erheblich erweitert zu haben. Aber von vorn! 1. Rolltitel In den schon erwähnten FILMO TOPICS aus den 30er Jahren wurden immer mal wieder gute Ideen von Anwendern des Writers zum Erstellen von Titeln im Allgemeinen und Tricktiteln im Besonderen beschrieben. Beim Schmökern stieß ich auf selbstgebaute Geräte für Rolltitel, welche dort vorgestellt wurden. Hier das Beispielfoto einer Konstruktion aus den FilmoTopics Ich fand das sehr inspirierend und machte mich an eine eigene Umsetzung. Da ich noch verschiedenes Holz aus anderen Projekten übrig hatte (Rundhölzer und Rechteckteile aus Buche), wollte ich das gleich unter dem Motto „Einfälle statt Abfälle“ mit verarbeiten. Ich ging zu einem guten Freund der eine Werkstatt besitzt, in der man alle Gerätschaften und Materialien findet, um auch solche Projekte umzusetzen. Darüber hinaus hat er das nötige Know-How für spezielle Wünsche und Anliegen, die mit solch einem Unterfangen verbunden sind. Er half mir sehr bei den nun folgenden Arbeiten. Als erstes wurde eine Basisplatte aus dem Rest einer alten Schranktür aus den 50er Jahren gefertigt, welche in der Breite dem Writer entspricht, aber etwas länger als dieser ist. Auf die Verlängerung montierten wir ein aus meinen Holzresten bestehendes rechteckiges Holzgestell, in welches Führungslöcher für zwei Achsen gebohrt wurden. An diesen sollte dann die Papierrolle befestigt und gedreht werden, auf welcher die Rolltitel gestaltet sind. Um den Writer sicher auf der Basisplatte zu fixieren, habe ich in das andere Ende zwei Dübel eingelassen, um ihn auszurichten und rutschfest zu befestigen. Die schon vorhandenen Rundhölzer wurden auf die richtige Länge gebracht, um im Gestell als Drehachsen zu dienen. Für das Drehen der Achsen brauchte ich eine Kurbel. Ich wollte nicht einfach Metall zurechtbiegen, wie auf dem Beispielfoto aus den FILMO TOPICS zu sehen ist. Ich hatte dann plötzlich die Idee, vielleicht den HAND CRANK meines Filmo 70-DR für solch eine Funktion zu benutzen, denn den hatte ich ja nun schon. Nach dem Bohren von Sacklöchern und dem Einbringen eines Querstiftes in diese konnte ich den HAND CRANK einstecken und sicher drehen. Er eignet sich super für diese artfremde Nutzung. Zwischenbemerkung: Einige Vorstellungen, u.a. wie ich die Titelrolle an den Achsen anbringe und drehe, ließen sich nicht so umsetzen wie ich es gedacht hatte. Auf die einzelnen Irrwege gehe ich hier aber nicht extra ein, da das Endergebnis sehr zufriedenstellend ausfällt. Auch Kollege Zufall war in vielen Fällen ein sehr guter Begleiter… Aber nun weiter. Damit die Achsen während des Drehens nicht aus ihren Führungen rutschen, haben wir eine 2mm breite Nut in sie gefräst und in das Gestell auf ihrer Höhe Rampamuffen in vorgebohrte Löcher eingeschraubt. In diesen sitzen sind nun Flügelschrauben, welche in die Vertiefungen greifen und gerade so fest angezogen werden, das sich die Achsen noch locker drehen lassen. Natürlich kann man sie auch feststellen, was u.a. für das Einspannen der Papierrolle sehr nützlich ist. Für den Kartenhalter des Writers hat meine Frau einen Überzug aus mit Vlies unterfütterten schwarzem Samt genäht. Über den Halter gestülpt dient er dazu, die Rolle aus dünnem Karton mit leichtem Widerstand sanft, gleichmäßig und ohne Ruckeln zu bewegen. Die Papierrolle wird an der oberen Achse durch Falten befestigt und auf dieser aufgerollt. Dazu habe ich aus schon vorhandenem Draht Bügel gebogen, die durch Bohrungen geschoben und befestigt werden. Die untere Achse wird festgestellt und das Papier gleitet beim Durchrollen zwischen Bügel und Achse. Auf dieser habe ich für ruckelfreies Gleiten auch noch Samt angebracht. Der Drahtbügel an der unteren Achse ermöglicht Bremswirkung, die ich durch Drehen und Feststellen selbiger so einstellen kann, daß sich die Papierrolle straff über den Kartenhalter spannt und trotzdem gut gleitet. Hier sieht man nun die komplette Vorrichtung. Die ganze Ausführung ist sehr zufriedenstellend gelungen und das Drehen des beschrifteten Papiers geht locker und geschmeidig „von der Hand“. Ich musste nur erst ein wenig üben, gleichmäßiges Drehen und richtige Geschwindigkeit mit der Handkurbel zu meistern. Die Forenten, welche in Deidesheim beim Filmabend waren, konnten sich vom ersten Ergebnis meines Tuns bei dem Abspann eines eigenen Films überzeugen. 2. Tricktitel Während die Arbeit am Gerät Fortschritte machte, erinnerte ich mich an eine Werbung für die 3.Variante des B&H Character Title Writers. In dieser wird die Möglichkeit dargestellt, das Gerät vertikal zu nutzen und es wird sehr schön beschrieben, wie diese Aufstellung das Anwendungsspektrum des Gerätes erweitert. Hier die Werbung von 1938 Das geht mit meinen beiden Exemplaren alleine so nicht, da die seitlichen Metallstreben anders gestaltet sind. Ich hatte die Idee, mal zu testen, ob das Zusatzgerät als Stützkonstruktion für den vertikal aufgestellten Writer taugen könnte. Ursprünglich von mir nur für die Erstellung von Rolltiteln gedacht, erlaubte die stabile Bauweise genau das. Dazu wird er mit zwei C-Klemmen an dem rechteckigen Gestell mit den zwei Achsen befestigt und die ganze Konstruktion wird damit quasi zu einem Minitricktisch. Kleiner und kompakter geht es mit dem B&H Title Writer wirklich nicht. Nun lassen sich auch die in der Werbung beschriebenen Tricktitel und kleinen Animationen bewerkstelligen. Hurra!!! Ich kann natürlich mit aufgeklapptem Titelkartenhalter agieren, aber wenn ich ihn einklappe, kann die Basisplatte selbst als Träger für verschiedene Titelhintergründe genutzt werden. Dafür habe ich in schwarzen Karton, welcher so groß wie die Basis selber ist, eine Maske geschnitten. Diese ist etwas größer als der Titelkartenhalter und dient als Markierung des Bildausschnitts. Die Ausrichtung auf die Bildmitte geschieht, wie gehabt, mit dem PRÈCIAX MARGUET. Nun kann ich alle möglichen Arten von schwarzem/weißem/farbigem Karton, Folie u.a. als Titelhintergrund nutzen, indem ich diese in die Maske schiebe. Der Karton mit der Maske wird einmal durch das Aufstecken auf die schon vorhandenen Dübel und zum anderen vom Writer selbst auf der Basis fixiert. Die Ausleuchtung des Bildes bei Arbeiten in vertikaler Position mache ich allerdings nicht mit den originalen Glühlampen. In einem Beitrag in den FILMO TOPICS wird