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magentacine

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  1. Für Besucher mit schwachen Nerven richte man die "Coward's Corner" (Feiglingsecke) im Foyer wieder ein, in der sie sitzen müssen, bevor sie ihr Geld zurückerhalten. Natürlich wieder ein Gimmick von William Castle. Hier im Trailer Beispiele für seine Marketing- und Schaumannsarbeit. Sehr empfehlen möchte ich den witzigen und nostalgischen Film MATINEE von Joe Dante, in dem John Goodman einen Showman nach Castles Vorbild spielt.
  2. Die letzten 70-mm-Neukopierungen, die ich sah, hatten korrekt mit einem Cue Marker eingravierte Kreise. Möglicherweise hat der Kunde beim Kopierwerk "ohne Überblendzeichen" bestellt, dann werden auch keine angebracht. Übrigens auch die 35-mm-Kopien des betreffenden Labors.
  3. @DC Erraten, hier das deutsche Plakat! Empfindliche Horror-Kinobesucher sollten sich nur William-Castle-Klassiker wie MACABRE (1958) anschauen. Da ist entweder eine Krankenschwester in jeder Vorstellung präsent oder man ist gleich auf eine Million $ gegen "Tod durch Schreck" im Kinositz versichert. Oder es gibt eine "Angstpause" (fear break, HOMICIDAL, USA 1961).
  4. Ich kenne den Film nicht, aber 50% werden Marketing sein. Schon bei DER EXORZIST (1973) berichtete die Presse, wie sehr der Film das Publikum mitnehme. Oder man denke an CANNIBAL GIRL ("Der Film mit der Warnglocke"), der empfindlichen Zuschauern über eine Glocke signalisierte, daß sie jetzt die Augen zumachen könnten/sollten. Ähnlich der Trick, dem Publikum zu suggerieren, daß hinter dem Horror Realität stecke: Von SNUFF (1976) wurde behauptet, er zeige echte Mordszenen, was nicht der Fall war. Alles völlig legitim und gehört zum Schaugeschäft, es muß aber immer wieder eine neue Generation darauf hereinfallen. Ich verehre den Erfinder des folgenden Plakattextes zu einem "in USA heiß diskutierten Superschocker" und glaube fest daran, daß Alois Brummer ihn persönlich gedichtet hat: "Wie Kettenexplosionen durchrasen Angst, Haß, Wollust und Gewalt diesen höllischen* Superschocker, der die nackte Fratze menschlicher Perversionen schonungslos bloßstellt!" Wer rät den Film? * Plakatkenner wissen es: Auf dem A1 steht "höllichen"... 🙂
  5. @Cremers Claus: Vielen Dank für Deinen Sichtungseindruck! - Ich werde, sobald ich es wiederfinde, mal ein gescanntes Bild aus der TC-Fassung einstellen.
  6. Wo soll die zu sehen (gewesen) sein? Jede 35-mm-Kopie von LUDWIG II., die ich kenne, war Technicolor-Farbdruck (von regulärer Verleih- bis Sendekopie). In schlimmer Qualität noch dazu, weil als Vorlage wohl ein Duplikat mit fertiger Lichtbestimmung angeliefert wurde. Das Bild entsprechend suppig, grobkörnig, stichig, von geringer Schärfe, die Kamerakunst Slocombes nur zu erahnen. Ein sehr eindruckvoller Film, dennoch.
  7. Political Correctness und Humorlosigkeit verhindern heute zuverlässig jeden gelungenen Film dieser Art. Barbarella 2022 wäre nur eine "Harley Quinn" im Weltraum. Woke und empowered, natürlich. 🙄
  8. Wo bleibt die fachlich fundierte Antwort? Wie üblich folgt der Herummaulerei: Nichts.
  9. Hier kann man es nach Jahren sortiert nachschlagen: https://www.in70mm.com/presents/1963_blow_up/index.htm Ein Eintrag dort bedeutet nicht, daß der betreffende Film auch in Deutschland auf 70mm gelaufen sein muß.
