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Natürlich ist es schön, wenn wir Kinos geschützt sind durch eine langes Fenster...

 

Ich als kleines Kino denke aber. gut... 4 Wochen reichen im Kino, alles was älter ist, will ich im Mainstream eigentlich eh nicht mehr spielen. Filme, die mehr Anspruch haben werden auch im Kino weiter laufen, wenns schon die DVD gibt, schätz ich (Oder on demand o.ä.)

 

Lassen wir also sämtliche Regeln fallen, wann ein Kino welchen Film wie lange auf welcher Leinwand und ob allein o.ä., (mit anderen Worten ich kann Avatar 2 nur einmal am Montagabend spielen in der Startwoche) Es gibt keinerlei Gängelung mehr wie "Es gibt nicht genug Festplatten" oder "wir müssen den Kopienschnitt hochhalten". etc.

Statt dessen bewerben die Verleihe ihre filme auch bei uns kleinen und versuchen ihn zu verkaufen! (nicht anzuordnen).

 

Dann, wenn dem so wird, bin ich auch bereit mal darüber nachzudenken, ob ich nach drei Wochen die Konkurrenz durch on demand dulden kann - Mich auch dem Wettbewerb stellen.

 

WIE eben dann der Verleih, der bislang ja den "Wettbewerb" über uns kleinen Kinos ausübt...

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Natürlich ist es schön, wenn wir Kinos geschützt sind durch eine langes Fenster...

 

Ich als kleines Kino denke aber. gut... 4 Wochen reichen im Kino, alles was älter ist, will ich im Mainstream eigentlich eh nicht mehr spielen. Filme, die mehr Anspruch haben werden auch im Kino weiter laufen, wenns schon die DVD gibt, schätz ich (Oder on demand o.ä.)

Aha Du kriegst also alles was Du willst zum Start und meinst Nachspieler haben keine Existenzberechtigung, beim Mainstream. Und die Grenze zwischen Mainstream und "Anspruchsvoller zieht bitte wer?

 

Dann, wenn dem so wird, bin ich auch bereit mal darüber nachzudenken, ob ich nach drei Wochen die Konkurrenz durch on demand dulden kann - Mich auch dem Wettbewerb stellen.

 

WIE eben dann der Verleih, der bislang ja den "Wettbewerb" über uns kleinen Kinos ausübt...

 

Typisch Freie Markt Radikale erst mal alle Regeln aufheben und dann feststellen wer die Marktmacht immer schon hatte und auch weiter haben wird. Seit wann änder sich die Macht, wenn man Regeln aufhebt ? Was für ein abstruser Gedanke...

Denk da mal lieber noch mal drüber nach.

Grüsse von einem ohne Existenzberechtigung.

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Dass das irgendwann so kommen wird, und das Auswertungsfenster fällt, halte ich auch für so gut wie sicher.

 

Dass es immer wieder Bestrebungen der Wirtschaft gibt, unabhängig von der Branche, Innovationen bzw. Kosteneinsparpotentiale zur Gewinnmaximierung auszuschöpfen, sagt einem schon die Betriebswirtschaftslehre.

 

Geradezu lächerlich finde ich jedoch das Argument des Universal-Chefs... Zitat: "Für manche Filmliebhaber sei der Weg in die Kinos einfach zu weit oder aufwändig, etwa für Eltern mit Kindern."

Bitte was? In den USA, wo jeder verfettete Bürger 3 Meter mit dem Auto zur Bank, ja sogar zu Drive-In-Bankautomaten fährt? Wie sieht es denn mit Zoobesuchen der Eltern mit Kindern aus? Sollen jetzt die Zootiere nach Hause geliefert werden, damit den bequemen Herrschaften jedes Tier persönlich vorgestellt wird, oder wie?!

 

Dass wir kleinen und größeren Kinobetreiber uns auf die Eventualitäten des kürzeren Zeitfensters vorbereiten müssen, wenn denn überhaupt möglich, ist klar.

