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Empfohlene BeitrÀge

Geschrieben

Besonders das klassische Kino in Europa wird bald am Ende sein, denn uns hier treffen nicht nur Marktbegleiter wie z.B. Netflix und Amazon hart,

sondern wir spĂŒren deutlich die Löcher durch die am europĂ€ischen Markt vorbeiproduzierte Filmware, die besonders im ostasiatischen Bereich fĂŒr traumhafte UmsĂ€tze sorgt,

hier aber kaum jemand sehen möchte und bei uns bestenfalls noch unteres Normalprogramm sind. Es werden in Europa ja nicht mal mehr besondere Werbeaktionen durchgefĂŒhrt, da die Produzenten wissen, dass es verlorenes Terrain ist, bestenfalls also noch etwas "Beifang". Es zeigt sich deutlich, dass Europa und dabei auch hauptsĂ€chlich der deutschsprachige Kinomarkt den marktbestimmenden amerikanischen Majors mittlerweile vollstĂ€ndig egal sind.

 

Vor beinahe dreißig Jahren, als Deutschland plötzlich mit 20 Millionen zusĂ€tzlichen potenziellen KinogĂ€ngern aufwarten konnte, rollte man uns den roten Teppich aus. Mit der Öffnung des asiatischen und ostasiatischen Marktes zog die Jubelkarawane weiter. Und sie kommt nicht mehr zurĂŒck.

 

Die Kinomacher in Asien sollten diese Hochstimmung nutzen, solange es noch geht, denn klar ist: wenn irgendjemand unter den großen Filmproduzenten die große und herbeigesehnte Erleuchtung findet, wie tatsĂ€chlich von jedem Augenpaar vor dem Fernseher auch GebĂŒhren fĂŒrs Streaming genommen werden können, ist es mit dem Kino vorbei. Denn seien wir mal ehrlich: dass bei uns jeder Gast fĂŒr den Filmgenuss zahlen muss, ist der letzte fĂŒr die Filmproduzenten noch verbliebene Bonus der Kinos. Bei einem gebuchten legalen Stream können zig Freunde und Teile der Familie gemeinsam vor dem Fernseher sitzen und die VorfĂŒhrung gratis mitverfolgen. Das bringt den Produzenten (noch) gar nichts.

 

Das Ende klassichen kommerziellen Kinos ist absehbar und nicht mehr zu leugnen. Noch zwei Generationen und wir sind wieder eine Jahrmarktsattraktion (sollte es dann noch JahrmĂ€rkte geben) fĂŒr die letzten Freaks.

Geschrieben

Tja. Soweit zu gehen, dass das kommerzielle Kino per se tot sein wird, möchte ich nicht. Der Trend geht sicherlich hin zu vermehrter Streamingware und die Seh- und Ausgehgewohnheiten werden sich mitunter auch Ă€ndern. Aber war das nicht in den 60ern/70ern auch der Fall? Sicherlich in anderer Weise, aber auch da ist das Kino totgesagt worden. Ich sehe die aktuelle Marktbeschickung mit unterdurchschnittlicher Kinoware auch als großes Problem, bloß wird sich das auf Dauer auch in China als Problem erweisen. Ich glaube kaum, dass die Chinesen sich in punkto Kinowirtschaft anders verhalten werden als in den restlichen Wirtschaftszweigen. Bei allem die volle Kontrolle. Und das wird langfristig auch fĂŒr Hollywood zum Problem werden. Denn wenn ihre Ware nur noch in China die Erfolge und Gewinne einfĂ€hrt, fĂŒhrt das in eine einseitige AbhĂ€ngigkeit und vielleicht auch zum Tode der amerikanischen Filmindustrie.

 

Auch Netflix und Co. werden mit SIcherheit zukĂŒnftig zu erwartende Kostensteigerungen an die Kunden weitergeben mĂŒssen. Und wie der Konsument reagiert, wenn er mehr bezahlen muss, wissen wir ja alle zu gut. Dann stellt sich noch die Frage nach der IT-Infrastruktur, auch in lĂ€ndlichen Gebieten. Und die Gefahr der Raubkopie schwingt auch noch mit.

Geschrieben

Aus dem Stern-Artikel : "Ich denke, die Entwicklung ist unaufhaltbar", sagte Clooney. Das Ende des Kinos sieht er aber noch nicht: "Leute gehen immer noch in Konzerte, weil sie irgendwann einfach mal raus wollen", erklĂ€rt er. "Ich denke, es muss sich gegenseitig nicht ausschließen. Beides kann ĂŒberleben."

 

Mein lieber Georg, Konzerthallen sind zusubventionierte Edel-Tempel fĂŒr betuchte GeldsĂ€cke und wer die Rentner Rolling Stones sehen will, bezahlt an die 150 Eier. Und die Quartier-Band im Keller der Trinkhalle genĂŒgt nicht fĂŒr diesen Vergleich.

 

Ein Kino hingegen buttert fĂŒr Technik und Betriebskosten aus eigener Tasche Fantasie-Summen und da wĂ€re es angebracht, wenn ein Schauspieler sich fĂŒr unser Gewerbe stark machen wĂŒrde. Schließlich ist er wegen den KinoÂŽs ein berĂŒhmter Mann und vielleicht sollte diesem Sack das mal einer verklickern und ein wenig Demut einfordern.

 

 

Geschrieben

Das ist doch der ĂŒbliche Totgesang des Kinos bei jeder EinfĂŒhrung einer "neuen" Verwertungsform.

Das war schon so bei EinfĂŒhrung des Fernsehers, bei EinfĂŒhrung von Video, DVD und Bluray.

Und jetzt halt auch beim Onlinestreaming.

Um erfolgreich zu sein muss man den Mehrwert des Kinos vermitteln. Zum Film allein kommt schon lange kein Besucher mehr.

Das Drumherum muss schon passen - ich muss den "Mehrwert" von 8-10 EUR zum Preis einer Bluray schon jetzt bieten.