  10. zu Frage 1: So, wie ein perfekt ausgestatteter und szenisch effektvoll ausgeleuchteter Film Anfang der 1960er Jahre aussehen konnte, wenn er vom korrekt belichteten Kameranegativ direkt kopiert wurde. zu Frage 2: Da das hier keine Quizshow, sondern ein Forum ist, bin ich gespannt auf Deine fachliche Ausführung hierzu.
  11. /Eíngabe/ Substantiv, feminin [die] 1. an eine Behörde gerichtete schriftliche Bitte, Beschwerde o. Ä.; Petition, Gesuch "eine Eingabe aufsetzen, an das Landratsamt richten" 2. [ohne Plural] das Eingeben (1) "nach der Eingabe des Beruhigungsmittels schlief die Kranke ein" (Quelle: Oxford Languages/Google) Daß Du Dich für eine Behörde oder amtliche Stelle zur Breitfilmkopierüberwachung hältst, überrascht mich nicht wirklich. Es handelte sich aber weder um eine Frage, Bitte oder Aufforderung, sondern nur um eine schlichte Feststellung. Nämlich die, daß beide gezeigten Farbvarianten nicht der ursprünglichen Farbgebung des Films entsprechen. Bitte erneut um Erläuterung, auch wenn es wie meistens keinen Zusammenhang zum Thema zu haben scheint.
  12. So kann man es natürlich auch nennen. Wenn mir das bezahlt wird, kann ich "L.o.A." auch mit Handpuppen nachspielen oder aus Salzteig modellieren. Die Aussage- und Beweiskraft wäre vergleichbar.
  13. Sachlich richtig: "waren". Die Frage ist aber nicht, was einmal eine Referenz war, sondern was heute eine sein kann. @cinerama schlägt im vorletzten Posting vor, seine eigene Erinnerung zu einer digitalen Nachbildung zu nutzen und diese dann als Referenz anzusehen. Das scheint mir, bei allem Respekt, ein Zirkelschluß zu sein, dessen Beweiskraft rein anekdotisch wäre.
  14. Ich bedauere aufrichtig, daß meine Antwort Deine hohen Ansprüche nicht zu befriedigen vermochte. Natürlich wieder mal alles falsch gemacht, typisch. Bitte um Erläuterung, was damit gemeint ist.
  15. Nur noch im Gedächtnis von Zeitzeugen®, leider nicht rückholbar oder quantifizierbar. Eine Annäherung ist nur aus Kenntnis der sonstigen Arbeit der künstlerisch Beteiligten (z.B. Kameramann Young), der Lichtsetzung und der farbästhetischen Vorstellungen der Entstehungszeit möglich. Historische Filmkopien - in ihren vielfältigen technischen Varianten (und damit Verfälschungen) - helfen möglicherweise dabei, genau wie (selbstkritisch zu hinterfragende) eigene Seherfahrungen.
  16. Beides hat leider nichts mit der originalen Farbgebung des Films zu tun. 🙂
  17. Anekdote dazu: Eine Bekannte hat sehr auffallende, lange und geschwungene Augenwimpern. Sehen aus wie künstlich, sind aber echt. Als ihr Sohn mit fünf oder sechs Jahren zum erstenmal den Disneyfilm BERNARD UND BIANCA sah, fing er an zu weinen und beruhigte sich erst nach Stunden. Was war geschehen? Nun, die schurkische "Madame Medus" zog sich die (künstlichen) Wimpern aus dem Gesicht. Für das Kind war es absolut verstörend, daß Erwachsene sich Teile ihres Gesichts ausreißen, er kannte nur die echten Wimpern seiner Mutter. Man kann also nie genau wissen, was einem Kind Angst machen könnte.