davon abgeraten, sie in horizontaler Lage brennen zu lassen. Dort wird empfohlen, stattdessen Glühbirnen mit 100W statt 165W zu benutzen. Ich habe zwar einen Dimmer, möchte aber kein Risiko eingehen, da sie ja nach den langen Jahren noch so schön funktionieren. Stattdessen kommen nun Teile zum Einsatz, welche ich auch schon habe. Ich benutze ein altes DDR-Stativ mit Kugelkopf, an welches das LED-Panel geschraubt und in die richtige Position gebracht wird. Alles, was ich an normalen Titeln wie auch kleinenTricktiteln umsetzen möchte, funktioniert nun mit dem selbstgebauten Minitricktisch in 16mm (Bell&Howell Filmo 70) sowie 8mm (Bolex H8 und D8LA). Am Anfang dachte ich lediglich an die Funktionalität des Gerätes, aber nachdem der kleine Tricktisch nun so schön geworden ist, habe ich ihn noch geschliffen und geölt. Zu guter Letzt schraubte ich Gummifüßchen, welche eigentlich für Schneidebretter in der Küche gedacht sind, an die Basisplatte, um ein Wegrutschen der ganzen Konstruktion zu verhindern. Ein ganz besonderer Dank geht an den Freund mit seiner Werkstatt und an meine liebe Frau, denn ohne deren Hilfe hätte ich die Idee nicht umsetzen können 😃🥰 Ich hoffe, mein kleiner Bericht ist anschaulich und nachvollziehbar und ganz sicher werde ich viel Spaß mit meinem selbstgebauten Minitricktisch haben…5 Punkte
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Liebe Filmfreunde, die nächste Ausgabe des Super 8 Magazins kommt in zwei Wochen (bitte schon mal die Vorfreude einschalten), aber wir planen natürlich bereits die übernächste Nummer. Und da suche ich eure Hilfe und euer Erinnerungsvermögen. Es soll einen Beitrag über Fun Facts geben, also skurrile Begebenheiten oder technische Abstrusitäten aus der Schmalfilmwelt. So etwas wie: Super 8 als Bankräuber-Jäger; umlackierte Kameras in Kleinserien; japanische Hersteller, die in Deutschland fertigen ließen, etc. Und damit nicht schon jeder potentielle Leser weiß, was alles kommen könnte, bitte ich darum, die Ideen, die ihr so habt, per PN zu senden und nicht schon in die Schmalfilmwelt zu posaunen:). Vielen Dank im voraus - getreu dem Motto: Mancher Leser weiß noch mehr...:).4 Punkte
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Vielen Dank für das aufwändige Festival! Vielen Dank für das gesamte Team der Schauburg! In 4 Tagen konnten wir 17 Technicolor-Kopien sehen. Da ließ ich mich auch nicht durch das sogenannte "schöne Wetter" stören. Hier ein paar Anmerkungen: MONEY FROM HOME/DER TOLLKÜHNE JOCKEY Ursprünglich in 3-D und Technicolor. Da benutzt man tatsächlich zwei gekoppelte Kameras mit 6 Filmen gleichzeitig. Eine Martin- und Lewis-Komödie. Dean Martin hat Schulden, braucht Geld, wird von Gangstern gejagt und gerät immer mehr in Schwierigkeiten (ähnlich wie in SOME LIKE IT HOT, wo das die Story massiv vorantreibt.). Eine Gangsterfilmparodie, die vor Einfällen strotzt. Einmal will Jerry Lewis einer Frau ein Ständchen bringen, macht aber nur Mundbewegungen, während um die Ecke Dean Martin "I Only Have Eyes For You" trällert. RED SUNDOWN/AUF DER SPUR DES TODES Vom Regisseur Jack Arnold kannte ich bisher Horror- und Science-Fiction. Diesmal ein Western, der erst allmählich spannend wird. MONDO CANDIDO/JACOPETTI: MONDO CANDIDO Voltaires Candide als Ausstattungsstück im Pop-Art-Stil: Jüngling liebt Adelige und wird als nicht standesgemäß aus dem Schloss geworfen. Dann taumelt er von Schrecken zu Schrecken: Kriege, Inquisition - bis hin ins moderne Manhattan. Kein Mondo-Film, aber immer wieder Anklänge. Sehr aufwändig ausgestattet mit originellen Schauplätzen. ON THE RIVIERA/AN DER RIVIERA Ein 3-Streifen-Technicolor-Film ("Process No. 4), wie zwischen 1932-1955 üblich. Darauf freue ich mich immer am meisten. Farbdruckkopien dieser Art sind fast wie 70mm. Danny Kaye in einer Doppelrolle als Entertainer und als französischer Flugkapitän. Schöne, fetzige Musiknummern, witzige Wendungen. Ein Highlight! BANDITI A MILANO/DIE BANDITEN VON MAILAND Polizeifilm voller witziger Momente, mit wilder Cinema-Verité-Kamera. In Techniscope gedreht, also mit kleinerem Negativ, dann auf Scope und Technicolor-Druckkopie herausgebracht; ein häufiges Format bei Italowestern. Anfangs erst mal ernüchtend, weil diesige Stadtaufnahmen, rasche Flüge; später optisch ansprechender. Ein Team kriegt es hin, immer mehrere Bankeinbrüche kurz nacheinander zu machen und so die Polizei völlig zu überlasten. Dazu kommen immer wieder amüsante Details aus alltäglicher Polizeiarbeit. (Man denkt an POLIZEIREVIER DAVIDSWACHE, ein rares Beispiel, wie Deutsche so etwas auch mal hinbekamen.) THE LONG, LONG TRAILER/VILLA MIT 100 PS Kurz vor der Hochzeit überredet eine Braut ihren zukünftigen Gatten, doch statt eines Hauses einen Riesen-Wohnwagen zu kaufen. Der 13-Meter-Wagen steckt voller Tücken und verdirbt Hochzeitsreise wie Alltag. Komödie für die damaligen Fernsehlieblinge Lucille Ball und Desi Arnaz. Viel Slapstick, aber auch 50er-Jahre-Realsatire (z.B. mit einer süßlich wirkenden Wohnwagen-Messe). Ein eher untypischer Film von Vincente Minnelli, zwischen THE BAND WAGON und BRIGADOON entstanden. THE SWIMMER Ein Mann läuft von Pool zu Pool, trifft überall Bekannte, redet und redet und eine Enttäuschung reiht sich an die Nächste. Für mich zu dialoglastig. Bei viel zu vielen Filmen wird fast alles über Dialoge erklärt und nicht visuell umgesetzt. Da heutzutage viele Filme davon strotzen fällt das vielen gar nicht mehr auf. Ein Film zum Wegschwimmen. SATANISCHE SPIELE nutzte ich für eine Pause. JAGT DEN FUCHS Überdrehte italienische Komödie über einen Filmdreh, mit Peter Sellers, aber auch dem zähnebleckenden alternden Hollywoodstar Victor Mature. Schrill und schräg. Studenten der Filmwissenschaft empfiehlt man immer das Kulturindustriekapitel aus Adornos "Dialektik der der Aufklärung". Eine harsche Abrechnung, eher ein Fleischwolf, der Hollywood nur als Ideologiemaschine sieht; da kommen selbst Orson Welles oder Chaplin schlecht weg. Da heißt es süffisant: "Jahrhundertelang hat sich die Gesellschaft auf Victor Mature (...) vorbereitet. Indem sie auflösen, kommen sie, um zu erfüllen." Ob Mature das je gelesen hat? Immerhin spielte er hier an seiner eigenen Parodie mit. THE LEGEND OF LOBO Ein Live-Action-Film, produziert von Disney. Sehr gute Kopie. Beeindruckende Aufnahmen von