Zugegebenermaßen funktioniert das in so manchem "runtergerocktem" Schuppen schon heute nicht mehr.

Wer das nicht erkannt hat bekommt mittelfristig wirklich Probleme.

Des weiteren Àndern sich auch die Sehgewohnheiten unserer Kunden.

Waren in den 8o - 90gern noch die Tenns unser Hauptpublikum verlagert sich das zusehends in Richtung 30-50ern und Älter :10_wink:.

Mir ist um meine Zukunft nicht bange nur wie gesagt Plakat aufhĂ€ngen und TĂŒraufschließen reicht schon lange nicht mehr

 

Gruß

HAPAHE 

 

Geschrieben (bearbeitet)

Wenn man bei uns zb schaut, dass normale Vorstellungen ihre Probleme haben, aber Sneak fĂŒr 4€ immer 70% der Tickets verkauft und doppel Sneak alle 2 Monate fĂŒr 9€ sogar schon 2 Tage im Vorraus ausverkauft ist, dann ist es am Ende eben auch eine Preisfrage.

 

Bei 8-10€ fĂŒr normale Tickets, 2-4€ 3d Aufschlag, 50ct-1€ ÜberlĂ€nge Aufschlag, kommen dann eben Summen zusammen die Leute die nicht dezidierte Filmfans sind, eben nicht "auf Verdacht" ausgeben.

 

Das fĂŒhrt eben dazu, dass die Leute eher in Flme gehen die sie kennen (Franchises und co)

 

das fĂŒr eine normale Familie mit 4 Personen inkl Popcorn fĂŒr die Kids, der Kinobesucher 50-60€ kostet ist eben doch schon etwas, wo man schlucken muss.

Bearbeitet von Angrist (Änderungen anzeigen)
Geschrieben

Interessante Diskussion hier;)

 

Ich wundere mich ein wenig, dass so gar keiner was zum Thema:

Zitat

Heute stehen auch in vielen Wohnzimmern lÀngst Heimkinos, die in Punkto Ton und Bild kleinere Filmtheater vor Neid erblassen lassen.

 

schreibt...

 

Also wie klein muss den ein Kino sein, damit das zutrifft!?

Unsere Touristen sagen immer, "ach was fĂŒr hĂŒbsches kleines Kino" das hier doch sei... Nun, Da kann ich nur sagen: An mein Bild und Ton kommt kein Heimkino ran, egal wie gut es ist. Meine Leinwand ist ja schließlich schon von der FlĂ€che deutlich grĂ¶ĂŸer als viele als WohnflĂ€che gemietet haben...

Und einen Christie-Kino-Projektor wird auch nicht jeder im Wohnzimmer stehen haben. Insofern ist das eine völlig falsche Aussage,

Oder betreibt einer von euch mit nem "Beamer" ein Kino!?

Geschrieben

Ulli,

 

ich kenne mittlerweile Leute, die haben ne Hi-Contrast 515 Dopro in der Kinostube. Und eine grĂ¶ĂŸere Zahl Anderer mit regulĂ€ren, kleineren Christie und Barco. Sind aber halt jener Schicht zuzuordnen, die frĂŒher zu 35mm Film Zeiten TonfilmrĂ€ume in den Wohnungen hatten.

 

Und mal ehrlich, preislich ist da ein Kinobildwerfer nicht mal die teuerste Lösung, sondern im Fall des 510/515 sogar einer der gĂŒnstigsten , wenn man einen Technikraum realisieren kann.

An die Kontrast- und Schwarzwerte der sĂŒndhaft teuren HeimgerĂ€te kommt der nĂ€mlich gut ran, und bietet die Skalierbarkeit der Lichtleistung, bei im Heim extrem gĂŒnstigen (unschlagbar) Lamoenfolgekosten. Auch können (normale) Kino DCPs gespielt werden, wie frĂŒher halt 35 mm Kopien am Tonfilmabend.

 

Auch beim Ton kann ich nur zu Vorsicht bei Äußerungen raten. Schaut Euch die gut gemachten Videos von z.B. Grobi.tv auf Youtube an. Da muß ich hĂ€ufig sagen: Hut ab, das ist toll. Kinos haben zu 99% unterdimensionierte Lautsprecheranlagen, und wenn dann mal lese "unser 75kg Subwoofer" im 150 Platz Saal, dann wird's lustig...(denn Hubraum ist nur durch Hubraum zu ersetzen)

Aber im Allgemeinen hast Du ja Recht, die Mietwohnung  MFH oder das dicht-auf-dicht gebaute Siedlungshaus begrenzt den Spaßfaktor schon ganz erheblich.

 

-St

Geschrieben
vor 12 Minuten schrieb UlliTD:

 

 

Und einen Christie-Kino-Projektor wird auch nicht jeder im Wohnzimmer stehen haben

Ich befĂŒrchte was das angeht wirst du den kĂŒrzeren ziehen: BT2020-Farbraum (wenn auch nicht zu 200% abgedeckt), HDR, 4k-Auflösung, native KontrastverhĂ€ltnisse von > 15.000:1, 4k-fĂ€hige Objektive serienmĂ€ĂŸig, Zuspielung von 4k-Content serienmĂ€ĂŸig möglich.

Was davon kann dein Christie? ?

 

(Von der Tontechnikin vielen - nicht unbedingt in deinem - Kinos will ich garnicht anfangen.)

 

UnabhĂ€ngig davon ist das Erlebnis einen Film mit mehreren hundert anderen Leuten zu sehen natĂŒrlich in keinem Heimkino reproduzierbar und, sofern alle anderen Parameter stimmen, dem Heimkink sicher ĂŒberlegen.

 

Ich wollte nur darauf hinweisen dass es im Jahr 2017 keinesfalls so ist, dass ein "richtiger" Kinoprojektor automatisch ĂŒberlegen ist. Schon garnicht wenn in irge ndwelchen Neubauten (!) solcher Schrott wie S2k-Projektoren mit KontrastverhĂ€ltnissen von gerade mal 1000:1 verbaut werden.