  18. Die wenigen Berichte, die ich fand, zitierten alle RTL und waren aus ähnlichen Satzbrocken zusammengekleistert. Vermutlich hat irgendein*e Hysteriker*in auf Social Media herumgepunkt, und alle schmierigen Klickerzeugungssites übernehmen es. Daß "Stern" und Journalismus einmal etwas miteinander zu tun hatten, glaubt einem heute auch keiner mehr! 🙂
  19. Ich tippe auf Sommerloch. - Die Pressemeldungen haben bereits Verwirrte aktiviert (obwohl wir den Film gar nicht spielen): Hatte eben einen älteren Herrn am Telefon, der mir von Gottlosigkeit, Weltuntergang, Bill Gates, Gehirnwäsche, zukünftigen Tribunalen erzählte, und daß solche Filme zentral gesteuert würden. Auf meine Frage, woher er denn von dem Fall wisse, sagte er stolz: "Aus dem Internet!". Viel Einsamkeit, viel Zorn und Verbitterung, viel Überforderung durch den gnadenlosen Endlosstreß der Aufregermedien, die jeden Tag etwas Neues hochkochen. Detlev Buck und die FSK haben sich zu den Vorwürfen geäußert. Qualitätsmedium I Qualitätsmedium II
  20. Das John-Burder-Buch kann man auch hier ansehen (kostenlose Registrierung nötig): https://archive.org/details/16mmfilmcutting00burd/page/n1/mode/2up Ein besseres Buch ist meiner Meinung nach THE FILM EDITING HANDBOOK. Auch empfehlen kann ich YOUR FILM AND THE LAB von Bernhard L. Happé (früherer technischer Leiter bei Technicolor). Sehr gut ist auch FILMTECHNIK IN DER POSTPRODUKTION (deutsch bei 2001 Verlag)
  21. Vielleicht ist das hier von Interesse, kommen auch Handgriffe vor.
  22. Technicolor-Kopien sind in der Regel auf Triacetat-Basis. Deshalb für das Essig-Syndrom genauso anfällig wie Schwarzweiß- oder Mehrschichtenfarbfilme. (Eine alte Kopie auf Nitrozellulose wirst du hoffentlich nicht haben, die hätte am Filmrand den Warnhinweis NITRATE.) Das Verkleben ist ein Teil des Zerfallsprozesses, wenn es nicht durch Verschmutzung, Wasserschaden oder andere Oberflächenveränderungen entsteht. Oft wird es begleitet von ungleichmäßiger Schrumpfung oder Verwölbung des Filmbandes um die Längsachse. Es gibt verschiedene Ansätze, solche Kopien länger spielbar zu erhalten. Stoppen oder rückgängig machen läßt sich der Zersetzungsprozeß nach derzeitigem Wissensstand nicht. Ich würde empfehlen, das Material erst einmal einige Wochen auszulüften, auch aus Aktkartons oder verrosteten Dosen zu entfernen. Falls möglich, vorsichtig ab- und umrollen, sofern das ohne Beschädigung der Bildschicht geht. Einige Sammler schwören auf Mittel, um verklebte Lagen zu lösen, neben FilmGuard und FilmRenew werden dabei auch Kriechöle und Ähnliches eingesetzt. Läßt sich der Film nicht abwickeln, ist auch keine professionelle Wasch- und Reinigungsbearbeitung möglich. Wenn es nicht eine superseltene Fassung eines besonderen Titels ist, wird sich der Aufwand vermutlich nicht lohnen. Um welchen Film handelt es sich denn, wenn Du es sagen kannst?
  23. magentacine

    R.I.P.

    Habe gerade mit einem Lächeln in die Filmgespräche mit Klaus Lemke von 2016 geschaut. Ein reines Vergnügen, ihm zuzuhören. Klaus Lemke: BERLIN FÜR HELDEN Klaus Lemke über HENKER TOM (1966) und AMORE (1978) Klaus Lemke: UNTERWÄSCHELÜGEN
  24. Könnte es SCHÖN WAR DIE ZEIT (von 1987) sein? Trailer https://www.filmportal.de/film/schoen-war-die-zeit_1fb3c9307a8649a784e66e2691980a90
  25. Das liegt wohl am Mischen.
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