Wölfen in freier Natur. Leider mit durchgängigem Off-Kommentar. Die Wölfe sind immer in Bewegung, laufen, rennen - und das immer vor interessanten Hintergründen, Bergen, Gipfeln, Felsen. Einmal balancieren sie sogar zu zweit über einen Baum. Auch die imdb bestätigt es: Da kamen Tiertrainer zum Einsatz. (Tieraufnahmen sind immer schwierig, man denke nur an das Kätzchen in Truffauts LA NUIT AMERICAINE, das partout die hingestellte Milch nicht trinken will.) MARY POPPINS Deutsche Fassung, tolle Kopie. (Ich sah den Film einmal in einer Eastman-Kopie, wo man ständig Drähte bei Flugszenen sah.) Aber nicht in dieser Kopie! Der Film strotzt vor Einfällen. Allein die Szene, wenn Mary Poppins am Anfang ihre große Tasche zückt und allerhand herausholt, das nie und nimmer in einer solchen Tasche sein kann. Zuerst ein zwei Meter langer Hut- und Kleiderständer, dann aber auch eine Stehlampe und später ein Blumentopf. Zwischendurch krabbelt der Junge unter den Tisch und sieht nach, ob da nicht gemogelt wird. So geht es weiter mit kühnen Einfällen, mit farbenfrohem Dekor, mit bewusst künstlichen Sets, mit einem Fantasie-London und plötzlich erscheinenden Trickfiguren, die andere Disneyfilme zitieren. Ein Film, den man gleich nochmal sehen möchte. PECCATO VENIALE/DER FILOU Ein Jugendlicher verliebt sich in seine kokettierende Schwägerin; ihr Ehemann, sein Bruder ahnt nichts davon und gibt ihm eindringlich Tipps, wie er endlich mal zum ersten Sex mit einer Frau kommt. Nette Schlusspointe. MEDIUM COOL Spielszenen und Dokumentaraufnahmen von 1968 zur Zeit des Parteitags der (damals regierenden) Demokraten in Chicago. Gleichzeitig sieht man die Proteste dagegen, gegen den Vietnamkrieg und bürgerkriegsähnliche Szenen. Also Polizeigewalt, Knüppelorgien, Panzer und Straßensperren. Mittendrin eine Spielhandlung über ein engagiertes TV-Filmteam und die Reaktionen auf sie, auch aus der Perspektive von Afro-Amerikanern. Eine kühne Variante von Cinema Verité. Angesichts der diesjährien ICE-Einsätze verblüffend aktuell. Die Fassung war deutsch, aber bei Parteitag und Demo-Szenen hätte man Untertitel gebraucht. DAVY CROCKETT, KING OF THE WILD FRONTIER/DAVY CROCKETT, KÖNIG DER TRAPPER Eine beliebte TV-Serie über einen Westernhelden in einem Film kompiliert. MODEL SHOP/DAS FOTOMODELL Ein untypischer Film von Jacques Demy. Eher ein Melodram über einen jungen Mann, der zum Vietnamkrieg einberufen wird. DIE LIEBESABENTEUER DES DON JUAN Noch ein 3-Streifen-Technicolorfilm. Diesmal dominieren Erdfarben. Kein Farbstich, sondern Absicht. Im Vorspann wird demgemäß auch die Farbberaterin Natalie Kalmus genannt, die stets für solche und für Pastelltöne schwärmte. KISS ME, KATE!/KÜSS MICH, KÄTCHEN! Bis jetzt wohl das einzige Musical in 3-D. Mit jazzigen Arrangements, mit mitreißender Choreographie. Wir wurden vorgewarnt: Es lief kein 3-D. Es lief eine deutsche Fassung mit deutschen Liedtexte, wie 1953 üblich. Damals gewöhnten sich die Deutschen erst langsam an Musicals. (Auch die Bühnenpremiere von KISS ME, KATE! war erst 1955, übrigens in Frankfurt.) Requisiten, Beine und Tänzer schwingen ins Publikum, da merkt man den Wunsch, auch das Format zu demonstrieren. Dazu freche Liedtexte zu einer frechen Vorlage. Das meiste klingt schon wie die spätere Übersetzung des Kabarettisten Günter Neumann ("Die Insulaner"). Die starken Gesangsstimmen passen auch zur Vorlage, zum Bühnenstück. Die langen Lieder von Fred/Petrucchio sind sowieso für einen Bariton geschrieben. Am Broadway wie im Kino. Daher erklingt in dieser Fassung auch der deutsche Bariton Josef Metternich. Eine Liste der deutschen Synchronisationsstimmen hätte mich interessiert. Online stieß ich nur noch auf Gitta Lind für Ann Miller bei WHY CAN'T YOU BEHAVE? auf deutsch: WANN WIRST DU JE ZAHM? Anzumerken ist, dass der Film eine sehr freie Bearbeitung des Broadway-Musicals ist, aber er verwendet fast alle Lieder. In einigen Szenen sieht man den sehr jungen Bob Fosse als akrobatischen Tänzer. Weiter oben hat @preston sturges die Tanzszene mit dem Song FROM THIS MOMENT ON verlinkt. Fosse ist der Tänzer in gelb, mit gelber Mütze; hier nur kurz zu sehen. Erst fliegt er quer über die Bühne, dann springt er auch noch hoch und tänzelte dann mit Flugbewegungen zurück. Der Ausschnitt gibt einen Vorgeschmack auf Bob Fosse und seine Vorliebe für schrille, jazzige Choreographie. Später Choreograph und Regisseur von Bühnen- und Filmmusicals: SWEET CHARITY, CABARET und die Bühnen-Choreographie von CHICAGO. (Bob Fosse wäre nächstes Jahr 100 geworden, vielleicht eine Anregung für künftige Filmreihen. Dazu gibts mindestens 2 interessante Biographien: Jenai Cutcher: Bob Fosse, New York 2006 Gottfried Martin: All his jazz: the life and death of Bob Fosse, New York 1990.) Als Zugabe gabs zum Schuss auch noch 3-D-Fotos aus Filmkopien, die in mühsamer Kleinarbeit zusammengestellt worden waren. Besonderen Dank auch für das opulente Büfett! Damit könnte ich sogar noch mal SONG OF NORWAY überleben.4 Punkte
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Here we go again ... Do -Sa (3 Tage) - Ranking nach Umsatz 1. STAR WARS: THE MANDALORIAN AND GROGU 2. DER TEUFEL TRÄGT PRADA 2 3. MICHAEL 4. GLENNKILL: EIN SCHAFSKRIMI 5. MET OPERA: EL ULTIMO SUENO DE FRIDA Y DIEGO (2026) 6. PASSENGER 7. DER SUPER MARIO GALAXY FILM 8. NÜRNBERG IN THE GRAY 9. VERFLUCHT NORMAL 10. EIN MÜNCHNER IM HIMMEL Weitere Neustarts: 12. SOLO MIO 25. TICKET INS LEBEN 34. PERFECT BLUE Gesamtwochenende (Do-So) sollte bei ca. 650.000 Besuchern liegen ...3 Punkte
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Chris, das sagt der Film ja auch. Man kann Nitrofilmbrände tatsächlich löschen, wenn es gelingt, die Temperatur unter den Entflammungspunkt zu senken. Und das ist halt nur in den ersten Phasen möglich. Eine brennendes Filmbad kann man zwischen den Händen noch ausquetschen, man muß mit bösen Verbrennungen leben. Oder durch Ausschäumen des Projektorwerks und der Spulenkasetten mit CO2 Schnee. Auch Feuerschutzkanäle mit ihrer größen, kühlen Metallmasse haben diesen Effekt, normalerweise kann kein Bildfensterbrand die Spulentrommeln erreichen. Ist eine größere Menge im Zersetzen, ist das kaum noch möglich. Dann hilft nur kontrolliertes Abbrennen lassen. Da gibt es zwei Philosophien, die europäische und die amerikanische. In Europa hat man Spulenkasetten so konstruiert, daß der Film schnell unter Sauerstoffzutritt verbrennt, und dabei nur wenige gefährliche Gase entstehen, auch kaum explosible Mischungen. Dadurch das der Film nur in der Kasette brennt, ist die Gefahr für das Umfeld minimal. Anders in den USA, wo man geschlossene Spulentrommeln mit Drahtglasverschluss anwendet. Da nur der im Stoff vorhandene Sauerstoff zur Zersetzung bereit steht, verlängert sich die Fluchtzeit für das Personal. Es entstehen aber hochgiftige und Dämpfe mit erheblicher Explosionsgefahr. Flucht aus dem Raum ist notwendig.3 Punkte