 

Ich stelle die Hypothese, dass, sollte es irgendwann zu dem oben genannten Szenario kommen, wir kleinen Theater als ersten die Auswirkungen zu spüren bekommen. Ich vermute, dass die Verleiher irgendwann lediglich die Großkinos als Werbefläche für ihre parallel gestarteten Onlineangebote nutzen werden und wir kleinen gar nicht mehr beliefert werden, also dann obsolet sind. Leider würden wir dem so gut wie machtlos gegenüberstehen.

 

Ich hoffe natürlich, dass meine Bemerkung nie Wirklichkeit werden wird.

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Was soll diese Diskussion, seid ihr noch zu retten ? Es gibt kein VoD gleichzeitig mit dem Kino, jedes noch so kleine Nachgeben in dieser Frage ist existenziell für Kinobesitzer. Da werden Millionen in Kinotechnik investiert und jeder faule Sack (mir ist das Kino zu weit weg, jammer, jammer...), der vielleicht 1000 € in sein Heimkino investiert hat, darf Blockbuster gleichzeitig zuhause angucken.

 

Macht doch die Kino´s gleich dem Erdboden gleich, das spart viel Geld und Herzblut. Mann, wann werden diese Libertärten A....löcher endlich weggesperrt ?

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Als das Radio erfunden wurde...das Kino wird sterben!

Als das Fernsehen erfunden wurde...das Kino wird sterben!

Als die Videocassette erfunden wurde...das Kino wird sterben!

Und was ist heute? Sicher, die Hammerzeiten der 50er-Jahre wird es nie mehr geben.

Aber auch wenn das Zeitfenster kleiner wird, glaube ich an die Zukunft des Kinos.

Vielleicht auch mit anderen Angeboten, wie z. B . Opernübertragungen, etwas, dass das Kino exclusiv hat.

Und wo sollen die Jugendlichen in Ruhe knutschen können?

Faule Säcke gibt es überall, aber wenn das Event und das Umfeld stimmt, kommen die Menschen auch ins Kino.

Think positive... :bounce:

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Einspruch, Bali-Kino !

 

Radio, Fernsehen, VHS & DVD - alles Produkte, die (Hammer)filme mit 6 Monaten und mehr Verspätung anboten. VoD ist GLEICHZEITIG, also nix mit kleinen Zeitfenstern und "Jugendlichen, die im Kino knutschen wollen". Das Kino wird bis auf ein paar kümmerliche Grossstadt-Reste weggebombt, da hat pesineki recht !

 

Was da abläuft, ist eine Kriegserklärung an die 7. Kunst ! Da wird Kultur vernichtet, das Gedächtnis ganzer Generationen wird wegrationalisiert ! Also komm mir nicht mit der Verständnislitanei und dem Spruch "so schlimm wird´s wohl nicht werden".

 

Opernübertragungen ? Glaubst Du wirklich, dass ich als Kleinkino neben einem Megapalast auch nur eine Sekunde "Aida" übertragen darf ? Fussball ? Formel 1 ? Funktioniert nicht, wissen wir alle. Was alles möglich war auf Heute übertragen : Filmnächte mit alten und neuem Superman ? Zombie-Festival mit World War Z ? Star Trek Events ? Original-Remake ? Doppel-Programme ? Gestrichen, Verboten, Verschwunden !

 

Kino als kreativer Hort ist Geschichte. Der angesagte Kultbunker im Aussen-Quartier ist weg. Filmklubs ausserhalb der Cinematheken sind Raritäten. Alles ist auf Meanstream gebürstet, kein Platz mehr für Originale und Enthusiasten. Wegrationalisert, in den Undergrund verbannt, arbeitslos, nicht mehr gefragt.

 

Das Kino wird am dürren Ast ausgehungert, weil irgendwo irgendein Erbsenzähler das so entschieden hat. Da kannst Du als Kinobetreiber noch so effizient sein, wenn Du Anders sein willst als vorgegeben, bist Du tot. Das Kino in der Kreisstadt interessiert den Ami nicht, also weg mit dem Gerümpel !

 

Ich hab Jahrgang 54, Du 70. Frage : wer von uns beiden muss sich mehr Sorgen machen um seine Zukunft ?

