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Corona und Kino


Jean
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Zumal man wertvolle Zeit verliert, wenn man einen Geimpften anruft, weil er trotz Kontakt erstmal nicht in Quarantäne müsste. Kontaktdatenerfasssung würde also nur bei Ungeimpften überhaupt noch Sinn machen. Aber die sollten ja laut MPK mit Test den Geimpften gleichgestellt werden.

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Die 3G-Regelungen gelten ja beim Betreten des Hauses, meiner Auffassung nach also auch für das Team. Ich verlange von allen Kolleg:innen den entsprechenden Nachweis. Es sollten vor den Gästen ja auch alle als gutes Beispiel vorangehen.

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Soweit ich weiss gibt es bezüglich Personal nach wie vor keine 3G Pflicht, außer (Tests) in bestimmten Berufen wie Pflege, körpernahe Dienstleistungen, etc. 

Das wäre wohl nur über Arbeitsverträge verpflichtend machbar, was bei Bestandspersonal schwierig ist.

 

Bisher dürfte fürs Kino weiterhin nur gelten, dass der Arbeitgeber zweimal pro Woche Tests anbieten muss, entweder über einen Dienstleister/Testzentrum, oder indem er Testsets zu Verfügung stellt. Das Angebot muss vom Arbeitnehmer aber nicht angenommen werden. Nur Maske ist Pflicht wenn Kundenkontakt, je nach Landesverordnung oder über Regelungen der Berufsverbände (was bei Kino nicht zutrifft).

 

https://www.hwk-muenchen.de/artikel/testangebotspflicht-fuer-arbeitgeber-74,0,10371.html

 

In einfachen Worten, GGG-Pflicht für Besucher ja, für Personal nein.

 

 

Edited by carstenk (see edit history)
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Brief von Herrn Weber vom Cinecitta an Ministerpräsident Marcus Söder

 

 

Mit Wirkung zum 23. August wird auch die bayerische Infektionsschutzmaßnahmenverordnung entsprechend des Beschlusses der MPK vom 10. August angepasst, womit eine weitreichende 3G-Nachweispflicht zumindest in Land- und Stadtkreisen mit einer Inzidenz jenseits der 35 geschaffen wird. Wolfram Weber, Betreiber des Cinecitta in Nürnberg (wo diese Grenze bereits überschritten wurde), sieht sowohl wirtschaftliche als auch logistische Herausforderungen, die er in einem Brief an Ministerpräsident Markus Söder zusammenfasst - und um einen Vorschlag zur Entlastung der Kinos ergänzt.

Der Brief im Wortlaut:

"Sehr geehrter Herr Dr. Söder,

nach Endlos-Lockdown und der schwierigen Phase des Wiederhochfahrens waren wir auf einem guten Weg, die Besucherzahlen sind stetig gestiegen und haben (trotz geringerer Sitzplatzkapazitäten wegen Einhaltung des Mindestabstands) fast schon Vor-Pandemie-Niveau erreicht: seit 27.5. hatten wir 140.000 Besucher im Cinecitta'. Wir hätten im Prinzip nun den Punkt erreicht, an dem keine staatlichen Überbrückungshilfen mehr in Anspruch genommen werden müssen. Die 3G-Regelung droht nun aber, die positive Entwicklung wieder ins Gegenteil zu verkehren.

Unser Eindruck ist, dass Kinos missbraucht werden, um die Impfquote zu erhöhen. Insbesondere für Nicht-Geimpfte wirkt die Regelung als Barriere, umso mehr, wenn Tests selbst finanziert werden müssen. Ob der gewünschte Effekt erreicht wird und sich diese Personen wirklich impfen lassen, ist fraglich, erst einmal werden sie dem Kino fernbleiben. Wir rechnen mit Umsatzeinbußen von ca. 30% - und das obwohl wir bereits Eigeninitiative ergriffen haben, um den Impffortschritt zu beschleunigen: Die Cinemagnum-Kassenhalle wird dem mobilen Impfteam des IZ Bayern zur Verfügung gestellt, auf Raummiete wird verzichtet. Die Aktion wird auf allen unseren Kanälen beworben, wir waren deshalb auf Social Media schon Anfeindungen ausgesetzt.