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Ich möchte hier gerne eine neue, positive Erfahrung mit einem Objektiv teilen. Vor geraumer Zeit habe ich es mir für meine Filmo 70 gekauft und vielleicht gibt es hier Forenten, die auch schon damit gefilmt haben? Som Berthiot Cinor 20-1,9 20mm ist eigentlich die Normalbrennweite vom Format 9,5 und mit C-Mount ist dieses Objektiv recht selten zu erhaschen aber dann trotzdem nicht zu teuer. Mich hatte es interessiert, da an meinem Filmo 70-D u.a. diese Brennweite am Sucher eingestellt werden kann. Mit dieser hat man ja auch etwas mehr Spielraum bei der Tiefenschärfe im Vergleich zu 25mm, welche als übliche Normalbrennweite für 16mm gilt. Ein erster S/W-Film mit diesem Objektiv am Filmo 70-D hat mich vor einiger Zeit von seiner Bildqualität sehr überzeugt. Alles ist schön kontrastreich und scharf. Nun wollte ich sehen, wie es sich mit Farbfilm schlägt. Also habe ich am diesjährigen Ostersonntag, zum ersten Ostereiersuchen unseres kleinen Sohnes, einen Ektachrome 100D in meinen Filmo 70-E geladen. Diese Kamera hat, im Gegensatz zu meinen anderen Filmo 70, nur eine Suchermaske für 25mm, aber an jeder Seite derselben kleine Einkerbungen, die das Bild erweitern und ziemlich genau der Brennweite von 20mm entsprechen. Wie sich beim Anschauen des fertigen Films zeigte, ist dieser Umstand für das Kadrieren völlig ausreichend. Dieses Modell ist, nur mit dem einen Sucher bestückt, vergleichsweise kompakt und das Cinor ist auch recht leicht. Das ist meine kompakteste und „leichteste“ 16mm-Kombination für 30m-Spulen. Normalerweise habe ich in der Vergangenheit sehr oft das Switar 25-1,4 für Farbaufnahmen genutzt und war immer sehr zufrieden damit. Nun aber ein Versuch mit dieser Optik. Schon beim Anschauen des entwickelten Materials durch meinen „B&H Picture Magnifier“ sahen die Bilder sehr scharf und kontrastreich aus. Auch die Farben des Ektachrome leuchteten sehr klar und intensiv. In der Projektion bestätigte sich der Eindruck und ich muss sagen, daß dieses Objektiv den Vergleich mit dem Switar 25 nicht zu scheuen braucht. Es scheint mir sogar ein wenig besser zu sein, zumindest im Vergleich mit dem Switar, welches sich in meinem Besitz befindet. Das ich natürlich nur meinen subjektiven Eindruck in die Waagschale werfen kann, ist klar. Also, in Zukunft wird das nun häufiger, auch an meinen anderen Filmo 70, genutzt.3 Punkte
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Beim derzeitigen Stande meiner Versuche scheiden COB-LEDs aus, wenngleich ich diese Leuchtmittel -sobald der Meßkoppler fertig ist- mit in die Datenermittlung aufnehmen will. Gründe: 1. Entendue-Problem: Ohne weitere größere Verluste ist eine großflächige COB nicht auf eine kleinere Fläche zu refokussieren, insbesonders nicht mit kompakten Optiken. 2. COB´s gewinnen ihren Lichtstrom über viele, auf einer Fläche verteilte Einzel-Leds; deren Abbildung ohne chromatische Fehler nicht gut gelingt: einzelne LED´s bleiben sichtbar als weißer Punkt mit blauem Hof. Im Sinne gleichmäßiger Leuchtdichte bei geringsten chromatischen Fehlern unbrauchbar. 3. Versuche, die chromatischen Fehler aus Punkt 2 mittels Mattscheibe zu vergleichmäßigen scheitern an hohen weiteren Lichtverlusten. Das Verfahren eignet sich - wie woanders schon vielfach vorgeschlagen und erfolgreich realisiert- allenfalls als Beleuchtung zum Zweck der Digitalisierung. 4. Bei geeigneter Optik bringt eine einzelne 5W-single-LED mit dome und angepaßter Optik zumindest nennenswerte Spuren von Helligkeit bei recht gleichmäßiger Ausleuchtung. Für Projektion zwar unbrauchbar zeigt dies aber, dass alle Empfehlungen in Richtung punktförmigerer Lichtquellen absolut richtig sind!. 5. Impulsbetrieb, um die genannten Mankos der Punkte 1-3 zu umgehen, scheitert aus physikalischen Gründen: a) Alle Komponenten einer COB (Blaulicht-Emitter; dessen elektrische Kontaktierung sowie der darauf aufgebrachte Luminophor) sind nur begrenzt belastbar, im Grunde genommen sind die COBs nur blaue LEDs, die mit einer YAG:Ce-haltigen Silikonpaste "beschmiert" wurden zum Zweck der Teilkonversion von Blau nach Weiß. Für allgemeine Beleuchtungszwecke geht das sehr gut, jedoch nicht für Projektion, die höhere Energiedichten erfordert. Das "Leuchtsilikon" spielt da thermisch nicht mehr mit (thermal quenching, der Konversionsfaktor fällt mit steigender Temperatur; Silikon als Trägermedium ist zudem ein nicht optimaler Wärmeleiter). Der optische Korrekturaufwand frißt zudem noch mehr Licht. b) Daraus folgt: Selbst wenn der Blauemitter und dessen Bonding-Drähte einen Impulsbetrieb thermisch überleben sollten, spielt der in direktem thermischen Kontakt damit verbundene Luminophor nicht mehr mit. Dieser gerät frühzeitiger in die Sättigung, also vor dem thermischen Ableben der blauen Erregerdiode. Folge: Verschiebung des Farbspektrums: blau dominiert, weiß tritt wg. Sättigung zurück. Bei Hi-CRI--Leds wird es zudem so sein, dass die Anteile im Luminophor, die für die längerwelligen roten Farben zuständig sind, thermisch empfindlicher sind und somit früher ausfallen. Somit ist keine Langzeitstabilität der Farbtemperatur zu erwarten! Vorüberlegungen für weitere Versuche: - Eine Trennung von Emitter und Luminophor ist aus thermischen Gründen angezeigt (LARP-Technik). - Die Lichtquelle wird punktförmiger und auf einen thermisch höher belastbaren, keramischen Luminophorkörper konzentriert. Strahlemitter und Target agieren getrennt und können unabhängig voneinander gekühlt werden, sind somit -jeder für sich- höher belastbar. Die Punktemission einer blauen Laserdiode vermeidet das Entstehen vieler blauer "Halos". Die Kondensoroptik wird freilich völlig anders aussehen müssen, um die leuchtmittelseitige Apertur derjenigen des Projektionsobjektivs hinreíchend anzupassen. Inwieweit der Kondensor dafür chromatisch korrigiert werden muß, bleibt festzustellen... Martin2 Punkte
