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Warner Bros setzt einen oben drauf...


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Haben wir hier schon tausend Mal im Forum besprochen.   Es gibt eine Zielgruppe männlich, im mittleren Alter die in Ihrem Zuhause eine hyperperfekte Technik verbaut haben und diese oftmals m

Ganz einfach: Kino ist sozial, zu Hause vor der Kiste ist asozial. Leider sind die Bedingungen zur Zeit so, dass letzteres jetzt Vorrang hat. Aber keine Sorge; der Mensch ist ein soziales Wesen und es

Volle Zustimmung! Leider gibt es aber auch asoziale Kinos und das nicht zu knapp! Z.B. ein Pennerkino in Karlsruhe.  

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WARNER BRINGT ALLE NEUEN FILME GLEICHZEITIG IN KINO UND STREAM!

 

Dune, Matrix, All Warner Bros. 2021 Films Opening on HBO Max, Theaters | IndieWire

 

Das war zu erwarten! Nachdem immer mehr Kinos weltweit (temporär) schließen oder geschlossen sind, hat Warner einen neuen Weg eingeschlagen.

Während alle neuen Filme 2021 im Kino starten, werden diese gleichzeitig für einen Monat auch im Stream bei HBO zu sehen sein.

 

Mit diesem hybriden Modell reagiert Warner auf die aktuelle Corona-Pandemie und einer für das Studio und Kinobetreiber schwierigen Situation. 

Zunächst ist diese Modell nur für das Jahr 2021 angedacht.

 

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vor 39 Minuten schrieb Paulasfilm:

Irgendwie mussten sie ja ausweichen und ich glaube, dass das auf jeden Fall sehr viele freuen wird!

Das ist wohl die neue Welt und nachteilig wird das wohl nicht sein 🙂

 

LG

Nachteilig für wen? Für Warner oder für die Kinos?  Du glaubst doch nicht, dass jemand der ein HBO Max Abo hat ins Kino geht, sich ein Ticket oder mehrere Tickets kauft, wenn er den Film zur gleichen Zeit zu Hause in seinem Wohnzimmer schauen kann. Womöglich auf dem MegaSuper Flatscreen in 4K, 8K und Dolby Atmos oder wer weiss noch was. Ohne was extra zu bezahlen, sein Abo hat er ja bezahlt. 

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Der Preis ist die strategische Positionierung am Markt.

Also auch das Kino-Premium-Segment wird keine Zukunft haben, da alle Filme mehr oder weniger gleich sind.

Eventuell werden sich die Flachbildschirme weiter vergrößern, noch günstiger werden und dann rasant verbreiten.

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Dann bin ich mal sehr auf die neuen Verleihbedingungen gespannt... 

 

30 bis 40 Prozent plus freie Einsatzplanung?

 

Realität?! Eher: frisst, oder stirb!

 

Ok, lese gerade, dass das auf die USA zutreffen soll und u.A. bei uns anders gehandhabt werden könnte...

Edited by pesinecki (see edit history)
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Man kann doch als Kinobetreiber nicht im Ernst glauben, dass man den Streaming-Trend stoppen kann, indem man boykottiert? Wenn man etwas nicht verhindern kann, und dazu zählt das Streaming, muss man versuchen sich damit zu arrangieren und für sich das Positive herauszuholen! Er spricht mir aus der Seele:

 

https://www.artechock.de/film/text/interview/k/kuchenreuther_2020.html?fbclid=IwAR0UTHt0qvj2G7iSHedEgpGOsaJmDuU6uZqKjegS6GXQVNjVT29xhU26d2w

 

Ich selbst habe schon oft beim lesen der CINEMA gedacht "Im Kino würde ich mir den Film jetzt auf jeden Fall anschauen, aber Streaming nutze ich nicht."

 

Im Gegensatz zum Siegeszug der Fernseher in den 60er Jahren und der Verbreitung der Videotheken ist das Streaming doch nun eine Entwicklung, aus der an als Kinobetreiber auch profitieren kann.

 

Duck und weg;-)

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vor 2 Stunden schrieb sir.tommes:

Also, nein das steht da so nicht. 

 

Und von welchem drittklassigen Praktikantenanalphabeten wurde denn dieser miserable Buchstabenhaufen auf dieser grauenvollen Clickbait-Seite zusammengewürfelt? 