Als unverbesserliche Optimisten sind wir darum bemüht, immer positive Signale zu setzen: Wir haben unsere Kinos zum frühestmöglichen Zeitpunkt geöffnet, als der Rest der Branche noch mehrheitlich zögerte und lieber auf staatliche Hilfen setzte. Wir haben trotz anfangs fehlender Blockbuster ein umfangreiches und vielseitiges Programm angeboten, das die Menschen weg vom heimischen Streaming und zurück vor die große Leinwand gebracht hat; das Publikum wusste dies zu schätzen. Alle behördlichen Auflagen wurden erfüllt; bezeichnenderweise erhielten wir während der ganzen Zeit der Pandemie keine einzige Kontaktverfolgungsnachfrage vom Gesundheitsamt. Und obwohl die Kinos zu keiner Zeit als Treiber des Infektionsgeschehens in Erscheinung getreten sind, werden diese nun durch die 3G-Regelung bestraft.

3G ist mit erheblichem zusätzlichem Aufwand für die Kinobetreiber verbunden. Am Montag, 16.8. hatten wir im Cinecitta' 2500 Besucher: wenn alle beim Eintritt durch den Haupteingang hätten kontrolliert werden müssen, wären dadurch Personal-Mehrkosten von ca. 800,- Euro entstanden - und nun ist Montag nicht gerade der besucherstärkste Tag und das Cinecitta' hat nicht nur einen Eingang. Der offene Charakter ist ja gerade ein Merkmal, das dieses Haus auszeichnet und das erhalten bleiben soll; wollten wir aber an allen Eingängen Kontrollen aufstellen, würde das die Personal-Mehrkosten mindestens verdoppeln.

Um wirklich zu überprüfen, ob die vorgezeigten Dokumente dem jeweiligen Kinogast zugeordnet werden können, müsste laut 3G-Verfügung auch der Personalausweis kontrolliert werden. Dazu sind wir aber vom Gesetz her gar nicht berechtigt: Wenn sich jemand weigert, können wir dies nicht durchsetzen. Es müssten dann schon Polizeikräfte vor Ort sein, die diese Berechtigung haben, aber das ist relativ schwer umsetzbar bei unseren Öffnungszeiten und dem dafür nötigen Personaleinsatz.

Unser Vorschlag wäre deshalb, die Kunden beim Kartenkauf (und natürlich auch über alle anderen uns zur Verfügung stehenden Mittel und Wege) zu informieren, dass sie geimpft, genesen oder getestet sein müssen, um unsere Kinos und die Gastronomie besuchen zu dürfen. Wir würden außerdem betonen, dass stichprobenartig Kontrollen durchgeführt werden. Sollte bei einer solchen Kontrolle ein Verstoß entdeckt werden, so muss die betreffende Person mit einem Bußgeld rechnen.

Diese Vorgehensweise entspräche dem System, das z.B. auch bei der Maskenpflicht in der Fußgängerzone greift: Auch hier wird ja nicht jeder kontrolliert, der diese Zone betritt; es werden aber in Abständen Kontrollen durchgeführt und falls Personen angetroffen werden, die gegen die Auflagen verstoßen, wird ein Bußgeld erhoben.

Unserer Meinung nach könnte mit so einer eher pragmatischen Lösung genauso das Ziel erreicht werden mehr Leute zum Impfen zu bewegen, ohne dass die Kinobetriebe mit erheblichen Mehrkosten belastet werden. Auch unnötige Kontakte würden vermieden, die sich zwangsläufig bei der Kontrolle aller Gäste im Eingangsbereich ergeben werden. Durch die Pandemie-Auflagen haben wir erreicht, dass ca. 85 % der Tickets online gebucht werden, wodurch Schlangenbildungen beim Kinobesuch fast vollständig vermieden werden konnten.

Wir bitten, unsere Anregung zu überdenken, und hoffen auf einen baldigen positiven Bescheid.

Mit freundlichen Grüßen,

Wolfram Weber"

 

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Zitat

Das wird hier zwar gelöscht werden 


Yepp, ihr wollt es ja, ich räume jetzt auf.
Also Back to: Nur noch Corona und Kino erlaubt.
Alles andere wird gelöscht. Mein Beitrag übrigens auch...

Falls wer Lust hat kann ja jemanden den Hintergrund zu dem Comic von heute auf Twitter ergründen, ähnliche Richtung, andere Freizeiteinrichtung, mit für sie sinnvoller Idee, die kein Gast versteht 😉 


image.png

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Am 19.8.2021 um 16:07 schrieb Henri:

(...)