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Nach meiner Erinnerung ist in diesem Verstärker alle Einschübe doppelt vorhanden. Die originale Beschaltung sieht bei Lichtton aber nur Mono-Betrieb vor. Der zweite Satz Einschübe ist nur in Bereitschaft und wird im Störungsfall mit der R-Taste aktiviert. Somit war ein Tonausfall im Störungsfall durch einen einzigen Tastendruck behoben und weiter gings... Heute nicht mehr denkbar. Lediglich bei der Pausenmusik wurden durch ein internes Relais beide Signalwege aktiviert und die Pausenmusik war, bei entsprechender Lautsprecherbestückung , in Stereo zu hören.2 Punkte
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Von meiner Seite auch vielen Dank für das gelungene Festival. Für mich gab es jede Menge zu entdecken, da ich von den 17 Filmen nur zwei (The Swimmer und Mary Poppins) kannte. Es gab für mich also viel Neues zu sehen. Sehr interessant war für mich aus das Rahmenprogramm um das Festival herum: Handgemalte Werbeplakate, ausführliche Einführungen der jeweiligen Filme durch verschiedene Referenten (Nein, mit dem Zwischenruf vor "das Fotomodell" war ich nicht einverstanden), Präsentation der 3D-Bilder nach dem letzten Film, ein angenehm klimatisierter Kinosaal und natürlich die Verpflegung den ganzen Tag hindurch. Als besonderes Upgrade möchte ich das Abend-Buffet loben, das war fast schon zu viel des Guten. Es war derart ausführlich, da hatte man schon die Qual der Wahl. Man hätte das auf zwei Abende verteilen können, so wäre die Auswahl nicht ganz so schwierig gewesen und die Abwechslung noch grösser. Wie schon erwähnt kannte ich aus dem ganzen Programm nur zwei Filme, es war also viel dabei was ich nicht kannte und unter anderen Umständen wohl auch nicht angesehen hätte. Positiv überrascht war ich von Lobo, Davy Krocket und Satanische Spiele. Grösste Überraschung war das Fotomodell am Sonntag, da hatte mich das Filmplakat auf etwas banales vorbereitet. Der Film war dann überraschend tiefgründig, das hatte ich so gar nicht erwartet. (Moral des Films: Wer alle Brücken hinter sich abreisst kann eine böse Überraschung erleben.) In die Kategorie "wilkommene Abwechslung" fiel Medium Cool. Filme von der Kategorie "ungewöhnlich" gab es auch, das waren für mich Mondo Candido und der Filou. Und hätte ich den nicht schon gekannt, wäre auch The Swimmer dabeigewesen. Alle Filme lassen einen etwas ratlos zurück. Bei Mondo Candido fühlte ich mich die ganze Zeit an The Holy Mountain erinnert, der zu einer ähnlichen Zeit in den Kinos lief. Gerade mit den "ungewönhlichen" Filmen sollte man es nicht übertreiben. Einen fand ich interessant, bei zwei oder mehr wird es aber schon bald zuviel. Alle anderen Filme fügten sich angenehm in das abwechslungsreiche Programm ein. Nochmals vielen Dank an das Team das vor und hinter den Kulissen für abwechslungsreiche vier Tage gesorgt hat. Ich bin schon sehr gespannt auf das nächste Festival.2 Punkte
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Die ersten drei Anregungen sind schon eingetroffen. Vielen Dank dafür. Wer noch Ideen hat: Immer her damit!2 Punkte
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Lieber Simon, so funktioniert Elektronik nicht. Der Quellwiderstand (der Batterie) muss gegenüber dem des Verbrauchers unerheblich sein, insofern ist der minimale Gesamtwiderstand aus CdS und Drehspulinstrument sogar sehr erheblich. Ich gehe davon aus, dass da nicht mehr als ein paar 10-100 uA fließen, selbst bei einem untypisch hohen Strom von 100 uA würde sich die Versorgungsspannung unter Last bei 10 Ohm mehr nur um 1 mV reduzieren, 10 mV halte ich noch für völlig unkritisch. Sicher sehr viel mehr2 Punkte
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Martin, hast Du überhaupt irgendwelche Erfahrungen mit der Canon DS8? Die ist wirklich nicht ohne, Man sollte mindestens 2-3 Stück als Opfer zerlegt haben, bevor man sich da an eine echte Reparatur wagt.2 Punkte
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Nitro kann man nicht löschen. Bei Verschwelung erzeugt er die Brenngase selbst und erhält sich so. Das Zeug brennt auch unter Wasser.2 Punkte
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Ein Siebenlinser. Es kann sein, daß das Objektiv apochromatisch korrigiert ist, damit wären keine Farbsäume an unscharfen Kanten zu sehen. Selber habe ich es noch nicht ausprobiert, deshalb freue ich mich umso mehr über die Vorstellung.2 Punkte
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Friedemann, du hast natürlich absolut recht! Ich muss zugeben, ich lass' mich immer noch viel leicht zu solchem Getrolle hinreissen, das effektiv echt keinem was bringt und unterm Strich dann doch garnicht so lustig ist, für wie ich es im Moment des Tippens gehalten hatte. Da muss ich an mir arbeiten!1 Punkt
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Lass doch die Stichelei, Fabian. Jeder Mensch ist anders... in Foren provozieren ist doch nix. Inhaltliches ist da immer besser. Oder?1 Punkt
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Lieber Friedemann, pass besser gut auf, was du hier schreibst! Laut deinen Aussagen ist Martin Rowek nicht Deutschlands Reperaturadresse Nummer 1 für die Canon DS8. Das könnte schnell an Verleumdung grenzen - zumindest wenn man nach dem Rechtsexperten #1 dieses Forums geht:1 Punkt
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„Laut Internet“ ist Quatsch. Das Internet ist nur Verbindungsstruktur, die Inhalte kommen immer noch von Menschen. Wer irgendwo hingeschrieben hat, die Selbstentzündungstemperatur von Nitrofilm wäre 38 Grad, vergaß anzugeben, in welchem Zustand das Material sich befindet, oder die Angabe ging unterwegs irgendwo verloren. Frischer Nitrofilm braucht fast 200 Grad zur Entzündung.1 Punkt
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Sagenhafte Konstruktion. Bei jedem Foto bin ich froh, dass ich sowas nie reba-rieren muss. Wünsche trotzdem finalen Erfolg.1 Punkt