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Eine Zeit des Wandelns und Streaming ist nicht aufzuhalten. Gleiches gilt natürlich aktuell für den Wandel im Einzelhandel, es werden lieber Mrd Pakete durch die Gegend gekarrt, für "mini" Posten, CO2 Bilanz, Verpackungsaufwand usw. lassen wir mal außen vor.

Die Leuten werden sich schon noch wundern, wenn die ganzen Läden verschwinden, und es sich dann zurück wünschen, ähnlich erging es ja den regionalen Metzgern und Bäcker.

 

Streaming sehe ich als klaren Trend für die Altersgruppe 16-35/40 Jahren, auch schon vor Corona. In meinem Umfeld haben auch viele nen Netflix, Amazon & Disney Abo, die sind leider nicht mehr im Kino gesehen worden -  seit längerem. Aber diese  Altersgruppe ist sowiso schon seit Jahren bei uns praktisch nicht mehr existent, und  machen vlt. noch 5-10% der Gesamtbesucher aus...Dennoch, ich find es Schade, dass mit uns, als "letzter in der Kette" so umgegangen wird.

Nach wie vor keine Infos seitens der Verleiher, dass, Filme ins Streaming wandern, wir hören davon nur, durch die Medien BF usw.

 

Löblich fande ich vor wenigen Tagen die e-mail von 24 Bilder, in den erklärt wurde, dass man mit dem Start eines Films lange gewartet hatte, nun aber ins Streaming gehen muss..davon können wir uns zwar nichts kaufen, aber man füllt sich "mitgenommen" und eben auch informiert.

Es ist deutlich zu sehen, dass, die "Großen" das eben nicht nötig haben uns mit ins Boot zu holen, Disney,Warner,UPI sind halt alles internationale Konzerne, bei denen es um Mrd geht, ob Fernsehen, Streaming und mitlerweile als letztes relevantes "Kinos".

Ich denke, vor allem die "Großen"  Kinos mit vielen Sälen und Plätzen und hohen Fixkosten, werden zukünftig  Probleme bekommen, denn, auch nach einer Wiederaufnahme des Betriebes, sehe ich eine Normalisierung der Besucherzahlen auf "normales" Niveau so schnell nicht...

 

 

 

Edited by Kinobetreiber (see edit history)
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vor 22 Minuten schrieb Ernemann:

 

 

Im Gegensatz zum Siegeszug der Fernseher in den 60er Jahren und der Verbreitung der Videotheken ist das Streaming doch nun eine Entwicklung, aus der an als Kinobetreiber auch profitieren kann.

 

Duck und weg;-)

 

Das ist nur zum Teil richtig.

 

Streaming muss Einzug in unsere Kinos finden, ja.

Die Umsetzung ist das Problem. Wofür genau habe ich Projektoren für den dreifachen Marktpreis zu vergleichbaren Veranstaltungsbeamern gekauft, wenn die die eben diese Technologie (Sicherheitsaspekte) gefordert haben uns nun nicht mehr exklusiv belieferen? 

 

Es gibt keinen Ausgleich für das wegfallen des Kinofensters, sondern einfach eine weitere Zerfaserung von Zuschauern auf mehrere Kanäle. 

 

Kino ist in seiner Form auf die Blockbusterware ausgerichtet. Sowohl technisch als auch finanziell. Hier werden wieder Entscheidungen ohne die Kinobetreiber getroffen, die vor wenigen Jahren sehr viel Geld investiert haben.

 

Ein  mittlerer Kinosaal kostet rund 500 tausend Euro mit allem drum und dran.

Wenn diese Kosten durch günstigere Technik und bessere Bezugsbedingungen auf die Hälfte reduzierbar wären, könnte ich mit gerecktem Daumen Streamingfilme ins Programm nehmen und auf Besucherspitzen verzichten. So wie es aktuell läuft, geht es halt nicht mehr auf.

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" Mit diesem exklusiven Einjahresplan können wir unsere Kinopartner mit einer stetigen Pipeline von Blockbustern unterstützen und gleichzeitig den Kinobesuchern, die vielleicht keinen Zugang zu den Leinwänden haben oder noch nicht bereit sind, wieder ins Kino zu gehen, eine Chance geben. Wir sehen dies als eine Win-Win-Situation für Filmliebhaber und Kinobetreiber, und wir sind unseren Produktionspartnern äußerst dankbar, dass sie mit uns an dieser innovativen Antwort auf diese Umstände arbeiten."

