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Welcher Projektor


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Vielleicht liege ich ja nach über 30 Jahren auch falsch. Aber wenn ich in "Fahrtrichtung" zwischen den beiden Maschinen gestanden habe, war diese auf meiner rechten Seite. Und, warum soll eine Linksmaschine selten sein?  Ich kenn´ das immer nur als Päärchen.

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Woran erkennt man die Unterschiede zur Ernemann VIIB?

Mir fiel nur auf: fehlender angeflanschter Motor, Bildstrichverstellknopf nicht erkennbar, Ausläufer des oberen Trommelfusses unterschiedlich, separates Lichttongerät (der Typ ist nicht erkennbar), rechtwinklig gedrehtes Oval des Lampenhaustubusses. Weiteres? (Kann das Bild nicht klar erkennen.) 

Ernemann IV gab es in dieser Ausführung in mehreren Exemplaren auch in der früheren Hauptstadt der DDR, Ostberlin. War das der Vorgänger, bevor in Dresden mit dem Pentacon-Nachbau des Projektorkopfes Ernemann VIIB begonnen wurde?

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vor 50 Minuten schrieb tornadofilm:

Vielleicht liege ich ja nach über 30 Jahren auch falsch. Aber wenn ich in "Fahrtrichtung" zwischen den beiden Maschinen gestanden habe, war diese auf meiner rechten Seite. Und, warum soll eine Linksmaschine selten sein?  Ich kenn´ das immer nur als Päärchen.

Beim Umbau auf Telleranlage in den 70ern wurde die Linksmaschine häufig entfernt um Platz für den Teller zu schaffen. Zumal seit der Bauer B-Serie ohnehin Schluss mit Linksmaschinen war. Bei Ernemann schon mit der 7b. Hatte Philips überhaupt irgendwann Linksmaschinen im Sortiment?

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vor 37 Minuten schrieb showmanship:

Rechtsmaschine = von rechts zu bedienen

Linksmaschine = von links zu bedienen

Na dann ist es doch ne Rechtsmachine.

Achso, Tellernanlagen gabe es ja hier im Osten so gut wie nicht, sicher sind darum auch immer die Teile als Päärchen erhalten.

Edited by tornadofilm (see edit history)
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Hallo Allerseits, es handelt sich um eine Ernemann IV in Linksausführung (Bedienung von rechts - Projektorwerk liegt links). Es ist eine sehr alte Ausführung ohne Flanschmotor: auf dem Bild kann ich links noch die Riemenscheibe erkennnen: der Projektor hatte unter dem Lampenhaus ursprünglich eine Wippe zur Aufnahme des Motors, der Antrieb erfolgte von dort über Flachriemen, meist ein breiter Fensterrolladengurt. Die Bildstrichverstellung ist wie bei der EVII B unter dem Blendengehäuse der große runde Knopf mit dem Krupp-Ernemann-Logo drauf. Das Tongerät ist eine bei Tonfilmeinführung nachgerüstetes ERNOPHON II. Das Lampenhaus ist das IKOSOL II für Reinkohle bis 25 A bzw. bei Beck-Betrieb bis etwa 50 A. Die sog. Linksmaschinen gab es wegen der Feuerpolizeilichen Bestimmung zu Nitro-Zeiten, das der Vorführer seine Maschine nicht aus den Augen verlieren durfte. Das bedeutete in der Praxis, das bei zwei "normalen" Rechtsmaschinen zwei Vorführer plus eine Umrollerin anwesend sein mussten. Durch die Links-Rechts-Pärchen sparte man einen Vorführer ein und außerdem brauchte man viel weniger Platz bei sehr engen Kabinen. Ich habe übrigens genau so ein Pärchen, nur mit einem noch älteren Lampenhaus, in meinem Heimkino seit dreißig Jahren. Übrigens wurde sowohl die E IV, als auch die E VIIB für größere Theater (Becklicht bis 70 Ampere) bis 1954 in Dresden gebaut. Linksmaschinen wurden m.W. nach 1945 nicht mehr produziert.  Erst nach dem verlorenen Prozess mit Ernemann Kiel ersetzte die D 1 die E IV und die D 2 die E VII B. Später kam dann die D 21 hinzu mit einer leistungsstarken Lampe bis 125 A Becklicht. Gruß der Skipper

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Gut beschrieben. Doch für große Theater war nicht die E IV, sondern die ursprüngliche E V, die neben Pressluftkühlung des Films noch Wasserkühlung der Bildbahn hatte, wie die E VIIb.

 

Noch ein wenig über die E Projektoren aus Dresden:

Die E VIIb ist vom Ansatz her eine E V mit eingebautem Ernophon II-S Schwungbahntongerät, als "Bildtonmaschine".

Der Antrieb der Werke erfolgte bei den ursprünglichen Versionen bei Wechselstrom 50 Hertz mit einem Flanschmotor anstelle der Seilscheibe an der Werkrückseite, bei Gleichstrombetrieb oder anderen Frequenzenzen als 50 Hz über  Riemenscheibe mit Motorwippe unter der Säule. Gleichstrom war in den 30ern noch sehr weit verbreitet, gerade in kleineren Orten.