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Hallo an alle die 's (noch)) interessiert. In den vergangenen 10 Tagen hatte ich leider kaum Zeit um an den Maschinen - oder besser an "Der" Maschine weiter zu arbeiten. Ich arbeite zwar manchmal parallel an beiden Maschinen aber im Kern konzentriert sich im Moment alles auf die B14 in der Standardausführung. Mag sein, dass dem Ein- oder Anderen die Vorgehensweise bzw. die Abfolge der Arbeitsschritte bei den Restaurationsarbeiten ein wenig durcheinander vorkommt, bei genauer Betrachtung, ergibt sich jedoch schon ein Bild das logisch und chronologisch zusammenhängend ist. So war ich eigentlich im letzten Abschnitt mit dem Aufarbeiten der Zündgeräte beschäftigt, musste diese Arbeit allerdings erstmal zurückstellen, da ich vor dem Einbau zuerst den Spindelantrieb auf dem ja auch der Lagerschlitten des Zündgerätes sitzt, auf Funktionalität testen musste. Dabei hatte sich dann rausgestellt, dass die frisch montierte Hilfsspiegelhalterung, die bis vor kurzem noch fehlte, sich nicht verstellen lies. Ich muss zugeben, dass ich das mechanische System der drei Spindeln (nicht der drei Muscheln)) in ihrer Funktionsweise anfangs überhaupt nicht verstanden habe. Mir war zwar klar wenn ich hinten drehe, muss vorne was passieren (Spiegel dreht sich, Spiegel hebt sich) Was innendrin in der Spindel passiert, war mir wie schon angedeutet, bis dato allerdings ein Rätsel. Schlau wie ich war hab' ich mir gedacht bei den zwei anderen Lampenhäusern die ich habe nachzuschauen, wie das im Detail dort mechanisch gelöst ist und was ich nach dem Entrosten der Einzelteile der Spindelstangen beim Zusammenbau eventuell falsch zusammengesetzt hatte. Zu meiner Ernüchterung musste ich feststellen, dass ich es mit drei verschiedenen Spindelantrieben aus drei Generationen zu tun hatte. Abkucken ging also nicht. Also alles wieder auseinander nehmen um zu schauen wie das Ganze überhaupt funktioniert..? Das hätte bedeutet auch das ganze Lampenhaus wieder runterzunehmen um auch von unten an Stangen und Schlitten vernünftig heranzukommen. Das war mir ehrlich gesagt zu viel Aufwand und zudem etwas zu schwer, da das Lampenhaus unhandlich ist und sich somit alleine nur umständlich tragen lässt. Die Lösung des Problems habe ich dank KI (Erklärung von parallel Spindelantrieben) und einem Spiegel den ich ins Lampenhaus legte um die Ansicht von Unten zu bekommen, gefunden. Die beiden äußeren Spindeln im Lampenhaus arbeiten mit einem Friktionsantrieb. Dabei drückt die innere lange Hülse, die mit dem dafür zugehörigen Handrad verbunden ist, gegen eine kürzere Hülse die mit dem Schlitten der Hilfsspiegelhalterung verbunden ist. Der Schlitten muss auf beiden Seiten mittels spezieller Führungsschrauben in die Führungen der inneren Spindelhülsen verschraubt werden. Wichtig ist, es darf nichts verkantet werden oder Klemmen. Beim Einschrauben muss man vorsichtig immer wieder prüfen, ob noch genug Spiel vorhanden ist, damit der Schlitten des Hilfsspiegels leicht laufen kann. In einem weiteren Schritt, bei dem dann der eingelegte Spiegel unter den Spindeln zum Tragen kommt, werden dann die Führungsstifte die für das Heben und Drehen des Hilfsspiegels zuständig sind eingeschraubt und einseitig die Feder eingesetzt. Das komplexe dieser Arbeit war dass die Führungsstifte von Unten eingesetzt werden mussten. Erst als dies alles funktionierte, konnte ich sicher sein, dass ich den Lagerschlitten des Zündgerätes nicht ausbauen musste. Ja und der Fehler, was war das genau..? Nun, da mir die Funktionsweise nicht klar war, griffen die Führungsschrauben des Schlittens ins Leere. System erkannt.. und richtig zusammengebaut. Die Einstellung des Hilfsspiegels ist nun möglich. Nächster Schritt: Einbau des Zündgerätes. Foto unten: Blick durchs Lampenhaus auf den Spindelantrieb. Foto unten / Detailansicht: Führungsstift befestigt in der inneren Spindelhülse, drückt gegen den gefederten Stehbolzen zur horizontalen Verdrehung des Hilfsspiegels. Das Foto ist seitenverkehrt in den Spiegel unter dem Spindelantrieb hineinfotografiert.1 Punkt
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Hallo @Spohnaudio und @filma wie an anderer Stelle bereits erwähnt, ist unser Prototyp ja immer noch in der Mache, und es wird noch einige Zeit dauern, bis wir eine vollständige Bauanleitung schreiben und veröffentlichen werden. Aber natürlich hat unser Projektor viele Features, die über das normale projizieren von Filmen hinausgehen. Wenn man einfach nur auf LED aufrüsten will, empfehle ich eher folgende Lösung: https://mimundoensuper-8.blogspot.com/2026/03/fumeo-9119-cineled-by-l-technologies.html Der erwähnte Jose Luis ist im Artikel mit Emailadresse verlinkt und recht freigiebig mit Informationen. Einfach mal hinschreiben! Der weniger lichtstarke, dafür aber akkubetriebene 16mm Projektor aus dem Spectral Projekt wird hier beschrieben: https://www.filmlabs.org/wiki/en/meetings_projects/spectral/mire-wandering/wandering-16mmprojection/start Auch dieser Projektor verfügt über allerlei Funktionen, die in erster Linie für Film-Performances und Expanded Cinema interessant sind. Aber da es hier um ein kabelloses Gerät ging, haben die Kollegen aus Nantes eine sehr viel schwächere (und günstigere) LED mit Reflektor und Sammellinse eingebaut. Ich kann aber sagen, dass die Lichtausbeute bei dieser Lösung nicht an die einer Halogenlampe heranreicht... https://www.filmlabs.org/wiki/en/meetings_projects/spectral/mire-wandering/wandering-16mmprojection/construction_guide/13_led_module_assembly Schöne Grüße ;B1 Punkt
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Spohnaudio, die 942er 250W CDM-T Lampe incl. Netzteil, damals von Philips, 5 Stück habe ich davon in umgebauten Studio-Pars. Sind heller als die 942 150W CDM-T. Die Osram Powerball machen bei mir im Spiegel etwas mehr Nutzlicht, der Lichtbogen ist etwas kürzer als die 150W Philips. Leuchtmittel, Sockel und Vorschaltgeräte habe ich noch als Neuteile, da ich meine Umbauten eingestellt habe. Für Versuche kann ich Dir auch die 330W /450W Höchstdruckmetalldampflampe gebraucht, nicht verschlissen, der Sony R515 zur Verfügung stellen. Jens1 Punkt
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Das eben so machen, und vor allem mal schauen mit dem Analyser und hören, ob da überhaupt noch was Gescheites an Ton herauskommt. Rauschen die Kanäle auf Flat unterschiedlich, dann sind die Koppelkondensatoren im Signalweg ausgetrocknet. Und das ist meistens der Fall, wenn das Netzteil wegen Überhitzung im Dauerstreß gestorben ist. Leider gehört der CP750 dann zum Elektroschrott. Jens1 Punkt