Geschrieben (bearbeitet)

Die Digitalisierung soll der engste Partner des Menschen werden, den es jemals gab. So darf man unsere RealitĂ€t durchaus beschreiben dĂŒrfen.

Die "Digitalisierung" wird Teile seiner Körperstrukturen einnehmen, ablösen oder ersetzen und auch Hirnfunktionen intakt halten, kontrollieren oder sogar unbefristet verlÀngern. Das ist Industrieauftrag: die Vernetzung.

 

Durch Erfindung neuer Instrumente wandeln sich nĂ€mlich die ProduktivkrĂ€fte, die Ökonomie, die Kommunikation und womöglich auch die LebensrĂ€ume.

 

Um des Menschseins Willen lohnt dringend die Verteidigung alter Kulturtechniken, zu denen Theater, Kunst, Musik, Handwerk und Kino gehören. Die bedĂŒrfniserweckende Industrie könnte durchaus mehr fĂŒr das survival investieren. Hoffentlich geschieht das auch, denn scheinbar steht das Alte im Widerspruch zum Neuen.

 

Angst ist womöglich doch ein guter Ratgeber, wenn sie hilft, die neue industrielle Revolution in ihren Auswirkungen auszuloten und gleichzeitig die geeigneten Alternativen und Gegenmaßnahmen einzufordern. Das waere also der Traum von der kulturellen Vielfalt, der aber nur auf Basis einer insgesamt menschlicheren Gesellschaft "tradierte Fluchtzonen" lebendig haelt. Der "innovative Markt" allein wird diese Kulturformen immer weniger verteidigen.

 

Der "Stern"-Artikel und der Beitrag von Professor Fate klingen wohlbegrĂŒndet.

 

 

 

Bearbeitet von cinerama (Änderungen anzeigen)
Geschrieben

Trotz all der fortschreitenden Digitalisierung wird ein Kunde, ich selber und ihr auch alle weiterhin gerne mal ausgehen wollen. Restaurants, Kneipen, Bowling, Kletterhallen, alles Dinge die man auch digital erleben kann sterben nicht aus und werden es wie das Kino auch weiterhin nicht.

Zu beobachten ist der Trend zu immer besserem Service, natĂŒrlich einwandfreier Technik die im Kino immer besser sein muss als im besten Heimkino der Stadt und der Eventcharakter der natĂŒrlich stellenweise reizvoller ist, als jeden Abend zuhause auf dem Sofa in seinem perfekten Kokon aus Technik und Komfort eingeigelt zu verweilen.

Wir brauchen eine Bundesweite Marketingkamapange um das angestaubte Kino Instagramuser fit zu machen und mehr Service bzw. ausgefallenere Events in und um das Kino. Es ist vollkommen richtig, dass mit einem Plakat kein Schwein mehr gelockt werden kann.

Des weiteren beobachte ich einen immer grĂ¶ĂŸeren Trend in Richtung Blockbuster Auswertung. Die Mittelware ist durch Streaming nahezu tot und sollte bestenfalls auch immer mehr aus dem Kino rausfallen. Es ist wieder QualitiĂ€t statt QuantiĂ€t gefragt, zum Leidwesen großer Ketten zum Vorteil uns kleineren.

Wenn sich die Kinobranche auf die 20 großen Filme im Jahr konzentriert und diese noch grĂ¶ĂŸer puscht um Kino als das Ding fĂŒr den großen Film darzustellen, sehe ich keine Probleme in Imagefragen und Akzeptanz gegenĂŒber dem Besucher.

600 Sttartkopien im Jahr sind das Maxium,  nahezu 80 Prozent sind nicht vernĂŒnftig auszuwerten, selbst HĂ€user mit mehr als zehn LeinwĂ€nden spielen oft lieber 20 Wochen alte Filme fĂŒr 2,50 weil die einen Namen haben, als all die kleinen Produktionen die eigentlich ins Fernsehen bzw. auf VOD gehören.

Auch mĂŒssen die Preise im  Kinomarkt kontinuierlich weiter steigen. Dem Kunden immer nur zu suggerieren, dass Kino billig ist war jahrelang ein großer Fehler und jetzt haben wir den Salat mit steigenden Filmmieten und wenig Marge aus dem Verkauf eines Eintritts. Eventcharakter bezahlen die Leute gut und gerne, das ist nicht das Problem.

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Geschrieben (bearbeitet)
Am 9.4.2017 um 18:44 schrieb HAPAHE:

Um erfolgreich zu sein muss man den Mehrwert des Kinos vermitteln.

 

Der da wÀre?

Bis zu 45 Minuten Werbung und Trailer vor dem Film, die keinen interessieren?

Die anderen Besucher, welche wĂ€hrend des Films am labern sind, und mit ChipstĂŒten usw rascheln?

Oder die immer wieder mal am Sitz klebenden Kaugummis- oder sonstiges Zeug bis hin zum klatschnassen Sitz wegen Cola drauf?

Idioten mit eingeschaltenem Handy, die auch noch rotzfrech wÀhrend des Films neben einem telefonieren?

Dazu kommt, dass viele "große" Filme in unserer Gegend nur in 3D laufen, womit wir generell nichts anfangen können-

sowohl ich als auch meine Frau kriegen davon mit der Zeit Kopfschmerzen vom feinsten...

 

Ich selbst gehe schon seit Jahren kaum noch ins Kino. Im Freundeskreis sieht es ebenso aus.

In der Regel zahlt man knappe 10€ pro Nase, und bei jeder zweiten Vorstellung mussten wir uns ĂŒber irgendwas Àrgern.

FĂŒr das Geld kaufen wir uns ein paar Monate spĂ€ter lieber die Blu-ray des Films, und schauen ihn daheim in Ruhe an.

Und wir haben nicht mal einen Beamer samt Surround-Anlage oder so, nur einen halbwegs anstÀndigen TV an der Wand mit Soundbar darunter.

DafĂŒr haben wir es gemĂŒtlich, sauber, in 2D, und ohne Idioten im Raum.