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Danke Rabust für die Blumen, dass du mich so jung machst... ;-)

Zu diesem Thema passt doch genau der Thread "Deutschlands kleinster Kinoort".

Natürlich weiss ich, dass es die Ein-Saal-Häuser schwer haben und Oper in Kleinstädten nicht gerade der Brüller sein wird.

Keiner weiss, was morgen ist - aber man kann den nächsten Tag positiv angehen.

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Es gibt keinerlei Gängelung mehr wie "Es gibt nicht genug Festplatten" oder "wir müssen den Kopienschnitt hochhalten". etc.

Statt dessen bewerben die Verleihe ihre filme auch bei uns kleinen und versuchen ihn zu verkaufen! (nicht anzuordnen).

 

Die Simultanauswertung wird aber von anderen Playern betrieben - und die werden schlicht eine zweite Front aufmachen, denn dann kosten die Kinos die ja Umsätze. Also wirds das gleiche Hauen und Stechen geben wie jetzt schon nur im Kinosegment.

 

Ich habe keine Ahnung, ob und auf welchem Preisniveau sich das durchsetzt. Ich glaube gegenwärtig eher, dass die zunehmende Verbreitung von Premium-Serien im Fernsehen eine 'weitere' Gefahr fürs Kino ist. Die binden durch ihren Seriencharakter nämlich dauerhaft Publikum, denn man will irgendwann nicht mehr einem Kinofilm zuliebe eine Folge verpassen.

 

Da diese Parallelauswertungen ja nur mit einem 'Premium-Preismodell' stattfinden können, bin ich zumindest für Deutschland oder Zentraleuropa da nicht sonderlich beunruhigt. PayTV & Co hat hier ja einen notorisch schlechten Stand wegen der hohen Qualität, oder sagen wir lieber, der freien Verfügbarkeit, der zahlreichen freien Programme.

 

Ich möchte auch wetten, dass die Parallelauswertung eine weitere realistische Möglichkeit für Klaukopien bieten wird, allen DRM Mechanismen zum Trotz. Das könnte die Sache schneller wieder beenden als die Verantwortlichen glauben. Schließlich ist HDMI gegenwärtig die einzige Consumer-Schnittstelle zwischen Abspieler und Display, und HDCP ist definitiv und für alle Zeiten geknackt.

 

- Carsten

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@ zehkuh:

ich bekomme NICHT alles zum Start was ich möchte. zudem bekämst du dann auch alles was du willst.

 

die modelle sehen ja schon eine gewisse zeitspanne für die erstauswertung kino. das sind ja in südkorea auch drei bis vier wochen, bevor es auf video on demand rauskommt.

"wer die marktmacht hat" weiß ich nich so genau, vor allem, wenn diese regeln abgeschafft werden. es hat erstmal dann das kino die macht, zu spielen, was es wann möchte und kein verleiher sagt dann mehr: "ne geht nich, keine festplatte übrig". oder "der film muß sich erstmal rumsprechen" oder "der film kommt zu klein raus" oder "wir wollen den kopienschnitt hoch halten" etc. etc. etc.

 

eben ein unbeschränkter zugang, so wie video on demand dann sein wird und der dvd-verkauf...

 

für das kino könnte man sich auch premium-serien einfallen lassen!? wieso eigentlich nicht!??? warum soll das nur im fernsehen funktionieren^^

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Filme laufen jetzt zeitgleich im Kino und zu Hause

 

Nur wo ist das Filmerlebnis denn grösser stellt sich hier die Frage?

 

Diesen wirtschaftlichen Blödsinn einfach ignorieren und keineswegs ernst nehmen.

Samsung bringt jetzt einen 4K Fernseher für 35.000 Euro auf den Heimkinomarkt.

Nur ein Blödmann würde diese Summe dafür auf die Ladentheke legen.

Für dieses Geld bekommt man schon einen vernünftigen Mitttelklasse Mercedes.

Es gibt ja schon genug Banausen welche sich Kinofilme nicht im Fernsehen sondern am Computer ansehen.