 

Zitat Warner, Bericht Filmecho heute.

 

Aus oben genannten Gründen eine absolute Frechheit so etwas zu behaupten. Wir sollten eigentlich gemeinschaftlich keinen einzigen Film mehr von Universal, Disney und Warner aufführen und denen zeigen was ein weiteres Jahr ohne Kino für eben diese Konzere bedeutet. Den Verlust von zehntausenden Arbeitsplätzen in ihren Firmen, weil die Spitzeneinnahmen aus der Kinoauswertung fehlen. Hypes um einzelne Filme wird es so nicht mehr geben

 

Edited by Jean (see edit history)
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Zitat

Wofür genau habe ich Projektoren für den dreifachen Marktpreis zu vergleichbaren Veranstaltungsbeamern gekauft, wenn die die eben diese Technologie (Sicherheitsaspekte) gefordert haben uns nun nicht mehr exklusiv beliefern? 

 

Darin gebe ich Dir vollkommen Recht! Das ist mehr als schlecht gelaufen. Aber die Entwicklung in dieser Geschwindigkeit, befeuert durch Corona, war nicht abzusehen. Jetzt müssen wir mit unseren Kinos das beste draus machen. Und da hilft nun einmal kein Boykott. Das Publikum will Filme sehen. Es interessiert sich nicht dafür, warum ein Kino den Film XY nicht zeigt, sondern sieht nur wer ihn zeigt. 

 

Womit Du auch Recht hast ist, dass es Hypes um einzelne Filme nicht mehr geben wird. Das hat sich aber schon seit einer Weile verändert. In meiner Schulzeit hat man Wochen vorher drüber gesprochen, dass in bestimmter Film anläuft, hat sich verabredet, Karten im Vorverkauf besorgt... Das ist doch schon lange vorbei.

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Ich denke auch, dass Boykotte nix bringen! Die Leute wollen den oder diesen Filmen sehen. Wenn er dann nicht im Kino läuft, schauen Sie Ihn eben wenige Wochen später auf Sky, Netflix oder, oder, oder...da schneidet man sich als Kino dann selbst ins Fleisch.

Ich erinnere an Avengers vor einigen Jahren, Änderung der Verleihsätze, Verlängerung der Spielzeit etc. großer Aufschrei, Boykott, von einigen, wenige Wochen danach kam Star Wars...das Ding war durch, für alle..

Zum Thema Arbeitsplätze "und es denen Zeigen", glaube nicht, dass der  evtl. Abbau von 10.000 Arbeitsplätzen die großen Konzerne juckt, so lange ihre Rendite stimmt.

Um die jeweiligen Arbeitnehmer und die Einzelschicksale kümmert sich da niemand, so wie in fast allen Betrieben ab einer gewissen Größe, wenn es zu Entlassungen aufgrund von Umstrukturierungen kommt.

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vor 16 Stunden schrieb Hollywood:

Nachteilig für wen? Für Warner oder für die Kinos?  Du glaubst doch nicht, dass jemand der ein HBO Max Abo hat ins Kino geht, sich ein Ticket oder mehrere Tickets kauft, wenn er den Film zur gleichen Zeit zu Hause in seinem Wohnzimmer schauen kann. Womöglich auf dem MegaSuper Flatscreen in 4K, 8K und Dolby Atmos oder wer weiss noch was. Ohne was extra zu bezahlen, sein Abo hat er ja bezahlt. 

Das ist für mich ein richtig erkannter Ansatz,.

Das Wohnzimmer, oder Heimkino bietet mehr, als gewerbliche Kinos in vielen Fällen bieten (wollen).

Ich möchte das nicht an Markennamen festmachen wollen, sondern einfach nur daran, daß eiun gewisser Mindeststandard, der sich aus den a.R.d.T., den SMPTE Regeln, ergibt, auch überall eingehalten wird. Leider erlebe ich in vielen Kinos eigentlich nur Leistungen, bei denen mit Hochdruck an der eigenen Abschaffung gearbeitet wird. Von konstrastschwachen, meist dunklen Bildern, geringer Auflüsung (Schärfe), Projektion von 2D durch die 1,6k  Pixel Doppeloptik unter dem Premium 4k Namen, über muffelige Flüstertöne, alte, durchgessene Sessel und klebrige Teppiche.

Kein Ambiente, das zum Verweilen einlädt.