 

 

Am 9.4.2017 um 18:44 schrieb HAPAHE:

Das Drumherum muss schon passen

 

Das "drumherum" interessiert uns nur leider nicht.

Ins Kino sind wir gegangen um den Film anzusehen. nicht um Nachos zu essen, oder sonstwas zu erleben / zu konsumieren.

 

 

Am 12.4.2017 um 11:27 schrieb Jean:

Auch mĂŒssen die Preise im  Kinomarkt kontinuierlich weiter steigen. Dem Kunden immer nur zu suggerieren, dass Kino billig ist...

 

Ich kann natĂŒrlich nur von mir und unserem Bekanntenkreis reden-

aber auch dank der unserer Meinung nach inzwischen extremen Preise geht kaum noch einer von uns ins Kino.

Kann man aber natĂŒrlich auch positiv sehen- das Geld was ich beim Kino spare, stecke ich in die heimische Filmsammlung. 

FĂŒr MICH (und die meisten im Bekanntenkreis) ist das Kino schon lange tot, oder bestenfalls mal einen Gelegenheitsbesuch wert.

Das gilt dann allerdings kaum fĂŒr Blockbuster, denn bei denen ist Publikum eben oft eine Katastrophe.

 

 

PS:

Mein letzter Kinobesuch war Metallica's "Through the never".

Und da sind wir extra gute 50km einfach gefahren, um den Film in 2D sehen zu können. Gab's hier ja ĂŒberall nur in 3D...

Bei Musikfilmen nimmt man das mal in kauf- die LautstĂ€rke zuhause wĂ€re dann, wenn ĂŒberhaupt möglich, doch etwas zu ĂŒbertrieben.

Zumindest fĂŒr die nĂ€chsten NachbarhĂ€user. :15_yum:

NatĂŒrlich steht trotzdem auch die Blu-ray des Films in meinem Regal. 

Bearbeitet von Retro (Änderungen anzeigen)
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Geschrieben
Am 12. April 2017 um 11:27 schrieb Jean:

 

Auch mĂŒssen die Preise im  Kinomarkt kontinuierlich weiter steigen. Dem Kunden immer nur zu suggerieren, dass Kino billig ist war jahrelang ein großer Fehler und jetzt haben wir den Salat mit steigenden Filmmieten und wenig Marge aus dem Verkauf eines Eintritts. 

 

55% Verleihabgabe max. bleiben aber trotzdem 55% Verleiabgabe. Ob dann bei 15 Euro Eintritt (die Abgaben erhöhen sich ja auch noch pro mehr verdienter Kartenmarge) noch viele Leute bereit sind, eine Karte zu kaufen, wage ich zu bezweifeln. Die Marge macht man bekanntlich mit der Concession, nicht mehr mit dem Eintrittspreis. Wer trotzdem auf diese Schiene setzen will, dem wĂŒnsch ich von ganzem Herzen wegbrechende Besucherzahlen.

Geschrieben (bearbeitet)

Sicherlich haben die legalen Streaming-Portale dafĂŒr gesorgt, dass die Videotheken fast vollstĂ€ndig aus dem Stadtbild verschwunden sind.

Doch Filme aus der Videothek schauten wir uns im kleinen Kreis zu Hause an. "Heimatfilme" mit Hand in der Hose ĂŒblicherweise allein.

Aber wird das auch auf das Kino zutreffen?

 

Meiner Ansicht nach nicht.

1. Gehen die meisten Besucher nicht allein ins Kino, sondern wollen das Film-Event eines aktuellen Films erleben.

 

2. Als damals Premiere die Fußball-Bundesliga live ĂŒbertragen hat - und zwar gleich mal alle Spiele - da wurde ebenfalls der Abgesang der Fankultur angestimmt. Denn bis dahin gab es die Sportschau, die Zusammenfassungen von drei (oder waren es 5?) Spiele zeigte. SpĂ€t am Abend noch das Sportstudio mit kurzen (!) Zusammenfassungen aller Spiele.

Warum also sollten die Zuschauer noch ins Stadion gehen? Immerhin konnte jeder Fußball-Fan sich fĂŒr 40 DM die Bundesliga ins Wohnzimmer holen.

Heute wissen wir: Die Stadien sind voller denn je, seit jedes Spiel live im TV gezeigt wird.

 

Und genau daran sollte die Kinobranche anknĂŒpfen.

Wo sind die Stars (deutsche Schauspieler) in den Medien? Ich sehe im TV und der Regenbogenpresse ĂŒberwiegend Musik-Sternchen, Mömos (Möchtegernmodels) bei Heidi und Voice-Kids. Sogar mehr Star-Köche und unbekannte Menschen in Containern werden gezeigt als deutsche Schauspieler!

Meiner Meinung nach vernachlÀssigt die deutsche Kinobranche ihre Stars fast schön strÀflich. Die Musikindustrie (trotz all ihrer Probleme) macht das besser.

Dass Interesse an Schauspielern besteht, ist auf den verschiedenen Events (Goldene Kamera, Berlinale, Fantasy Filmfest) zu sehen. Doch hierbei handelt es sich ĂŒblicherweise um große internationale Filmstars, weniger um deutsche Schauspieler.

Die Filmindustrie muss ihre Schauspieler einfach besser (also werbewirksamer) in den Medien platzieren, damit auch der "Durchschnittskosument" mehr davon mitbekommt.

 

Thema Heimkino:

Seien wir mal ehrlich, die Anzahl ernstzunehmender Heimkinos, die qualitativ eine bessere audiovisuelle Darstellung besitzen als die meisten Kinos, sind doch eher die Ausnahmen, denn die Regel. Typische Wohnzimmer-"Kinos" mit TV, Soundbar oder kleinen BoxenwĂŒrfeln eher die Regel. Hier von einem besseren Filmerlebnis als im großen Kino zu sprechen, zeigt das QualitĂ€tsbewußtsein der Leute.