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Diesen wirtschaftlichen Blödsinn einfach ignorieren und keineswegs ernst nehmen.

Davor möchte ich dringend warnen, dieses Engagement seitens der Filmindustrie nicht ernstzunehmen.

 

Der Filmindustrie geht es Profit. Nicht mehr und nicht weniger. Da werden dann auch mal neue Wege gegangen, um diesen Profit zu steigern.

Die Musikindustrie ist ein schönes Beispiel dafür, dass diese neuen Pfade mächtig nach hinten losgehen können.

Die Fußballindustrie ist ein schönes Beispiel dafür, dass gleichzeitige Liveübertragungen ALLER Spiele sich sogar positiv auswirken können. Noch nie waren die Stadien voller, seit alle Spiele live im TV übertragen werden - aller Bedenken der Vereine zu trotz.

... und das Kino? - Jeder Kinobetreiber will mehr Zuschauer, mehr Geld verdienen. Vielleicht würde eine komplette Aushebelung des Vereihfensters tatsächlich die Zuschauerzahlen im Kino ansteigen lassen - vielleicht tritt aber auch das genaue Gegenteil ein. Das weiß niemand mit Gewissheit.

Sicher ist nur, dass es kein zurück mehr geben wird, wenn der Weg "weg von der Kinoauswertung" einmal beschritten wird.

Und das Risiko, alle Filme sofort im TV und auf DVD, ist der Filmindustrie (nach dem Fiasko der Musikindustrie) viel zu groß (IMO).

 

Nur wo ist das Filmerlebnis denn grösser stellt sich hier die Frage?

Darum geht es vielen doch gar nicht mehr. Viele Jugendliche schauen Filme auf dem Smartphone, während sie im Park auf der Bank sitzen.

Es werden Filmabende zu Hause auf der Couch veranstaltet, während der Film auf dem Notebook oder dem Tablet läuft. Das kleine Bild tut dem geselligen Filmvergnügen keinerlei abbruch.

4K-TVs gibt es bereits für unter 5000 Euro! Die Preise werden weiter fallen. Ob die Leute das zu Hause überhaupt benötigen, ist eine ganz andere Sache.

Familien mit Kindern überlegen sich ohnehin schon, ob sie 3D-Filme zu Hause schauen, weil das erheblich preiswerter ist als im Kino, oder sich im Kino für die 2D-Version entscheiden.

Das sind alles Dinge, die nicht von der Hand zu weisen sind.

Wie ich schon sagte, es wäre fatal, diese Entwicklung nicht ernstzunehmen oder gar zu ignorieren.

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Ich bleib dabei : ein Kino kostet voll ausgerüstet sagen wir 500´000 €, ein Heimkino sagen wir 5´000 €. Wer redet da noch von gleich langen Spiessen, wenn alle Plattformen gleichzeitig beliefert werden ? Das Kino ist dann tot, toter, am totesten.

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Sicherlich würden sich dann auch die Bezugsbedingungen, sprich die Verleihsätze ändern! Auf einer planbaren Basis, wäre es für uns Kinobetreiber sicherlich kein Nachteil!

 

Letztendlich werden wir doch eh nicht gefragt! Lassen wir uns überraschen.... Der gute Kaufmann beobachtet den Markt.

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Ich provoziere mal bewusst:

 

Ich könnte mir gut vorstellen, das vor allem kleinere Filme von einer TV-Auswertung zum Kinostart profitieren könnten. Filme, die ohnehin nur einem ganz kleinen Kreis zugänglich sind, weil nur wenige Kinos diese Filme spielen. Wenn nun einer dieser kleinen Filme im TV richtig gut ankommt und eine gute Presse erhält, ist es für mich nicht so unabwegig, dass alle Leute, die diesen Film in der Glotze verpasst haben, ihn sich noch mal im Kino anschauen werden.

Das dürfte preiswerter sein als der Kauf einer DVD.

Davon profitiert dann auch der Kinobetreiber.

Im übrigen gibt es für das Kino ganz neue Einnahmequellen.