Denke da wird erstmal eine 2G Pflicht kommen und das erst bei viel höheren Inzidenzen was passiert.

 

Das wird derzeit politisch und medial kommuniziert. Und erweckte hier sogar Hoffnungen, es kämen plötzlich mehr Besucher, wenn bei nur auf GG-beschränktem Einlass künftig weniger getestet und beschränkt werden müsste.

 

Genau umgekehrt könnte es kommen. Das Ganze ist eine Sackgasse.

 

Zumindest Herr Weber hat dies erkannt und den richtigen Vorstoß unternommen (kommt allerdings anderthalb Jahre zu spät. Die Deutschen: ein ewig folgsames Volk).

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Am 18.8.2021 um 03:11 schrieb kastlmeier:

Die Registrierung der Kunden kostet enorm viel Zeit. Da es außer Kino irgendwie keine Kultur mehr gibt, ist der Kunde es teilweise nicht gewohnt sich registrieren zu lassen und eine praktische Luca App zu benutzen. Die Hamburger haben die App mittlerweile alle auf dem Handy, da man sich da fast überall registrieren muss, auch in den Geschäften etc. Die U 20 Besucher haben die App überhaupt nicht und wenn dann nur die Damen. 

 

Wir müssen ebenfalls seit gestern alle Besucher kontrollieren und heute Abend war doch erstaunlich viel los.

Da wir es seit Montag wussten, haben wir entsprechend geplant und es hat wirklich tadellos funktioniert.

Am Eingang steht einer und kontrolliert alle Pässe, sowie Tickets, das geht mit 2 Geräten und der jeweils entsprechenden App super schnell. Unser Landkreis ist mit >60% doppelt Geimpften eh schon gut dabei, so dass es so gut wie gar keine Probleme gibt, da sich auch über 90% den QR Code aufs Handy geholt haben.

Nachdem die bayerische Verordnung Selbsttests unter Aufsicht zulässt, gibt es die ebenfalls bei uns. Das brauchen vor allem Kinder ab 6 Jahren, da mit den Ferien natürlich sonst keinerlei Tests stattfinden. Ab Schulbeginn ist das dann auch hinfällig und sie bekommen wieder ihre Negativbescheide von der Schule ausgehändigt, die ebenfalls als Nachweis reichen.

 

Falls doch noch jemand Karten vor Ort kaufen will, zeigt er vorher seinen Pass her und darf dann ins Foyer um die Karten zu kaufen. Alle die nur Popcorn oder Gutscheine kaufen wollen, müssen keinen Nachweis erbringen, da gibt es nur die entsprechende Info an die Kasse.

 

Von den Uhrzeiten mussten wir uns allerdings ein wenig umstellen um nicht noch mehr Personal zu holen, jetzt gibt es nur noch gleiche Anfangszeiten für alle Säle und seeeeeehr viel Zeit zwischen den Vorstellungen. So können wir alle zusammen aufräumen ohne schon neue Kunden vor der Tür oder im Foyer stehen zu haben - war sehr entspannend muss ich sagen 😁

 

Alles in allem natürlich nicht so schön wie es noch bis Anfang 2020 war, aber man muss das Beste daraus machen, nur jammern bringt einen nicht weiter 😞

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So verstehe ich das ebenfalls!

 

Keinerlei Lockerungen, immer noch 1,5m Abstand zu jeder Person = maximale sitzplatzanzahl, Maske am Platz (ausgenommen Verzehr) und Kontaktnachverfolgung, samt 3G bei über 35/100.000. 

 

 

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vor 3 Stunden schrieb tomas katz:

Verstehe ich das richtig, dass die Verordnung in Bayern einfach nur verschärft wurde durch absenken der Inzidenz von 50 auf 35? Also keine Lockerung bei der Saalauslastung etc.? Der Text ist kaum zu lesen.


Gibts die schon irgendwo? Ansonsten ist das in Bayern eh ein (meist böses) Überraschungspaket bis zur Veröffentlichung. Erwarten tue ich mir da eh nichts, aber das wäre 😡

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vor 12 Stunden schrieb tomas katz:

Verstehe ich das richtig, dass die Verordnung in Bayern einfach nur verschärft wurde durch absenken der Inzidenz von 50 auf 35? Also keine Lockerung bei der Saalauslastung etc.? Der Text ist kaum zu lesen.

jetzt habe ich die Änderungen gefunden. Ja liest sich so. Testen ab 35 statt 50. 
https://www.verkuendung-bayern.de/baymbl/2021-584/

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vor 19 Stunden schrieb ChrisL:

So verstehe ich das ebenfalls!