Dann gibt es Kinos, die hier hervorragend aufgestellt sind, und ein tolles Erlebnis biewten, wo ein Avengers zum paralysierenden Erlebnis wird, der Wunsch, den Film noch einmal zu sehen aufkommt. Diese leiden aber unter den anderen Marktteilnehmern, weil gerne verallgemeinert wirds.

 

Ein abefreundeter, alter Kinomann erzählte mir vor Jahren, wie er als junger Mann immer an der Staats-Oper vorgegangen ist, wo jedes Jahr immer die gleichen Stücke angeschlagen waren, ein demnach fester Spielplan, der trotz der x-ten Wiederholung sein Publikum fand. Dieses hatte bei ihm, der sehr schlecht an neue Filmproduktionen herankam, dann die Idee geweckt, daß sich auch mitr Reprisen durchaus Gelds verdienen ließe. Und er hat über Jahrzehnte dieses Konzept recht erfolgreich verfolgen können.

Warum glauben so viele, der einzige Heils- und Gewinnbringer sind die neuen Mega Millionen Produktionen aus den VStvA? Wir haben 90 Jahre Tonfilm Geschichte, aus Hunderten Löndern dewr Erde. Da sind unendliche Mengen guter, besserer und herauragender Filme zu finden. Gut, Totschlageargument ist immer Medien und ggf. Rechtefrage. Mancxhmal nicht einfach, stimmt. Doch bleibt immer noch genug übrig.

Im Streaming bekommt man vviele der historischen Titel nicht geboten, da beschräönkt sich die Auswahlt auf eine möglist beit akzeptierte Titelvielfalt. Gewrade hier kann deshalb das Kino punkten.

 

Neben den Megafilmen gab es immer diverse, sehr gute Filme in jedem Jahr. Doch entweder wurden sie von den Kinos nicht gezeigt, oder sie waren nach 1 bis 2 Wochen aus dem Spielplan der Großstädte verschwunden. Eine Chance sich bekanntzumacxhen gab es nicht.

Als Altrernative regiert das Fernsehspiel europäischer und deutscher Herkunft die alternativen Bildwände. Dort wird lieber ein Beklommenheitsfilm vor 30 Besuchern gezeigt, als einen marktgängigen Film zu nehmen, der 170 Besucher angelockt hätte. Den Quoten Sei Dank.

Wie in jedem, Sozialismus führt staatlicxhe Einflußnahme nicht gerade zu Höchstleistungen, und die Fernsehspiele zeigen das. Fürdewrgremien und Redakteure fordern ihren Tribut. Aktuellpolitische Themen können nicht aufgegriffewn werden, die Realisierungszeit im Bereich 5 bis 6 Jahre macht das unmöglich. Also bleibts bei bewährtewr "Geschichtsaufarbeitung".

Streaminganbieter müssen da anders aufgestellt sein, sie müssen ihr Gelds verdienen, sie m,üssen Abonnenten überzeugen und binden. Daduerch brauchen siew ein interessantes Angebot, Filme die besser sind, als der Fersehbrei. Nur eben nicht im Mega Million Segment, das rentiert sich.

 

Die Kinobranche wetterte aufs Schärfste gegen Streaming, man enthielt dem Publikum sehr gute Filme mit Publikumsinteresse. Statt die Chance aufzugreifen, und etwas auszuprobieren. Diese Filme vorzuenthalten ist genauso eine Zensur, wie sie mangelhafte Bild- und Tonwiedergabe, Abweichungen anerkannter Regeln, oder Schnitte mit der Schere darstellen.

 

In den 1935 sagte der Sendeleiter des "Ersten Deutschen Fernsehens", man stehe nicht in Konkurrenz zum Kino. Dieses wolle man unterstützen, z.B. durch die Tagesschau über Kinofernsehen gebracht.

In den 1950ern war der ZDF der Meinung "Keinen Meter Film von Firmen, die für das Fernsehen arbeiten durch die Projektoren des Lichtspielwedens in Deutschland".

Heute zeigt man ungeniert "Filme", die z.B. mit dem Hinweis "Das kleine Fernsehspiel des ZDF"  beginnen. Kann man jemand Geld abnehmen, für ein Produkt, dass er schon über seine Zwangsabgabe bezahlt hat? Mal darüber nachdenken, welche Gedanken das beim Zuschauer hinterläßt.