Es wird sich oftmals beschwert: Eintrittspreise inklusive Popcorn und Coke fĂŒr drei Personen plus Anfahrt und/oder ParkgebĂŒhren fĂŒr 70 Euro. Dass die Eintrittskarte "nur" 12 Euro pro Person davon ausmacht, wird geflissentlicht ignoriert.

Und wer ein wirklich gutes Heimkino besitzt - und den Blu-ray-Preis der Kino-Eintrittskarte gegenĂŒberstellt - der sollte auch die Hardware seines Heimkinos mit einkalkulieren. DafĂŒr können oftmals zwei Personen mehrmals pro Woche inklusive Popcorn und Coke ĂŒber Jahre ins Kino gehen. Dabei fĂ€llt mir auf, dass von den Heimkinobesitzern viele immer noch regelmĂ€ĂŸig ins Kino gehen.

 

Erstaunlicherweise beschweren sich aber auch immer wieder die Leute ĂŒber störende Kinobesucher, die auch im Heimkino fĂŒr Pausen durch ToilettengĂ€nge sorgen. Leider regelmĂ€ĂŸig erlebt. Dann muss der Film gestoppt werden, bis der werte Herr vom Pott zurĂŒck ist. Bis dahin warten die ĂŒbrigen Zuschauer ungeduldig darauf, dass es endlich mal weiter geht mit dem spannenden Film.

Anstatt eines kurzen "Entschuldigung", heißt es vom Abort-RĂŒckkehrer oftmals nur lapidar: "Sehr ihr. So schön kann Heimkino sein. Man kann den Film einfach anhalten."

 

Betrachte ich mir die verbliebenen Kinos in Hamburg, glaube ich kaum, dass die Streamingdienste die Besucherzahlen weiter nach unten treiben. Die Zuschauer wissen in der Regel die QualitĂ€t im Kino zu schĂ€tzen. Die AtmosphĂ€re. Das große Bild. Das Gemeinschaftserlebnis.

Und aus genau diesen GrĂŒnden werden meiner Ansicht nach die Leute auch weiterhin in Kinos, Theater, Konzerte, Bars, CafĂ©s, Kneipen, Restaurants und Sportveranstaltungen gehen, obwohl all diese Dinge zu Hause "bequemer" und preiswerter genossen werden können.

 

 

Bearbeitet von mibere (Änderungen anzeigen)
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Geschrieben

Eines der Probleme ist, dass wir Kinomacher mit "die Zuschauer" den Status-Quo-Besucher bzw. die Besucher aus unserer bereits vergangenen Kinokarriere meinen. Niemand (auch ich nicht) sieht das Ende der Kinos in den nÀchsten zehn Jahren. Die kommenden BesucherjahrgÀnge aber kennen "das" Kino kaum mehr von eigenen Besuchen oder von Besuchen mit den Eltern, sondern schauen sich Filme nur noch im TV an - Faulheit durch Unwissenheit. Und das wird sich in den kommenden Jahren nicht verberssern, sondern noch verschlechtern. Wie soll die kommende Generation denn ihren Kindern das System Kino nahebringen, wenn sie selbst von ihren Eltern dort nicht mit hingenommen wurden und die Besonderheit und das verbundene Erlebnis kennen- und liebengelernt haben.

"Die Zuschauer wissen in der Regel die QualtitÀt im Kino zu schÀtzen" - ja, das trifft vielleicht auf die bisherigen Zuschauer zu, NOCH.

In den nÀchsten jahren wird sich das fundamental Àndern. Und es braucht ja nicht die Abnahme der Besucherzahl um 100%, um das Kino zu beerdigen. Bereits ein nur geringer Prozentsatz der heutigen Besucherzahlen weniger bricht dem wirtschaftlich betriebenem Kino das Genick. Und da sind wir gerade auf einem guten Weg hin...

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Geschrieben
vor einer Stunde schrieb mibere:

1. Gehen die meisten Besucher nicht allein ins Kino, sondern wollen das Film-Event eines aktuellen Films erleben.

 

Deshalb machen wir regelmĂ€ĂŸig Filmabende mit meist 4-6 Mann bei uns Zuhause.

Mit aktuellen Blu-ray Filmen ebenso, wie mit alten Super-8-Filmen.

Die Leute, die frĂŒher mit uns ins Kino gingen kommen jetzt eben zu uns- oder wir zu denen.

Bessere "Events" wie unter Freunden und ohne nervende andere Leute gibt es nicht.

 

 

vor einer Stunde schrieb mibere:

Wo sind die Stars (deutsche Schauspieler) in den Medien?

 

Wieviele deutsche "Stars" fallen dir denn da ein? Viele sind doch eher unbedeutend, oder sogar nervig wenn man sie mal irgendwo ausserhalb von Filmen sieht.

Die meisten haben einen (zugegebene oft zu unrecht) miserablen Ruf, wie der deutsche Film im allgemeinen.

Als Beispiel: Einige Filme von und mit Til Schweiger finde ich absolut genial- aber vermutlich dreimal so viele absolut fĂŒrchterlich.

Die meisten Leute kennen eben nur seine eher belanglosen, schnulzigen, oder sonstwie langweiligen Familienfilmchen.

 

 

vor einer Stunde schrieb mibere:

Hier von einem besseren Filmerlebnis als im großen Kino zu sprechen, zeigt das QualitĂ€tsbewußtsein der Leute.

 

Nein, das zeugt davon, dass "die Leute" welche wegen der FILME ins Kino gehen, keine Lust mehr auf das ganze drumherum und die hohen Preise haben.

Sieh das mal von DER Seite...

 

 

vor einer Stunde schrieb mibere:

Dass die Eintrittskarte "nur" 12 Euro pro Person davon ausmacht, wird geflissentlicht ignoriert.

 

Jep, 24 Deutschmark sind ein wahres SchnĂ€ppchen fĂŒr einmal Kino. 

Mal im ernst: Bei 12€ fĂŒr einen Kinobesuch (also NUR Film) von "nur" zu reden, finde ich schon erstaunlich.