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Und noch was: Da ich ja jetzt das 75mm Arco problemlos ohne Okular (dafür mit Rackover) an der H8 benutzen kann, habe ich mir kleine Abdeckungen gebastelt um das Prisma vor Lichteinfall und Verunreinigung zu schützen. Ich hoffe 1mm PET (in 0,1mm-Schichten gedruckt) ist ausreichend lichtdicht. Abdeckung Arco(2).stl1 Punkt
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Ich sag' es ja nur ungern, aber: War wohl nix. (Zumindest nicht für die Allgemeinheit)1 Punkt
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Älteres Thema, ich weiß, aber wenn man einer Sache auf den Grund gehen kann und den Ursprung findet, dann sollen doch alle von dem gewonnenen Wissen etwas haben dürfen, nicht? Also, wer hat mit den Krönchenlamellen angefangen? Zeiss. Ich habe ein 2,5-cm-Tessar, f/2.7, auseinander, gemäß Nummer wurde es 1928 gefertigt. Krönchen. Die Sache ist die, daß bei dem Massenartikel doch immerhin die Möglichkeit besteht, das Axialspiel im Iris-Sandwich einzustellen. Die Lamellen sind aus Stahl und Krönchen gibt es nur auf einer Seite. Am anderen Ende ist jedes Blatt um 90 Grad aufgebogen, läuft in einer feinen Nut. Es ist alles durchdacht gemacht. Dann kamen die anderen und haben’s nachgemacht. Wie es so ist auf diesem Planeten, die Nachmacher haben geistig nicht alles erfaßt. Berthiot, Kern, usw. Masse war das Wichtigste. Zeiss bleibt Klasse.1 Punkt
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Biete einige schöne 35mm Kopien an, alle mit deutschem Lichtton , guter Zustand Ein Herz und eine Krone s/w , Alexis Sorbas s/w , 20 000 Meilen unter dem Meer "TC" mit den einst fehlenden 15min, Australia, Der englische Patient, Dave, Thomas Crown Affäre, Grün ist die Heide, Mission , Mona Lisa`s Lächeln, Rain Man, Rapa Nui , Die Tiefe , Dressed to kill , The Wanderers, Die tollkühne Hexe in ihrem fliegenden Bett , Aristocats , Der Prinz von Persien, Silverado , Wyatt Earp, Mr. und Mrs. Smith, Der 1. Ritter, Die Ehre der Prizzis , The Bronx , Bandolero ,Ein Hund namens Beethoven , Neues vom Hexer s/w (Edgar Wallace) , Susi und Strolch (WA 97) , Verdammt in alle Ewigkeit s/w, Harry und Sally, Schlaflos in Seattle, Sleepy Hollow, Cap und Capper (neuw.) , Arielle -die Meerjungfrau , Brüderchen und Schwesterchen, Für ein paar Dollar mehr , Hitler - eine Karriere s/w , Sieben gegen Chicago "TC", Frida, Berge in Flammen s/w, High School High , Die letzte Jagd "TC" (engl. Ton ) Mikrokosmos- Das Volk der Gräser , Peggy Sue hat geheiratet, Die Insel des Dr. Moreau, The Snapper , Star Force Soldier, Der weisse Hai, Der Himmel drückt ein Auge zu Bei Interesse melden PN unter orfino.797@web.de1 Punkt
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LEP-Module als mögliche Alternative: https://budgetlightforum.com/t/blue-lake-3000-lumen-lep-light-engine-global-launch/230045/6 Martin1 Punkt
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Moin, nunja ich hab eine MR16 von Osram mal kurz eingebaut um zu sehen ob das Gerät sonst noch funktioniert. Die hatte 3 LEDs mit Streulinse. Man konnte ein einwandfreies Bild sehen, leider nur im dunklen Raum. Ich werde weiter probieren bis ich die richtigen Leuchtmittel habe.1 Punkt
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So, hier Teil 4 der "Bastelstunde": Ich habe letztens eine Beaulieu 4008 ZM II für nicht auszuschlagende 30€ auf dem Flohmarkt ergattert und stand somit natürlich auch vor dem Akku-Problem. 100€+ für einen Ersatz waren für mich außer Frage. Der originale war noch drin, das machte es viel leichter. Meine Lösung ist zwar nicht die kompakteste, dafür super simpel und günstig, und verwendet weitestgehend die Teile des Original-Akkus. Was ich auch schön finde ist, daß ganz gewöhnliche AAA-NiMH Akkus verwendet werden können, so kann man für den Fall der Fälle (falls keine Steckdose oder keine Zeit zum Laden vorhanden ist) beliebig viele günstige Ersatzakkus mitführen. (Auch hier: Falls jemand genau diese Idee vor mir hatte bitte ich um Nachsicht, ich konnte nichts davon finden.) Das Wissen über die interne Struktur des Akkus setze ich mal voraus - wer das nicht weiß, dem sei dieses Youtube-Video und diese Anleitung ans Herz gelegt, da sieht man eigentlich alles nötige. Der Deckel ist sauschwer abzubekommen, wie vielerorts erwähnt. Was bei mir half, war den Akku vorsichtig mit einem Tuch um den geriffelten Ring (gegen Kratzer) in verschiedenen Drehwinkeln im Schraubstock leicht zusammenzudrücken - das hat das verbackene Gewinde freibekommen, danach konnte ich den Deckel leicht mit einer Spitzzange in den beiden Löchern abschrauben. (Belederung hat bei meinem von vornherein gefehlt.) Beim Abschrauben den Akku natürlich nicht im Schraubstock belassen, denn sonst quetscht man ja das Gewinde fest zusammen und nichts kann sich drehen! Dann den ganzen Akku zerlegen, alle Metallteile aufheben (vorerst auch die toten NiCd-Zellen) und aufpassen, daß die Plastik-Isolierungen nicht beschädigt werden. Der Deckel hat ein M40-Gewinde, das ist leider nicht so verbreitet wie das M40,5 aber z.B. einige Exa / Exakta-Kameras hatten dieses Maß, und die Zwischenringe sind sehr günstig auf i-bäh zu bekommen. Meiner hat 4,50€+Porto gekostet, Länge 30mm: Dann ein Batteriehalter für 6x AAA-Batterien, kostete 1,65€+Porto: Der Platz ist wirklich knapp, deshalb muß der Batteriehalter etwas "beschnitzt" werden - ich habe mit einer kleinen Metallsäge die äußeren Kanten/Ecken entfernt. Außerdem muß noch mindestens einer der Grate entfernt werden, die die Batterien ca. 1mm auseinanderhalten (da, wo der Cutter ist, war besagter Grat), dann passt das Paket gerade so in den M40-Ring: Ein Kabel noch an die "Mittelanzapfung" des Packs löten für den Beli-Motor (im Zweifelsfall mit eingelegten Batterien messen, wo 3,6V anliegen) - vorsichtig und kurz löten, sonst schmilzt das Plastik! (hab ich hier leider kein Photo von, da ich schon alles mit Isolierband überklebt hatte) Der Pluspol (der in der Mitte der Original-Batterie zu sehen ist) ist ja tatsächlich die Stirnseite der ersten Original NiCd-Batterie - die habe ich beherzt mit Kombizange aufgeknackt (wer