 

Kino hat eine Chance, wenn es sich neu erfindet. Mit einer Orientierung auf Qualität, Service, und vielschichtige Inhalte. Der Preis ist dabei nicht das entscheidende Kriterium. In vielen Ländern ist dieser nämlich im Vergleich zum Einkommen recht hoch, in einigen Ländern kann man bis zu 1 Monatlohn für 2 Karten bezahlen, trotzdem stellt dort Kino ein Erfolgsmodell dar. 5 oder 6 Euro, wie sie von einigen Marktteilnehmern angeboten werden,  sind nämlich bei schlechter Gesamtdarbietung immer noch zu viel, und fordern zum Streamen auf.

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vor 3 Stunden schrieb stefan2:

n den 1935 sagte der Sendeleiter des "Ersten Deutschen Fernsehens"

Da gab es schon das "Erste". Ich glaub das ging erst in den 50ern an den Start. Müsstet Dein Wissen mal überprüfen. Und das ZDF folgte erst 1963. Manche leben wirklich in einer Paralellwelt anscheinend.

 

Jög

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vor 15 Minuten schrieb walze:

Da gab es schon das "Erste". Ich glaub das ging erst in den 50ern an den Start. Müsstet Dein Wissen mal überprüfen. Und das ZDF folgte erst 1963. Manche leben wirklich in einer Paralellwelt anscheinend.

 

Jög

 

Regelmäßigen TV-Programmbetrieb gab es in Deutschland ab 22. März 1935.

 

 

Viele Grüße

 

Salvatore

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vor 10 Stunden schrieb Jean:

Wir sehen dies als eine Win-Win-Situation für Filmliebhaber und Kinobetreiber, und wir sind unseren Produktionspartnern äußerst dankbar, dass sie mit uns an dieser innovativen Antwort auf diese Umstände arbeiten."

 

Zitat Warner, Bericht Filmecho heute.

 

 

Warum waren Netflix und Amazon nicht von Anfang an Kinoproduzenten und Verleiher? Weil ihre Vorstellung von schneller Akkumulation damit nicht vereinbar ist.

 

Bei diesen Firmen sind aufgrund von Reibereien mit den Vorständen der major companies (sicherlich auch mit Warner) gute Regisseure und Filme gestrandet. Es erscheint daraufhin ein audiovisuelles Produkt oder auch ein künstlerisches Produkt. Aber inwiefern helfen diese der flächendeckenden Kinobetriebsgrundlage?

Wenn Filminhalte von Netflix, Amazon und Co nach und nach (nach Bröckeln des  letzten Widerstands) im Kino eingesetzt werden, wandeln sich dann Amazon und Netflix umgekehrt zu Kinoverleihern, wenden sich fortan nur noch sozialen Begegnungen im öffentlichen Raum und in Begegnungsstätten zu, der großen Leinwand und den architektonisch bedeutsamen Lichtspieltheatern? 

 

Möglich ist ja alles, aber wie wahrscheinlich ist all dies?

 

Ist nach der von Herrn Kuchenreuther im obigen Interview begrüßten Abschaffung der Kinofenster nebst Einführung noch unbewiesener neuer Marktmodelle nicht eher von einer "Marktbereinigung" zu reden? So gut es gemeint ist, so sehr klingt das Ganze nach Milchmädchenrechnung.

 

Entrinnt man der Kino-Marktbereinigung, indem man sich dem stärkeren Partner unterwirft (Netflix und Amazon), sich über Nacht von den bisherigen Major companies trennt (von beiden Seiten betrieben) und sich damit der bisherigen Brotfilme entledigt? Das Kruemeln einen neuen Brots (gestreamte Ware der broadcast-Verwerter) ersetzt die bisherige Grundversorgung?

 

Man müsste schon den Staat auf Sozialismus umstellen, um die flächendeckende Kinolandschaft abzusichern, zu fördern, als Immobilie zu sichern, und mit niederschwelligen und auch günstigen Preisangeboten nach und nach die Auslastung der Filmtheater wieder zu steigern. Und zugleich Ursachen des streamens auszutrocknen: Rückgewinnung der Künstler und Produzenten für die Filmtheateruswertung.

Durch diese Ankurbelung, aber auch eine Eindämmung der Attraktivität des Streamens, wird die Theaterbranche und die öffentliche Kultur wiederbelebt und könnte wirtschaftlich eines Tages wieder auf eigenen Beinen stehen.

