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Hateful Eight - 70 mm


FP
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@Cinerama: Preston Sturges Posting war eine Antwort auf Beitrag Nr. 301. Stefan hat in diesem Posting von den Problemen bei der Projektion der Polyester-Kopie in Oslo berichtet, die seiner Meinung nach in der geringen Luftfeuchte begründet sind.

Preston Sturges hat hier den völlig korrekten Hinweis gegeben, welche Maßnahmen bei diesem Problem zu ergreifen sind.

In diesem Thread geht es um die 70mm Projektion von "The Hateful Eight", der als Polyester-Kopie vorliegt. Ich halte es nicht für sinnvoll, in diesem Thread die Lagerbedingungen von Acetat-Kopien in irgendwelchen "Kellerarchiven" zu besprechen.

 

 

Das Foto verwirrt mich nachwievor, ...

 

Korrekt! ;-)

 

 

Grüße

 

Salvatore

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... Ob das Gerät am Boden Luftbefeuchter oder Luftentfeuchter ist, kann nur der Verfasser selbst erklären. ...

 

Noch ein wenig OffTopic (sorry), um die Gerätschaft zu benennen: Venta Luftwäscher LW45. Befeuchtet und reinigt.

 

Ein befeuchteter Lichtspieler.

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Bitte überprüfen sie die „Standard Scope Format“ Einstellung anhand des Framing Charts und stellen sie sicher,

daß die roten Balken sichtbar sind, die weiße Fläche innerhalb der roten Balken repräsentiert das Format S2.76

Bei korrekter Einstellung für den Hauptfilm bleibt am oberen und unteren Bildrand ein schwarzer Balken.

 

So die Info, die Arri derzeit rumschicken lässt.

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Doch da sind einige Stricke dran, ...wie ich nur vermuten kann:

post-74763-0-83730600-1453131909_thumb.jpg

-St

Das ist ja irre!

Die Kinos müssen die Kopie bezahlen? Ist das weil keine Nachspieler zu erwarten/ geplant sind, und

wie viele Besucher müssen denn allein kommen bis Kopie und Versand bezahlt sind? :o

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Habt ihr in Oslo einen A/B-Vergleich gemacht 70mm vs. 4k DCP vom SRX-R515...?

 

Da war ich nocht da, das haben sie aber gemacht, allein die Neugier zu befriedigen.

Vom Ton her wars wohl identisch, und auch das 4k Bild mit kalibriertem Projektor sehr, sehr gut. Doch mit den neuen Objektiven und Anamorphoten lag wohl die Auflösung eindeutig auf der Seite des Films. Auch die Farbwiedergabe wäre noch mal was Anderes.

Andererseits, das DCP flimmert nicht, und die Kinofilmwiedregabe halt schon, an einer Seite (links) sogar stärker, als rechts, halt die weit vom Fenster entfernte Blende der Norelco AA Maschinen.

Beide Maschinen haten zu diesem Zeitpunkt 57 cd/m2, also Normhell, und DCP ebenfalls Normhell.

Einen eindeutigen Sieger gibt es nicht, beides hat Vor- und Nachteile, so lernte ich. Insgesamt wäre aber die Filmkopie irgendwie schöner. (Wohl weil wir Film lieben)

 

@pentacon: Ich glaube nicht, dass das Kino das direkt bezahlen muß, das muß der Verleiher entrichten. Aber wenn dieser kein Interesse an 70 mm Roadshow hat, oder tatsächlich nur 1 Erstaufführer dran hängt, dann muß dieses Kino halt das Geld erwirtschaften. Im schlimmsten Fall sogar die 50% Rechte und die Kopie.

Prinzipiell war das mit H8 nicht so schwer, bedenkt man die im Vorverkauf abgesetzten Karten und die über Wochen ausverkauften Vorstellungen.

Nimm als Beispiel die Osloer Vorstellungen, mit etwa 120000 EU Einnahme. Davon bekäme der Verleih bei EA ja eh über 50% Anteil, und damit ist die Kopie und der Transport bezahlt, sowie ein Gewinn drin. Und weniger werden auch auch die dt. Kinos nicht machen, sonst lohnt es kaum. Es zeigt aber, dass Extrakosten wie Objektive und Tonzubehör, wenn man sie neu kauft, schnell den verbleibenden Rest auffressen bzw. übersteigen. Und dann bleibt nichts mehr nach für den Unterhalt des Hauses und das Personal.