Egal ob nun meine/unsere Generation, oder die meiner Eltern- bei Preisen von annĂ€hernd 10€ (oder eben noch mehr) vergeht jedem die Lust auf Kino.

Warum sollte die Jugend das dann anders sehen? Die wachsen ja sogar schon mit dem ganzen Digitalen Mist auf, der wenig bis nichts kostet.

(Wovon ich im ĂŒbrigen gar nichts halte- meine Sammlung mit ĂŒber 5000 Filmen auf diversen Medien, ohne jegliche Dateien aus dem Netz sagt da schon alles.)

 

 

vor einer Stunde schrieb mibere:

Erstaunlicherweise beschweren sich aber auch immer wieder die Leute ĂŒber störende Kinobesucher, die auch im Heimkino fĂŒr Pausen durch ToilettengĂ€nge sorgen. Leider regelmĂ€ĂŸig erlebt. Dann muss der Film gestoppt werden, bis der werte Herr vom Pott zurĂŒck ist.

Anstatt eines kurzen "Entschuldigung", heißt es vom Abort-RĂŒckkehrer oftmals nur lapidar: "Sehr ihr. So schön kann Heimkino sein. Man kann den Film einfach anhalten."

 

Ich mache, wie erwĂ€hnt, regelmĂ€ĂŸig Filmabende bei mir zuhause. Und dein beschriebenes Szenario kommt Ă€usserst selten vor.

Und WENN es vorkommt, sind wir wirklich alle froh, dass es einen Pausenknopf gibt.

Warum sollte sich aber derjenige fĂŒr ein menschliches BedĂŒrfnis entschuldigen?

Tun das denn die Kinobesucher, die wĂ€hrend der Vorstellung rausmĂŒssen, einem dabei in den meist engen Sitzreihen auf die FĂŒĂŸe treten und durch's Bild laufen?

WĂ€re ja mal was ganz neues.

ich kenne eher das Gegenteil, ich wurde schon angepöbelt, weil ich ja aufstehen, und so mehr Platz zum vorbeigehen machen könnte, als wenn ich nur die Beine einziehe...

Ganz klarer Punkt FÜR das Heimkino.

 

 

vor einer Stunde schrieb mibere:

Die AtmosphĂ€re. Das große Bild. Das Gemeinschaftserlebnis

 

Das große Bild ist natĂŒrlich ein punkt, dem man nicht widersprechen kann. Allerdings auch der einzige.

Das Gemeinschaftserlebnis haben wir aber auch Privat- und die gemĂŒtlichere AtmosphĂ€re somit sowieso.

 

 

vor 52 Minuten schrieb Professor Fate:

Wie soll die kommende Generation denn ihren Kindern das System Kino nahebringen, wenn sie selbst von ihren Eltern dort nicht mit hingenommen wurden und die Besonderheit und das verbundene Erlebnis kennen- und liebengelernt haben.

 

Frag doch mal die jĂŒngere Generation, warum sie nicht ins Kino gehen.

Neben den angesagten Downloads hört man auch immer wieder genau die Argumente, die ich ebenfalls gegen das Kino bringe...

Ich war als Kind, als Jugendlicher- und auch noch bis vor einigen Jahren regelmĂ€ĂŸig im Kino, oft sogar zweimal die Woche.

Kino war schon immer Teil meines Lebens, mein Vater gab sogar ein Filmmagazin heraus, und sammelte Filme auf super 8 wie ich jetzt auch.

ich bin daher auch oft in PressevorfĂŒhrungen dabeigewesen, die ich aufgrund des Alters niemals sehen hĂ€tte dĂŒrfen- hat kein Schwein gestört.

FrĂŒher gab es im Kino weniger Werbung, weniger Knabberzeug im Kinosaal, und VIEL mehr Anstand beim Publikum.

Ich frage mich ja immer, wann im Film der erste DönerverkÀufer durch den Saal rennen wird,

immerhin habe ich schon von Kinos mit Tischen und Essensbestellung im Saal gehört...

 

 

Mein Fazit, und damit spreche ich fĂŒr einige andere mit:

Wer ins Kino gehen will, nur um den Film zu sehen, hat heute einfach verloren.

immer mehr Werbung, mehr Störfaktoren, aber immer höhere Preise.

Mag ja sein dass es Leute gibt, die auf solche "Massenevents" stehen- ob die aber wegen dem Film ins Kino gehen?

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Geschrieben

...das "klassische kino" stirbt schon seit geraumer zeit um dem FILMTHEATER in seiner alten traditionellen form wieder platz zu machen.

wie es am ende aussehen wird lassen wir mal offen, aber mit sicherheit wird es kein kalter vorhangloser multiplex saal sein.

 

 

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Geschrieben (bearbeitet)

Man sollte mal einen Kalender fĂŒhren ĂŒber die Artikel, in denen dieses oder jenes fĂŒr tot erklĂ€rt wird und spĂ€ter mal grinsend rein schauen, wie viel davon sich bestĂ€tigt hat.

 

Großartig differenziert wird ja meistens nicht, wĂ€re aber sicher sinnvoll, mal zu analysieren, welche Kinoarten in welchen Lagen unter welchen Bedingungen welche Konsequenzen zu tragen haben. Aber das macht ja Arbeit und setzt voraus, dass der Autor sich in der Kinoszene auskennt.

 

1957 hat die Kinolandschaft in Deutschland schonmal den Fangschuss erhalten (man schaue sich mal den BesucherrĂŒckgang in der angehĂ€ngten Grafik an...). MerkwĂŒrdigerweise hat sie ungeachtet eines Einbruchs AUF (nicht UM) 20% ein paar Jahre spĂ€ter aber sogar das Schicksalsjahr 2015 ;-) ganz gut ĂŒberstanden, und es werden von irgendwelchen VerrĂŒckten sogar noch neue Kinos gebaut, die Zahl der LeinwĂ€nde ist also auch nach dem Ende der Digitalisierung wieder leicht am Steigen. Ja, es gab mal viel mehr Kinos, aber wenn man sich die Kurve noch mal anschaut, dann war dieser hohe Bestand nach dem Krieg auch ganz klar eine Blase, die platzen musste.