 

Entfallen jedwede Korrekturen, kommt es mit einer Anpassung an die Streaming-Anbieter zu einem vorzeitigen Bruch mit den major companies (die gerade selbst zu streaming-Anbietern werden) - so erodiert die Grundlage für den Filmtheaterbetrieb: ein doppelter Bruch, eine doppelte Zangenbewegung für die Filmtheaterbranche.

 

Da trotz des Boykotts der Kinoszene gegen streamings (siehe auch Oscar-Akademie und Filmfestspiele in Cannes) die major compagnies zu streaming-Anbietern mutieren (was bereits vor zwölf Jahren trotz der Einführung des DCI-Systems voraussehbar war), gibt es über kurz oder lang kaum noch ein kino-adaequares Warenangebot, mit der ein Kinobetrieb in der nötigen kritischen Masse kontinuierlich und nachhaltig zu versorgen ist. 

 

Worin liegt nun die im Filmecho zitierte win-win Situation? 

 

Da die existierende Marktwirtschaft an sich nicht in Frage gestellt wird (man hält einen Kampf gegen das streaming für sinnlos oder ungesetzlich, anstatt für hilfreich), soll allein aufgrund neuer Filminhalte (die von Netflix und Amazon kommen) oder der Einhaltung der Mindeststandards oder auch durch eine Rückkehr des Repertoires eine Kino-Renaissance entstehen?

Eine Renaissance ist begrüßenswert und möglich, wird aber nicht mehr innerhalb der bestehenden Marktwirtschaft erfolgen. Diese ist destruktiv und zieht die  Agenda der Marktbereinigung durch: der Kapitalismus erschafft also einerseits bis an die Grenze des Ausquetschens des Planeten neue Wunder der Produktion und zerstört zugleich seine bisherigen Kulturen und menschlichen Existenzen. Im Originalzitat bei Marx viel besser formuliert:

 

"Mit seiner ihm innewohnenden und verfügbaren Energie hat das Bürgertum in seiner kaum hundertjährigen Klassenherrschaft massenhaftere und kolossalere Produktionskräfte geschaffen als alle vergangenen Generationen zusammen. (...) Die moderne bürgerliche Gesellschaft gleicht dem Hexenmeister, der die unterirdischen Gewalten nicht mehr zu beherrschen vermag, die er herauf beschwor. (...) In den Krisen bricht eine gesellschaftliche Epidemie aus."

 

Digitale Pandemie: die Suche nach einem Impfstoff hat begonnen.

Edited by cinerama (see edit history)
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Unter anderem steht die Drohung im Raum, dass Filme, die gleichzeitig im Streaming angeboten werden, nur noch mit extrem günstigen Ticketpreisen von 1 bis 5 US-Dollar in die Kinos kommen können, da kaum jemand 15 US-Dollar für ein Ticket bezahlen wird, wenn er für dieselbe Summe einen ganzen Monat HBOMax bekommt.

https://www.golem.de/news/matrix-4-dune-godzilla-vs-king-kong-warners-kinofilme-werden-2021-sofort-gestreamt-2012-152581-2.html

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vor 14 Stunden schrieb cinerama:

Da trotz des Boykotts der Kinoszene gegen streamings (siehe auch Oscar-Akademie und Filmfestspiele in Cannes) die major compagnies zu streaming-Anbietern mutieren (was bereits vor zwölf Jahren trotz der Einführung des DCI-Systems voraussehbar war), gibt es über kurz oder lang kaum noch ein kino-adaequares Warenangebot, mit der ein Kinobetrieb in der nötigen kritischen Masse kontinuierlich und nachhaltig zu versorgen ist. 

 

Stimmt für den Augenblick, keine Frage.

 

Eine Antwort kann für Europa mit seinen umfangreichen Fördersystemen sein, die eigene Filmproduktion, Abspielbasis und Distribution zu stärken.

 

Wo steht geschrieben, daß nur amerikanische Filme erfolgreich sein können?

Was erwartet eine Kinobranche, die sich von einer wirtschaftlichen & kulturellen Monokultur komplett abhängig gemacht hat?

Welche bessere Startposition kann sich die europäische Filmbranche wünschen, als einen selbstgewählten Rückzug des dominanten Players am Markt?