 

Keinerlei Lockerungen, immer noch 1,5m Abstand zu jeder Person = maximale sitzplatzanzahl, Maske am Platz (ausgenommen Verzehr) und Kontaktnachverfolgung, samt 3G bei über 35/100.000. 

 

 

Ich hab auch gerade nur noch den Kopf geschüttelt ... bei dieser "neuen" bayerischen Verordnung möchte man eigentlich gleich wieder zumachen 😞

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Na dann schauen wir mal was Herr S. ödet mich an so auf die Beine stellt:

https://www.nordbayern.de/politik/krankenhaus-ampel-statt-inzidenz-soder-will-in-bayern-neue-grundlage-fur-corona-massnahmen-1.11300601

 

Einen Satz kann er aber gleich mal stecken lassen:

Zitat

Auf die Frage, ob es im Extremfall Freiheiten nur für Geimpfte und Genesene geben werde, sagte Söder: "Der Freistaat plant das nicht. Sie werden aber erleben, dass einzelne Veranstalter, Vereine und private Anbieter auf 2G gehen."

 

WIr werden sicher keinen Ausgrenzen, bei uns ist jeder Mensch sehr herzlich Willkommen.

 

Gepaart mit einer maximalen Saalauslastung bis zum 30.9. wäre natürlich wünschenswert, wir hatten beim Kaiserschmarrndrama schon arge Probleme und mussten die Kunden teilweise wegschicken. Am 8.8. waren alle 15 Vorstellungen komplett Corona ausverkauft 😒

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3 bayerische Landratsämter 3 Meinungen …

 

Der HDF hat laut seiner Mail auch noch keinen Plan, wie die Aussage der regelmäßigen Testungen von Schülern in den Ferien zu werten ist.

 

Wie handhabt ihr das mit Schülern und coronatests in den Ferien? Müssen sie einen Negativtest vorlegen oder zählt der Schülerausweis als Freibrief?

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Bei uns in NRW sind keine Ferien mehr, daher haben wir das Problem nicht. Aber bis eine offizielle Aussage in Bayern dazu kommt, würde ich in den Ferien von schulpflichtigen Kindern und Jugendlichen einen Testnachweis verlangen, auch wenn's schmerzt. Vor dem Hintergrund der doch ziemlich rigiden aktuellen bayrischen Verordnung kann ich mir eigentlich nicht vorstellen, dass es da eine solche 'großzügige' pauschale Ausnahme über einen so langen Zeitraum geben wird. Da könnte man auch gleich wieder auf die späteren Schultestungen verzichten.

 

 

NRW hat das übrigens gerade heute nochmal aktualisiert:

 

'Bei Schülerinnen und Schülern ab 16 Jahren wird der Immunisierungs- oder Testnachweis durch eine Bescheinigung der Schule ersetzt. Kinder und Jugendliche unter 16 Jahren gelten aufgrund ihres Alters als Schülerinnen und Schüler und benötigen weder einen Immunisierungs- oder Testnachweis noch eine Schulbescheinigung.'

 

Also, Schülerausweis in NRW erst ab 16 nötig - darunter können Kinder und Jugendliche einfach so rein.

 

Wie man das Alter feststellen soll, wenn es keine Ausweispflicht gibt, naja, Ermessenssache.

Edited by carstenk (see edit history)
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vor einer Stunde schrieb carstenk:

'Bei Schülerinnen und Schülern ab 16 Jahren wird der Immunisierungs- oder Testnachweis durch eine Bescheinigung der Schule ersetzt. Kinder und Jugendliche unter 16 Jahren gelten aufgrund ihres Alters als Schülerinnen und Schüler und benötigen weder einen Immunisierungs- oder Testnachweis noch eine Schulbescheinigung.'

 

Kannst du dafür die Quelle nennen? Wir hatten am WE eine unschöne Diskussion an der Kasse dazu.

 

Edit: Habs gefunden in der geänderten Coronaschutzverordnung.

Edited by tomas katz (see edit history)
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