mit Photochemikalien sicher umgehen kann, braucht sich vor ein paar Gramm NiCd-Geschmiere nicht fürchten...), gereinigt und das "+"-Kabel drangelötet. Minus kommt an den Außenkontakt (etwas freikratzen, sonst hält hier kein Lötzinn), und der mittlere Kontakt an den Ring, dann alles zusammensetzen wie vorher (am besten natürlich ohne eingelegte Akkus 😉 ) Dann einen Pappe-Ring reinlegen (zur Isolierung und Schutz des Isolier-Plastiks), unten ein wenig Luftpolsterfolie reinpacken, und das Akku-Paket reinschieben. Ich habe das Ende mit Isoband umwickelt, zur zusätzlichen Isolierung, und damit die Akkus nicht rausspringen. Dann den M40-Zwischenring drauf, nochmal Luftpolsterfolie, Deckel draufschrauben, fertig: Nun ja, die Akkus hatte ich schon - wenn man die dazukauft, sind es vielleicht etwas mehr als 10€, aber definitiv günstiger als das, was sonst so angeboten wird. Die Schmierung der Kamera wird wesentlich mehr Arbeit, das ist mir klar. Wenigstens laufen Blenden- und Zoom-Motor sehr glatt und leise, aber das Laufwerk braucht definitiv etwas Zuneigung und Pflege... ein nächstes Projekt.1 Punkt
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Es ist alles nur armselige Angeberei wie die Entenschnabel-Botoxfressen und Implantatbrüste und Anabolikamuckis und aufgeblähte Autos.1 Punkt
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Mein Nachbar. Schade nur, dass sich das Management die Kirche in einem Nachbarort ausgesucht hat, den man besser kennt. Im Friedhof liegt sein Grab genau so, dass er seinen geliebten Ausblick genießen kann. Ruhe in Frieden1 Punkt
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https://www.filmvorfuehrer.de/topic/41923-unboxing-bolex/page/68/#findComment-427710 Wie ich gesagt habe1 Punkt
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Bescheid ist heute gekommen und doch um einiger weniger wie erwartet aber es haben sich ja auch unzählige Kinos beworben. Alles in allem trotzdem eine gute Sache1 Punkt
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Anfang der Siebziger Jahre war das Filmzentrallager Stöhr noch in der Trogerstraße 32 in unmittelbarer Nachbarschaft zum Klinikum Rechts der Isar. Um die Ecke in der Perfallstraße wohnte der bekannte Filmschauspieler Ralf Wolter. Der Lagerleiter, Herr Wagner, wurde immer nur mit Herr "Major" angesprochen. Ich war damals ein 18-jähriger Frischling und war eigentlich in Bayreuth, wo der Stammsitz der Firma Stöhr war, beheimatet. 1970 trat ich einen Job in München an. Geld für ein Auto hatte ich damals nicht. So bin ich immer mit dem Film-LKW, genannt der "Film-Koffer", weil er einen Kofferaufbau hatte, in dem in den Seitenwänden Fenster eingelassen waren, in denen immer die neuesten Kino-Film Plakate hingen, von Bayreuth nach München gekommen. Früh um 4 Uhr musste ich mich immer am Betriebsgelände von Stöhr in Bayreuth einfinden. Die beiden Stöhr Brüder Hans und Fritz nannten mich immer Hauptmann, weil ich bei der Feuerwehr war. Wenn es umgekehrt in die Heimat gehen sollte, kam ich immer am frühen Nachmittag in der Trogerstraße an und half bei der Beladung des Filmkoffers mit, bevor es Richtung Bayreuth ging. Die großen schwarzen und sehr stabilen Kartons, mit Schnüren verschlossen, mit den Filmkopien kamen immer über ein Förderband aus dem Kellerfenster heraus. Manchmal nahm mich auch der ehemalige Rallyfahrer Hans Stöhr mit seinem BMW 3.0 mit nach Hause. Einmal war die Rekordzeit von der Trogerstraße ins Bayreuther Zentrum 1 Stunde und 33 Minuten und ich froh war unversehrt in Bayreuth aussteigen zu können. Da ich im Schichtdienst arbeitete und somit oft während der Woche auch freie Tage hatte, bürgerte es sich ein, dass ich oftmals als "Stadtfahrer" mit dem Mercedes Bus aushalf. Die Fahrten gingen immer zwischen Zentrallager, Filmverleihern und Filmproduzenten hin und her. So kam ich oft beim Constantin Film beim Harras vorbei. Einmal war mein Auftrag einen großen dicken Umschlag zur Firma Roxy Film nähe Matthäser zu bringen. Ich staunte nicht schlecht, als die Türe von Luggi Waldleitner persönlich geöffnet wurde. "Wart mal einen Moment" meinte er. Zurückgekommen drückte er mir einen Zwanzigmarkschein in die Hand. 1971 war das kein alltägliches Trinkgeld für mich, weshalb ich es nie vergessen habe. Später als ich mir ein Auto leisten konnte, ist die Verbindung zum Filmzentrallager leider abgeklungen. Dann kam ich noch zu einem anderen Nebenjob, nämlich als Filmvorführer. Ich hatte in Bayreuth familiäre Beziehungen zu einem Filmtheater Betreiber, der drei Kinos in der Stadt hatte. Meine Mutter hat dort nach dem Krieg gearbeitet und so kam es, dass auch ich immer aushilfsweise dort arbeitete und zum Film vorführen angelernt wurde. Dieser Theaterbetreiber hatte gute Verbindungen zur Ilse Kubaschewski. Und so kam es, dass ich aushilfsweise im Gloria Palast in Laim Filme vorführen durfte. Die Filmmaschinen waren derzeit schon von Kohle auf Xenon umgerüstet. Nur die Diaprojektoren für die Werbung wurden noch mit den Kohlestäben betrieben. Das war für mich völliges Neuland und deshalb hat es immer mal die Glasscheiben der Diarahmen wegen Überhitzung zerrissen und so manches Dia war im Eimer. Sehr lange ist es her, aber ich habe diese schöne Zeit niemals vergessen. Schade, dass es den Gloria Palast in Laim nicht mehr gibt.1 Punkt
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Der Beitrag "Kino Flonheim Nostalgie pur" ( http://forum.filmvorfuehrer.de/viewtopic.php?t=12832 ) war der Anlaß, ein bißchen zu recherchieren. Die Recherche zur Arbeitsliste "Rheinland-Pfalz" ( http://forum.filmvorfuehrer.de/viewtopic.php?t=12849 )war recht spannend, darum habe ich das mir naheliegendste Bundesland Thüringen drangenommen - ich bitte auch hier um Hinweise und Korrekturen, da dieses Thema von der Quellenlage her recht unübersichtlich ist: Die ältesten noch aktiven Kinos in Thüringen (nach Gründungsdatum sortiert) 1. ODEON Zeulenroda (1910) vorm. Lichtspiele ERHOLUNG 2. FILMTREFF Artern (1919) vorm. ANKER-Lichtspiele 3. U.T.99 Greiz (1920) - völliger Neubau in 1999 auf dem Kinogrundstück 4. CASINO Meiningen (1926) 5. CAPITOL Gotha (1927) ". CAPITOL Altenburg (1927) ". CENTRAL Mühlhausen (1927) 8. KAMMERLICHTSPIELE Sonneberg (1928) ". LINDEN-LICHTSPIELE Ilmenau (1928) 10. CAPITOL Eisenach (1930) Grüße RR1 Punkt