Filme, die gespielt werden, können an der Kasse auch gleich gekauft werden.

Ganz ehrlich, ich würde sehr viele Filme sofort kaufen, sobald ich aus dem Kino komme.

 

Wie sehr ihr das?

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Also seit dem ich dieses Forum kenne gibt es Disskusionen darüber dass der Untergang der Kinos durch die neue Zeit bevorsteht. Und ich behaupte mal, das ist so, seit es das Kino oder vielleicht erst seit dem es den Tonfilm gibt. Und in den Kinos ist immer noch richtig was los. Manchmal hab ich das Gefühl das sogar noch mehr Leute ins Kino gehen.

Zum einen kann sich nicht jeder eben mal 5.000 Euro und mehr für eine Heimkinoanlage leisten. Und zum zweiten ist es doch so das Heimkino in der Wohnung relativ kleine Leinwände hat. In dem Kino das ich bevorzuge ist die Leinwand 17 x 7m.

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1 - Also seit dem ich dieses Forum kenne gibt es Disskusionen darüber dass der Untergang der Kinos durch die neue Zeit bevorsteht.

2 - In dem Kino das ich bevorzuge ist die Leinwand 17 x 7m.

 

1 - Das hat man doch damals durch die Einführung der scheiss VHS Kassette auch gesagt das Kino ist tot.

2 - Bestimmt die Schauburg in Karlsruhe.

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Filme, die gespielt werden, können an der Kasse auch gleich gekauft werden.

Ganz ehrlich, ich würde sehr viele Filme sofort kaufen, sobald ich aus dem Kino komme.

 

Wie sehr ihr das?

 

Schon jetzt fallen eigentliches und faktisches Hauptgeschäft bei Kinos auseinander. Anstatt Filmvorführungen mit angeschlossenem Fressalienverkauf ists nun Fressalienverkauf mit Filmvorführungen nebenher. Alleine wie man das finden mag, birgt schon Diskussionspotential genug. Soll man nun auch noch in den Ton- und Bildträgereinzelhandel einsteigen?? Allerdings fällt bei mir die Entscheidung zum DVD-Kauf in den allermeisten Fällen schon direkt nach, oder noch während der Kinovorstellung. Allerdings warte ich gerne lange Zeit, bis die DVD bei Blöd & Co. für 5 Euro im Wühltisch liegt, anstatt mir eine Woche nach Verkaufsstart dafür 15 Euro abknöpfen zu lassen...

 

Höchstwahrscheinlich werden Kinos die Besucherzahlen einbrechen, wenn die Filme direkt im Free-TV (!!!) laufen. Aber das ist doch der springende Punkt: Warum sollte dies so sein? DVD-Start (und Ausstrahlung im Pay-TV) mit Bundesstart klingt da schon eher besser, nachdem sich die Kuh da besser melken läßt. Wenn jeder Hanswurst den Hollywoodblockbuster zuhause mit Festplattenrekorder etc. aufzeichnen kann, braucht er die DVD nichtmehr. Werbepausen kann man auch rausschneiden.

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Die Argumente sind so alt wie der Vergleich zwischen Kasten Bier in den Keller stellen und in der Kneipe um die Ecke einen trinken gehen.

 

Wenn das Kino einen Mehrwert bietet, funktionierts, wenn nicht, dann nicht, egal wann oder wo das Zeugs in der Erst- oder Zweitauswertung läuft.

 

Die Teenies wollen sich ihre Idole doch nicht mit ihren Kumpels zuhause mit Pappi und Mutti auf dem Sofa anschauen, und in ihrer Zockerbude sitzen die eh schon den ganzen Tag.

 

 

- Carsten

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Gerade die Teenie-Gruppe der 8 bis 22-Jährigen soll erstmals in der Geschichte mehrheitlich auf andere "Leitmedien" umgestiegen sein. Noch vor 20 Jahren war sie Hauptklientel des Multiplexbooms, der heute von den über 30-jährigen lebt und hernach Service und Konsumangebote umstellte.