Mir war dann auch klar, das Varnsdorf diese Summe nie einspielen kann, denn viel Geld haben die Betreiber nicht, beträgt der Durchschnittslohn in Sluknov Region unter 300 EUR, kann man dort keine 15 bis 20 EUR Kartenpreise ansetzen. Dre dortige Verleih dürfte auch nicht so reich sein, dass er sich eine Kopie aus dem "Werbetat" leisten kann. Der deutsche RTL -Universum (UFA Bertelsmann) wollte ja auch ursprünglich kein Roadshow machen, scheint das aber aus Werbegründen doch zu unterstützen. Da müßte aber @ preston mehr von wissen. Ich habe da keine Erfahrung mit der deutschen Verleihgestaltung.

 

-St

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danke Stefan für die Infos!

Leider scheint hierzulande der Vorverkauf allgemein nicht so überragend zu sein, wenn man bei den üblichen Verdächtigen rein schaut.

Im Verhältnis dazu sieht es bei den 70mm Spielstellen, erstaunlicher Weise, tlw. besser aus.

Hätte nicht gedacht das der Besucher das noch so goutiert. Kleinere Häuser wie in KA oder HH

werden sich trotzdem strecken müssen.

Noch eine Frage zum flimmern, wenn das bei 57 cd/m² schon wahrgenommen wird,

wie war das früher, als 70mm noch bis zu 100 cd/m² genormt war?

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Dann waere eine Dupkopie (das heisst 2 Generationen hinter einer Direktkopie liegend, welche originaerer Weise als perfekte Roadshowkopie zu erachten ist) in der Schaerfe der DCP etwas überlegen?

Das spricht dann für eine gelungene optische Kopierung und enormes Potential im photochemischem Negativ.

 

Der heute normale Postproduktionsweg entspraeche eigentlich ausschließlich ueber Digital Intermediate. Die Skepsis ist berechtigt.

 

Hinsichtlich des leichten Flimmerns am DP70 fiel in früheren Dekaden wenig auf, weil die Leuchtdichten vom 127 apostilb oftmals unterschritten wurden. FP75E besitzt einen fortschrittlicheren Blendenmechanismus.

Bei vollständig analogem Dupprozess fürchte ich weniger Farbverfaelschungen und Farbrehungen wie im D.I.-Prozess. Es könnten aber Fehler im Szenenausgleich nicht völlig beseitigt sein - gegenüber aber möglichen Farbdrehungen im D.I.-Prozess m.E. das kleinere Uebel.

Edited by cinerama (see edit history)
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100 cd/m^2?

 

Verwechselst Du das vielleicht mit apostilb?

Hoffe nicht ;-)

laut TGL 13442 o.ä.? (im Teil D der noch nicht zur ehem. BRD gehörte)

war für 70mm die Toleranz der Bildwandleuchtdichte in der Bildmitte mit 40cd/m² +60 angegeben

bei 35mm 40cd/m²-10 / +25

wenn die Erinnerung nicht sehr täuscht...,

das dürfte bei DIN aber völlig identisch gewesen sein.

U.U. hat jemand noch so etwas zum nachlesen

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DIN-identisch.

Beim Kohlebetrieb der 60er Jahre subjektive Richtwerte. Die 70mm-Kopien oft deutlich dichter als in späteren Dekaden. Bei forcierter Durchleuchtung steigerte dies die Brillanz, trug neben den aufwendiger ausgeleuchteten Sets und den Weitwinkeln zum "Funkeln" und zur Raumwirkung damaliger Roadshowkopien bei.

"Effekte", die heute nahezu in Vergessenheit geraten sind.

Niemand versucht, daran anzuknüpfen.

 

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Mein Lieblingsthema, das Projektionslicht. Es machen sich vor allem die, wie nennen sie sich breitspurig, DoP, seit 30 Jahren keine Gedanken mehr über die Zusammenhänge Inhalt-Szenerie-Ausleuchtung-Negativ-Kopierverfahren-Positiv-Kinoraum.

 

Tarantino hat immerhin einen Roadshow-Film im breitesten Format auf 70-mm-Film gemacht. Das hat die Kinoszene schon ein wenig aufgeweckt. Vielleicht entdeckt jemand die Schönheit von 35-mm-Film wieder, wenn es im Kopf und im Herzen eine Verbindung zwischen Publikum und Erzählung gibt. The Hateful Eight sagt eigentlich wenig aus. Ein Werbespot hat oft mehr Humor und Esprit drin. Wenn ich da an The Women von Cukor denke . . .

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Kohlebetrieb.. subjektive Richtwerte

na,..ja

ich kenne noch Zeiten das wurde "eher objektiv" gemessen und auch eingestellt,

um bei den Normwerten zu bleiben oder dahin zu kommen.

Da gabs mal Festlegung der Messmethode, geeichte Messgeräte etc.

Nicht nur gefühlt bei Kolebetrieb.