 

Ja, aus Sicht eines Kinobetreibers ist da natĂŒrlich immer Wishful-Thinking dabei, aber bisher warte ich noch drauf, dass an diesen Prognosen tatsĂ€chlich mal was wahr wird. Unsere Kindervorstellungen sind sehr gut besucht, dass Kinder nicht mehr mit dem Kino aufwachsen scheint also pauschal nicht zu stimmen. Dass die dann etwas spĂ€ter (erstmal) wieder aus den SĂ€len wegbleiben, ist sicher richtig, aber einen 'Erdrutsch' sehe ich da in den letzten 10-20 Jahren auch nicht. Im Gegenteil, wenn man sich ĂŒberlegt, was seit den 60er Jahren alles an Freizeit und Freizeitoptionen neu entstanden ist, dann scheint sich das Kino sogar recht gut behauptet zu haben. Unsere Besucherzahlen haben in den letzten 10 Jahren jedenfalls deutlich zugenommen. Möglicherweise ist hier das Problem nicht einfach nur 'Kino', man muss auch irgendwas richtig machen dabei. 

 

- Carsten

Filmbesuche-grafik-1949-2009_01.jpg

Bearbeitet von carstenk (Änderungen anzeigen)
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Geschrieben

Bin genau derselben Meinung wie Carsten.

Hier mĂŒsste untersucht werden, wer konstante oder steigende Besucherzahlen zu vermelden hat, bzw. wer unter Besucherschwund zu leiden hat. Die kleinen, bzw. die Theater, die nicht nur reine AbspielstĂ€tten sind, sicherlich eher weniger. Die haben ihr Stammpublikum und ziehen entsprechend auch den Nachwuchs ins Kino.

 

Seiner Grafik kann man entnehmen, dass sich die Besucherentwicklung seit den 60ern doch eher auf das Normalmaß begeben hat und der Anstieg Ende 80er bis in die 2000er auch der Wende zuzuschreiben sind und sich wieder eingependelt haben. Wenn man dazu noch bedenkt, wieviele Kinos es vor 20 Jahren gab und wieviele heute, dann dĂŒrfte der Besucherschnitt pro Kinosaal doch wohl erhöht worden sein. In den 90ern haben sicherlich eher die Multiplexe profitiert, nun verlagert sich das eben aus bekannten GrĂŒnden auch auf die vormals "abgeschriebenen" Kinos wie bspw. unseres. Geht natĂŒrlich auch ĂŒber den gĂŒnstigeren Preis, aber nicht nur deshalb.

 

Nicht ohne Grund versuchen jetzt die Cinemaxxe und Co., durch verbesserte Ausstattung und Ambiente die entschwundene Kundschaft wieder in ihre Kinos zu holen. Und es scheint ja in gewissen FĂ€llen auch zu funktionieren. Da zahlen die Besucher locker 16,-€, einfach weil diverse Probleme vonseiten ihrer Kundschaft dort eher weniger zu finden sind und die Resonanz fast durchweg positiv ist. Zeigt also auch: bringen wir den Kunden WertschĂ€tzung entgegen, werden auch Dinge, die vorher kritisiert worden, eher hingenommen.

Pöbelndes, sich nicht zivilisiert verhaltendes Publikum ist meiner Meinung nach das Schlimmste fĂŒr uns Betreiber. Aber das ist eben deren Sehgewohnheiten und der Art der im Kino angeboten Filme geschuldet und fĂŒr mich das einzige ernstzunehmende Argument der Kinoabstinenzler.

Geschrieben (bearbeitet)
vor 19 Stunden schrieb Retro:

PS:

Mein letzter Kinobesuch war Metallica's "Through the never".

Und da sind wir extra gute 50km einfach gefahren, um den Film in 2D sehen zu können. Gab's hier ja ĂŒberall nur in 3D...

Bei Musikfilmen nimmt man das mal in kauf- die LautstĂ€rke zuhause wĂ€re dann, wenn ĂŒberhaupt möglich, doch etwas zu ĂŒbertrieben.

Zumindest fĂŒr die nĂ€chsten NachbarhĂ€user. :15_yum:

NatĂŒrlich steht trotzdem auch die Blu-ray des Films in meinem Regal. 

 

Ich vermute mal du bist ĂŒber 40 Jahre alt.

Dementsprechend fÀllst du schon aus der relevanten Zielgruppe heraus. Alles was du hier beschrieben hast ist dein persönliches Befinden, hat aber mit Fakten wenig zu tun.

In den letzten 15 Jahren liegt die deutsche Kinobranche bei einem Mittel von 130 Millionen Kinobesuchern. Das kann man ganz easy an Carstens Grafik oder an den FFA Zahlen erkennen.

Der Markt ist seit je her abgegrast und bestĂ€ndig. Trotz enormer digitaler VerĂ€nderungen, ist ein Kinobesuch weiterhin ein Erlebnis wie Bowling oder Billiard oder Ă€hnliches. Überall wo du ausserhalb deines Hauses bist, hast du keine Möglichkeit auf Pause zu drĂŒcken, begegnest Idioten oder zahlst halt Geld fĂŒr das Erlebnis, dass es ja nach deiner Rechnung zuhause kostenlos gibt. (Auch wenn du vergisst, dass sich deine Heimkinotechnik im Leben nicht amortisiert, aber egal)

Das aber die meisten Jugendlichen, jungen Erwachsenen bis 25 Jahre auf diese Art und Weise kein Bock haben sein Dasein zu fristen, zeigt sich jeden Tag aufs neue an meiner Kinokasse. Die knallen die Kohle auf den Tisch "gib mir das grĂ¶ĂŸte Popcorn das du hast, gib mir alles", scheißegal, hauptsache der Abend macht Laune und die Freundin ist glĂŒcklich. Ist ĂŒberall so und bei meinem Ausgehverhalten persönlich auch nicht anders.