 

Diese Situation gab es seit dem Ende des zweiten Weltkriegs nicht mehr! Die amerikanische Medienmaschine steht monatelang produktionsseitig still, gibt den Kinomarkt im Prinzip verloren und wendet sich einer neuen Auswertungsform zu. Wie wäre es denn damit:

 

1. Kurzfristiges Subventionsmodell der EU, um den Kinobestand zu erhalten.

2. Koordination der Produktions- und Vertriebsförderung, Erleichterung von europäischer Koproduktion

3. Festlegung und regelmäßige Prüfung eines Präsentationsstandards für Filmtheater, an dessen Einhaltung die Förderung gebunden ist

 

EU und D fördern so viel Schwachsinn und werfen das Geld in zahllose Löcher ohne Boden, da wäre eine krisenbedingte Bestandsgarantie für ein paar tausend Filmtheater kein großer Posten und eine sinnvolle Ausgabe. Wenn man das zusammenbringt mit Maßnahmen, den europäischen Film attraktiver zu machen und ihm die Auswertungskanäle zu geben, die bisher von der brachialen Marktmacht der US-Majors blockiert wurden, könnte das allen etwas bringen: Filmemachern, Kinos und dem Publikum. Es geht nicht um Planwirtschaft, sondern tatsächlich um einen Wettbewerb an der Kinokasse.

 

Wer darauf wartet, daß die alte Maschinerie wieder anläuft und er weiterhin amerikanische Blockbusterfortsetzungen zu Knebelbedingungen spielen darf, dem wünsche ich natürlich Glück, aber weder kommen die 1980er mit Monopolstellung der Kinoauswertung wieder noch die "tentpole"-Hits der 2000er Jahre. Diese wird Hollywood auch nicht mehr liefern, weil dort immer mehr Risikovermeidung, Innovationsfurcht und jetzt noch die Pest der political correctness und "Identitätspolitik" die Kreativität zerfressen - die kulturelle Selbstzerstörung zählt unerbittlich Richtung Null, und weder ein veralteter Connery-Craig-Dalton-Bond noch seine angeblich herbeigesehnte nonbinäre PoC-Nachfolger*in wird den roten Draht (den roten, nicht den blauen!) durchknipsen.

 

Keine schönen Aussichten, aber noch ist nicht alles verloren.

 

 

 

Edited by Jeff Smart (see edit history)
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Warners Ankündigung ist deshalb nicht als Riesenschritt in eine Zukunft ohne Kino zu deuten, sondern als eine sehr spezielle Antwort auf das Kinojahr 2021. Das wird ziemlich verrückt werden, ganz egal was passiert. Sollte das große Auf-und-zu-Spiel weitergehen, schafft die Streamingoption Stabilität.

https://www.sueddeutsche.de/kultur/warner-kino-streaming-hollywood-corona-1.5137649

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vor 23 Stunden schrieb Jeff Smart:

 

Stimmt für den Augenblick, keine Frage.

 

Eine Antwort kann für Europa mit seinen umfangreichen Fördersystemen sein, die eigene Filmproduktion, Abspielbasis und Distribution zu stärken.

 

Wo steht geschrieben, daß nur amerikanische Filme erfolgreich sein können?

Was erwartet eine Kinobranche, die sich von einer wirtschaftlichen & kulturellen Monokultur komplett abhängig gemacht hat?

Welche bessere Startposition kann sich die europäische Filmbranche wünschen, als einen selbstgewählten Rückzug des dominanten Players am Markt?

 

Diese Situation gab es seit dem Ende des zweiten Weltkriegs nicht mehr! Die amerikanische Medienmaschine steht monatelang produktionsseitig still, gibt den Kinomarkt im Prinzip verloren und wendet sich einer neuen Auswertungsform zu. Wie wäre es denn damit:

 

1. Kurzfristiges Subventionsmodell der EU, um den Kinobestand zu erhalten.

2. Koordination der Produktions- und Vertriebsförderung, Erleichterung von europäischer Koproduktion

3. Festlegung und regelmäßige Prüfung eines Präsentationsstandards für Filmtheater, an dessen Einhaltung die Förderung gebunden ist

 

EU und D fördern so viel Schwachsinn und werfen das Geld in zahllose Löcher ohne Boden, da wäre eine krisenbedingte Bestandsgarantie für ein paar tausend Filmtheater kein großer Posten und eine sinnvolle Ausgabe. Wenn man das zusammenbringt mit Maßnahmen, den europäischen Film attraktiver zu machen und ihm die Auswertungskanäle zu geben, die bisher von der brachialen Marktmacht der US-Majors blockiert wurden, könnte das allen etwas bringen: Filmemachern, Kinos und dem Publikum. Es geht nicht um Planwirtschaft, sondern tatsächlich um einen Wettbewerb an der Kinokasse.