Die E IV ohne Tongerät wurde durchgehend parallel zur E VIIb noch bis etwa 1951 in Dresden gebaut, aber nach dem Krieg mit Frontmotor, wie bei der E VIIb, einheitliche Fertigungslinie, (Die E V für große Theater iist mir nicht begegnet, die Nachkriegsgeräte waren dann ohne Wasserkühlung)

Mir sind durchaus Nachkriegs Linksmaschinen in unsrer Sammlung begegnet, bezeichnet mit Zeiss-Ikon, VEB.

Nicht des Stummfilms wegen hatten die E IV / E V kein Tongerät, sondern um vorhandene oder fremde Tongeräte (weiterhin) nutzen zu können, z.B. ein Klangfilm Europa oder Bauer Roxy einer Vorkriegsinstallation.

Eine nochmal verbilligte Version des Kopfes wurde als Ernon IV in den Markt gebracht, und bis zum Krieg produziert.

 

-St

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Hm.

ALso die Bauer B-Serie gabs schon noch in links. Hatte da einige rumstehen früher.

Die Ernemann4 oder 5 gabs auch (vermutlich in DDR-Nachproduktion) mit Frontflanschmotor. Hab ich selbst schon original gesehen. Ist aber wohl äußerst selten.

BTW: Hat jemand eine Anleitung zur 7b mit den Masszeichnungen hinten drin und den Größenangaben? Ich bräuchte die Gesamthöhe. Meine beiden sind momentan demontiert. Wegen Planung neues Heimkino und so???

Danke!!

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Ja?

Interessant! Woher stammt die Info?

Ich meine... Zeiss Maschinen kenne ich aus sehr frühen Tagen auch in links., Bauer... den Standard 5 gabs schon in links. Ob den M5 auch? Wahrscheinlich... Den Ernemann Imperator? Keine Ahnung.

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  • 5 months later...

Gerade habe ich es wieder in einem Haufen alter Scans gefunden, die in meinem etwas chaotischen Archiv lagern...

Leider kann ich derzeit keine konkrete Quellenangabe machen, liefere die aber gerne nach, sobald ich sie gefunden habe.

Der Artikel dürfte jedenfalls aus einer der bekannten kinotechnischen Zeitschriften sein, eventuell sogar aus dem Hause Bauer.

Datiert habe ich das ganze seinerzeit mit Mai 1959.

linksmaschine-185pkl.jpg

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On 8/27/2017 at 9:07 AM, Filmtechniker said:

Cool wäre herauszufinden, weshalb es keine Zeiss-Ikon-Ernemann VI gab.

 

So schwer w#re die Antwort ja nicht.

Eine IV ist eine vereinfachte V. Eine VI wäre eine vereinfachte VII(b) gewesen, Wegfall von Wasserkühlung usw.

 

Eine IX ist ja die verbilligte X (keine Kühlung, billigerer Lack, vereinfachte Elektrik), die VIII füllt die Spalte zur VII(b), als kleinerer Neukonstruktion.

 

-St.

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Guten Abend Zusammen, 

ich weis es passt nicht wirklich hier rein - aber könntet ihr mir helfen und sagen - was für ein Wert noch darin steckt als grobe Schätzung bzw was es für einer ist? 

Ich danke euch im Voraus! 

 

https://www.ebay-kleinanzeigen.de/s-anzeige/alter-kinoprojektor/708633648-168-9013?utm_source=messages&utm_campaign=socialbuttons&utm_medium=social&utm_content=app_ios

 

Viele Grüße 

Karl 

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vor 5 Stunden schrieb Karl Staufenbiel:

Guten Abend Zusammen, 

ich weis es passt nicht wirklich hier rein - aber könntet ihr mir helfen und sagen - was für ein Wert noch darin steckt als grobe Schätzung bzw was es für einer ist? 

Ich danke euch im Voraus! 

 

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Viele Grüße 

Karl 

Der Preis liegt exakt zwischen dem Schrottwert (ca. 5€) und dem, was du bereit bist, maximal dafür auszugeben. Ein realer Marktwert ist hier nicht mehr vorhanden. Ich musste so ein Lh schon mal zum Schrott fahren, da es hier niemand auch nur geschenkt haben wollte. 

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Mein Vorredner bringt es pointiert zum Ausdruck.  Im übrigen handelt es sich nicht um einen "alten Kinoprojektor"!  Zwar mag dieses Ding alt sein, zum Kinoprojektor fehlt diesem "Ding" so viel wie dem Scheinwerfer zum ganzen Auto.  Bei diesem "Ding" handelt es sich um ein Lampenhaus; worin eine ziemlich helle Lempe für die Lichtspiele im Lichtspielhaus sorgt...

 

Mir mißfällt ein wenig, daß im Forum immer öfter angefragt wird in Gestalt von "Habe bei Opa gefunden" o. ä., und es ist offenbar, daß diese Personen eine "Bares-für-Rares"-Motivation (Pfui!) antreibt.  Ein Posting mit einer Frage - Paßwort, wenn nicht schon das ganze Posting kurz drauf schon vergessen - und dann kommt nix mehr. 

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