 

All die Leute ĂŒber 40 sind meist deratig tief in Aufgabenbereichen, Familienleben oder anderen Verpflichtungen, dass Sie schlicht die FreizeitaktivitĂ€t Kino vergessen haben. Nach nem harten Tag chillt es sich auf der heimischen Couch natĂŒrlich am besten, aber der Eventcharakter ist dafĂŒr nicht erlebar.

 

Als Mainstreamhaus kannst du die Zielgruppe ĂŒber 45 getrost vergessen. Die bringt nur Geld mit, wenn die Familie mit am Start ist. Ansonsten sind sie wie du sehr empfindlich auf die normalen Begebenheiten der Öffentlichkeit und/oder vertragen den SĂŒĂŸkram an der Concession nach 20 Uhr nicht mehr. Aber egal, die Leute bringen mir kein Geld, ist kein Problem wenn diese zuhause bleiben, das tun Sie nĂ€mlich schon immer. Was meint Ihr woher die Statistik jeder Deutsche geht ins Jahr 1,3 Mal ins Kino herrĂŒhrt? Von den jungen Leuten, die zehnmal im Jahr ins Kino gehen und den ĂŒber 50 jĂ€hrigen, die 0-1 Mal in zehn Jahren ins Kino gehen. -Grobe Statistik-

 

Bei ArthĂ€usern ist die Geschichte genau andersrum. Kein Hexenwerk und einfache Faktenlage die es ĂŒberall zu beobachten gibt. Demographieereignisse mit eingeschlossen etc.

 

vor 10 Stunden schrieb TK-Chris:

 

55% Verleihabgabe max. bleiben aber trotzdem 55% Verleiabgabe. Ob dann bei 15 Euro Eintritt (die Abgaben erhöhen sich ja auch noch pro mehr verdienter Kartenmarge) noch viele Leute bereit sind, eine Karte zu kaufen, wage ich zu bezweifeln. Die Marge macht man bekanntlich mit der Concession, nicht mehr mit dem Eintrittspreis. Wer trotzdem auf diese Schiene setzen will, dem wĂŒnsch ich von ganzem Herzen wegbrechende Besucherzahlen.

 

Also wenn ich einen Euro mehr auf den Eintritt aufschlage, bleiben mir immer noch 45 Cent brutto mehr als ohne diesen.

Ich behaupte: Die Disney und Kollegen hÀtten die Verleihmiete nicht hochgesetzt, wenn wir es nicht alle verpennt hÀtten hier mal marktreele Preise an den Start zu bringen.

Zwei Stunden Unterhaltung mit der neusten Ware, in besten Sitzen und top Technik fĂŒr nen Gegenwert einer Pizza? Ne da lĂ€uft was schief.

Ich war letztens bei König der Löwen in Hamburg, 160 Euro fĂŒr ganz ganz beschissene StĂŒhle im Konzerthaus. Trotzdem rennts. Ok ist international, also dann, ich war letzten auch bei nem Comedien in Frankfurt: 30 Euro die Karte, das Micro tat stellenweise nicht und ich saß auf ner umgedrehten GetrĂ€nkekiste :D :D :D

Kino ist zu billig Freunde

 

 

vor 2 Stunden schrieb manfred:

...das "klassische kino" stirbt schon seit geraumer zeit um dem FILMTHEATER in seiner alten traditionellen form wieder platz zu machen.

wie es am ende aussehen wird lassen wir mal offen, aber mit sicherheit wird es kein kalter vorhangloser multiplex saal sein.

 

 

Korrekt

Bearbeitet von Jean
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Geschrieben

der preis im kino ist egal. der tag hat leider nur 24 stunden und das kino konkuriert mit vielen neuen atraktiveren freizeitmöglichkeiten. den film kann ich immernoch auf dvd anschauen. leider haben die deutschen zu viel geld und können sich kostspieliges freizeitvergnĂŒgen leisten. die besten geschĂ€fte haben wir in wirtschaftskriesen gemacht da war das kino die abwechslung fĂŒr kleines geld

 

Geschrieben (bearbeitet)

Sorry, aber wir machen seit 15 Jahren alle das gleiche GeschĂ€ft, Geld etc. Es beklagen sich immer nur die HĂ€user, die keine Böcke haben zu investieren. Ich selbst habe keine Probleme mit meinem Laden und weiß um die Grenzen des Kinomarktes. Mit einem gutem sauberen Konzept, kommen die Leute auch. Reich wird man nicht als Kinobetreiber, ist auch klar aber es kann dicke ausreichen, wenn man sich nicht gleich vom ersten Geld nen Boot kauft. Kenne viele Kinobetreiber die ein Ferienhaus auf Mallorca haben, na von mir aus :D :D

 

Die Deutschen haben mehr als genug Kohle, wir sind alle zu billig fĂŒr die, so dass man meinen könnte, Kino kann nicht gut sein bei dem Preis.

Wenn ich in die Disco gehe gebe ich mindestens 30 bis 50 Euro pro Abend aus, das wird bei keinem hier anders sein. Eintritt, vier alkoholische GetrÀnke auf Wiedersehen. Wen sieht man dort? Die gleichen Kunden die auch im Kino das Geld rauswerfen.

Ich kenne kein FreizeitvergnĂŒgen was so billig ist wie Kino...

 

Streaming, Auswertungsfenster, stresst mich alles nicht. Kino lĂ€uft und lĂ€uft und lĂ€uft. Wir sollten lieber mal drĂŒber nachdenken Serienhighlights ala Game of Thrones etc. endlich auf unsere LeinwĂ€nde zu bekommen. Herrgott alles viel zu lahm in diesem Markt. Das wir ĂŒberhaupt noch ĂŒber den Wert eines Eintritts reden mĂŒssen, bemerkt man wie alt die meisten Betreiber dieser Branche eigentlich sind.

 

 

Bearbeitet von Jean
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