 

Wer darauf wartet, daß die alte Maschinerie wieder anläuft und er weiterhin amerikanische Blockbusterfortsetzungen zu Knebelbedingungen spielen darf, dem wünsche ich natürlich Glück, aber weder kommen die 1980er mit Monopolstellung der Kinoauswertung wieder noch die "tentpole"-Hits der 2000er Jahre. Diese wird Hollywood auch nicht mehr liefern, weil dort immer mehr Risikovermeidung, Innovationsfurcht und jetzt noch die Pest der political correctness und "Identitätspolitik" die Kreativität zerfressen - die kulturelle Selbstzerstörung zählt unerbittlich Richtung Null, und weder ein veralteter Connery-Craig-Dalton-Bond noch seine angeblich herbeigesehnte nonbinäre PoC-Nachfolger*in wird den roten Draht (den roten, nicht den blauen!) durchknipsen.

 

Keine schönen Aussichten, aber noch ist nicht alles verloren.

 

 

 

Vielen Dank Jeff !!! ... die Chance sehe ich genauso ... Frankreich macht es uns schon seit Jahren mit ihren Eigenproduktionen vor und wenn wir nur annähernd in den Pro-Kopf-Besuch von Frankreich kommen könnten, wären alle unsere Probleme gelöst ... und Europa hat soviel mehr zu bieten als immer nur den Hollywood-Mainstream ... man muss nur den Focus richtig setzten ... und ALLE europäischen Medien müssten ... alle europäischen Festivals ... und alle europäischen Filme entsprechend pushen !!!

Edited by Gruberl (see edit history)
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"Es ist sehr, sehr, sehr schmutzig", meint Christopher Nolan zu Streaming-Absichten der filmproduzierenden Companies (und er hat wie immer in seinen Interviews und der Vorformulierung von Kino-Masstäben nicht unrecht, um der Verwahrlosung entgegenzuwirken.

Aber können ihm dabei die Kinoverbände folgen?

Die nicht nur hier im Forum, sondern auch in den Fachsparten auf Facebook zitierten Presse-Interviews mit einzelnen Kinomacher/Innen (gerade aus der Arthouse- und Indi-Szene) klingen da viel "versöhnlicher, ausgleichender, positiver und konstruktiver" zum Streaming. Aber wo endet die sentimentale Versöhnlichkeit? Vermutlich in einem massiven Kinosterben, und davon gab es schon mehrere. In der Rückschau konnte man stets massive Verluste dokumentieren, und sie zeigten immer, dass wesentliche "Denkmäler" und Alleinstellungsmerkmale des Filmtheaters, wenn sie erst untergegangen sind, nicht wiederkehrten.

 

"Einige der größten Filmemacher und wichtigsten Stars in unserer Branche gingen neulich abends mit dem Gefühl ins Bett, für das großartigste aller Filmstudios zu arbeiten. Stattdessen arbeiten sie nun, wie sie beim Aufwachen feststellen mussten, für den schlechtesten Streamingservice (...) [Die Warner-Chefs] verstehen nicht einmal, was sie verlieren. Die Entscheidung ergibt geschäftlich keinen Sinn, selbst der oberflächlichste Investor an der Wall Street sieht den Unterschied zwischen Disruption and Dysfunktionalität (...) Jetzt werden wir ohne Rücksprache als Lockvogel-Angebote für einen Streamingservice benutzt, der erst noch wachsen muss. Als wären wir Köder. Das gibt natürlich eine Kontroverse. Es ist sehr, sehr, sehr schmutzig. So behandelt man Filmemacher und Stars doch nicht, die viel für diese Projekte gegeben haben. Sie verdienen es doch, bei der Frage konsultiert zu werden, was mit ihren Werken geschieht."

[bekomme die Formatierung nicht kleiner, Tschuldigung]

 

https://www.sueddeutsche.de/kultur/christopher-nolan-warner-streaming-hbo-max-1.5141290?fbclid=IwAR1RP4fuYjAu2tGBC6I4OKd1l-D4T55lDOCp51cn1lrDypSxxseptoTn_fQ

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