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Man kann den Kohlenbogen selbsttätig regeln lassen, zwei Siliziumzellen mit Filtern und eine kleine Elektronikschaltung genügen für gleichbleibendes Weiß. Hatte man, glaube ich, in den 1930ern. Strong verkaufte Lampen mit Selbstregelung nach Spannung in den 1920er Jahren. Am meisten Wissen über und Können beim Umgang mit Kohlenbogenlampen war wohl bei Technicolor vorhanden.

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na,..ja

ich kenne noch Zeiten das wurde "eher objektiv" gemessen und auch eingestellt,

um bei den Normwerten zu bleiben oder dahin zu kommen.

Da gabs mal Festlegung der Messmethode, geeichte Messgeräte etc.

Nicht nur gefühlt bei Kolebetrieb.

 

In einem anderen Faden beschwerte man sich darüber, dass keine S.I. Einheiten benutzt wurden. Warum dann hier Apostilb, Fußlamberts und Co? Das sind alles unbekannte und Nicht S.I. Einheiten...

 

Stimmt, das muß gemessen werden, und dafür gibt es genormte Meßmethoden und Geräte, auch heute noch.

Die deutsche Norm waren jene 40 cd/m2, die Du angibst, aber mit wenig Toleranz nach unten (sieht man von Autokino oder mobilen Anlagen ab). ZUdem war in der deutschen NOrm eine Ausleuchtungsgleichmäßigkeit von 90% gefordert,

 

Die Leuchtdichte ist in der US Norm, die heute der Kinopraxis zugrunde gelegt ist, mit 55 cd/m2 (+20/ -10) angegeben bei Filmprojektion.

48 cd/m2 bei DCI, da hier ja die Dämpfung von etwa 10% durch den Filmträger wegfällt, und wir ja die Messung mit "Bildgeber" im Zustand 100% Weiss vornehmen.

Die Gleichmäßigkeit darf hier aber bei 80% unterem Grenzwert liegen.

Die deutsche Bestimmung ist die wesentlich schwieriger zu erfüllende, und sie zeigt, dass mit fachkundigem Personal und entsprechender Ausstattung das auch erreicht werden konnte.

Die Messung erfolgt heute über eine Videokamera, die den Bildschirm in 45 Segmente teilt, und dort die Bildhelligkeit in jedem Segment auf einem PC angibt. Damit kann dann auch gleich die geforderte Ausleuchtungsgleichmäßigkeit abgelesen und dokumentiert werden.

Vielfach habe ich Menschen mit einem handgehaltenen Spotmeter gesehen, die einfach ziellos auf die Wand halten, Punkte, die sie nie wieder finden können. Früher gab es spezielle Bildfenstereinsätze mit Löchern, dann konnte jeder Punkt dokumentiert werden, was aber lange dauerte, weshalb man häufig nur 9 Punkte verwendet hatte.

 

Für digitalen Raumbildfilm ist kein Wert genormt, aber idR sollen 20 cd/m2 durch die Brille nicht wesentlich unterschritten werden, sonst sind wir im Dämmersehbereich ohne Farbempfinden.

Zukünftige DCI HDR Bilder sollen dann mindestens 48 cd/m" bei Raumbildfilm durch die Brille, und mehr als 110 cd/m2 bei normaler Projektion sein. Mit Hi-Contrast Projektion ergibt sich da schon eine erstaunliche Farbgüte, die mehr Bildeindruck bringt, als zunächst höhere Bildwechselraten, wie erwünscht die auch immer wären. Zusammen mit weiter erweitertem Farbraum, nicht schlecht.

Für die heute üblichen DCI DLP Modulatoren sind diese Forderungen aber nicht zu erbringen, Laser oder Doppelmodulator (oder halt SRX) heißt das Zauberwort.

 

-St

Edited by stefan2 (see edit history)
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Laien-Frage an die 70mm-Kinos: welcher Ton wird genutzt- vom Film oder eine digitale Zuspielung? Wie funktioniert die Synchronisation von analogem Projektor, digitalem Soundsystem und dem Untertitel-Werfer? Laufen die Untertitel über den regulären digitalen Projektor oder gibt es da eine kleine Lösung?

Danke euch für einen kurzen Hinweis.

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Laien-Frage an die 70mm-Kinos: welcher Ton wird genutzt- vom Film oder eine digitale Zuspielung? Wie funktioniert die Synchronisation von analogem Projektor, digitalem Soundsystem und dem Untertitel-Werfer? Laufen die Untertitel über den regulären digitalen Projektor oder gibt es da eine kleine Lösung?

Danke euch für einen kurzen Hinweis.

Der Ton wird DTS/Datasat sein. Auf der 70mm-Filmbandfassung sind die "Synchro"-Codes für die externen Tonversionen.

 

Für die Lichtburg wird/wurde meines Wissens für den Ton exklusiv ein separates "Medium" in Kalifornien bespielt, weil die hierzulande ausgelieferten "Ton"-Medien nicht kompatibel waren/sind.

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