@rabust hat nicht unrecht, wo er die Dekonstruktion des Theaterabspiels als irreparablen Kulturverlust brandmarkt

Es gibt wenig Grund anzunehmen "alles halb so schlimm", wie es im Artikel etwas anklingt und optimistisch auf temporäre Hemmnissen für das Vordrängen von OnDemand-Diensten und day-and-date-Starts zu bauen.

Dem "Affen Zucker" zu geben, in dem man Auswertungsfenster verkürzt und gonnerhaft dem Filmtheater einen Teil der Leihmiete erläßt, würde eine Abwärtsspirale ingang setzen.

 

Fernsehen ab 1951 und VHS ab Mitte der 70er Jahren führten doch durchaus zu einem Kinosterben und die heutige Zahl der Leinwände ist seither gesunken. Also ist "das" Kino schon immer gestorben und neue Hybridformen des Filmkonsums wurde von verbliebenen Kinounternehmen "integriert". Mit Verkürzung der Auswertungszeiträume, mit Overscreening so wie miz der Blockbusterverstopfung stürzten sich Kinos auf alternative content: und dieser wird antiproportional zum vermeintlich "puren" Kinofilm noch anwachsen - was die Entwertung der Kinoauswertung von Spielfilmen aufzeigt, die bereits vor 10 Jahren offenbar wurde, als erstmal der Home Cinema-Sektor an Umsatz den Kinoumsatz überflügelte.

Vielleicht würde Kino auch durch den alternative content und digitale Vernetzungen oder Sonderveranstaltungen zum Ort sozialer Reintegration werden: durch Einbindung verschiedener Kulturgattungen, was gar nicht schlecht sein muss.

Kaum aufzuhalten sein dürfte aber die Entwertung des klassischen, narrativen Spielfilms, der 120 Jahre das Hauptsegment des Geschäfts ausmachte. Dabei droht der Kinobetrieb auch seiner Magie und seiner Alleinstellungsmerkmale verlustig zu gehen und der euphorisch entdeckte alternative content unterstreicht dann nur die Entwertung des Theaters durch Angebote, die im Grunde schneller und günstiger per Smartphone, Ondemand, I-Phone, PC oder per Silberscheiben greifbar sind.

 

Was bedeute überhaupt "alternative content" dem Ausdruck nach? Der Begriff sagt aus, dass das Kerngeschäft der Filmtheater nicht mehr funktioniert.

 

Allein protektionistische Maßnahmen, aber auch die Verlängerung der Auswertungsfenster würden wohl ein Wegbrechen der ortsfesten Filmtheater verhindern. Alle anderem derzeit absehbaren oder bereits getätigten Maßnahmen (etwa die Wechsel der Bildwerfer in den Kinos auf HD/DCI-Beamer, Luxusessel, Sozialbedürfnis nach dem Ausgehen, Opern- und Sportbertragungen, Large Formats oder Surroundverfahren, aber auch Kunstkinoambitionen) können nicht als hinreichend für einen Ausgleich betrachtet werden, sobald erst einmal die Schutzfristen für die Kinoerstaufführungen ausgehebelt sind.

 

Sowohl die Verbände der Kunstkinos wie auch der Kommerzkinos sind Sturm gegen diese Bestrebungen gelaufen. Beide haben recht und sollten ihre Klientels zum politischen Widerstand aufrufen.

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Fällt der zeitliche Versatz weg, ist Kino in wenigen Jahren mehrheitlich tot.

Gerade die jungen Leute wollen einfach nur den Film sehen...

möglichst schnell und günstig. Ich denke mal, dann gibt es nur noch

in großen Städten einige Plexe und ein wenig Arthouse. Wir haben

nun mal einen schnellen Medienwandel und der Weggeh-/Qualitätsfaktor

zieht nicht bei Vielen.

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Wer nimmt ernsthaft an, dass die angesprochenen Jugendlichen dann zu Hause beiben?

Bei Mami und Papi?

Anstatt wegzugehen, mit der Clique und der Freundin?

 

Denen gehts nicht um DEN FILM, sondern ums Ausgehen!

Und da ist Kino ein Teil des Abends.

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